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Verdienstorden

Auszeichnung für engagierte Hannoveraner

Am 15. Februar haben Jürgen Massute die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie Giovanni Pollice das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Die Auszeichnung übernahm Oberbürgermeister Stefan Schostok im Auftrag des Bundespräsidenten.

Jürgen Massute, Stefan Schostok und Giovanni Pollice © LHH (Neue Medien)

Jürgen Massute, Stefan Schostok und Giovanni Pollice (v.l.)

Engagement in Ausbildung und Förderung

Jürgen Massute engagiert sich seit über zehn Jahren insbesondere in der Berufsbildung und -förderung. Er hat viele junge Menschen bei ihrer beruflichen Entwicklung persönlich betreut und unterstützt. Des Weiteren hat er sich sehr für die internationalen Begegnungen eingesetzt.

In seinem Berufsleben war Jürgen Massute rund 30 Jahre bei der Bundesanstalt (heute: Bundesagentur) für Arbeit beschäftigt und hat zuletzt als Direktor die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach geleitet, bis er 2004 in Ruhestand gegangen ist.

Seit 2006 bringt sich Jürgen Massute aktiv in das Projekt "IHK Mentoren" der Industrie- und Handelskammer Hannover ein. Mit diesem Projekt soll die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft gestärkt werden, um die Berufsorientierung von Jugendlichen bereits während ihrer Schulzeit zu verbessern. Als ehrenamtlicher Mentor unterstützt Jürgen Massute vor allem benachteiligte junge Menschen bei ihrer Suche nach einer qualifizierten Berufsausbildung. Dabei berät und betreut er die Jugendlichen individuell bei ihrer Berufswahl, führt mit ihnen Bewerbungstrainings durch und sichtet ihre Bewerbungsmappen. Darüber hinaus unterstützt er sie bei der Praktikums- sowie Arbeitsplatzsuche und hilft ihnen bei der anschließenden Arbeitsplatzvermittlung. Aufgrund seines herausragenden persönlichen Einsatzes, seiner langjährigen Berufserfahrung in der Arbeitsvermittlung sowie seines umfassenden Netzwerkes in diesem Bereich hat Massute vielen Jugendlichen ihren Start in das Berufsleben erleichtert.

Jürgen Massute ist zudem seit 2004 Beisitzer im Kuratorium des Werkheim e.V. – Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten. Der Verein verfolgt das Ziel, alleinstehende wohnungslose Männer wieder in die Gesellschaft einzugliedern und sie im Rahmen einer Langzeithilfe zu befähigen, ein selbständiges, eigenverantwortliches Leben in einer eigenen Wohnung zu führen. Es werden auch individuelle Hilfen auf präventiver und ambulanter Basis angeboten, um den Verlust einer Wohnung zu verhindern. Insbesondere in schwierigen Fällen berät Jürgen Massute den Vorstand mit seinem umfassenden Fachwissen im Bereich der Arbeitsverwaltung. Darüber hinaus begleitet und unterstützt er die bedürftigen Personen während der Hilfsmaßnahmen.

Bereits seit 1975 ist Jürgen Massute Mitglied des Carl Duisberg Förderkreises Niedersachsen e.V. (CDF). 1994 ist er in den Beirat des Vorstandes berufen worden und gehört ihm bis heute an. Mit Blick auf die niedersächsische Wirtschaft unterstützt der CDF gezielt junge Menschen beim Erwerb internationaler Berufserfahrungen, Fertigkeiten und Handlungskompetenzen sowie soziokultureller Kenntnisse, indem er Praktikumsplätze und Fortbildungen im Ausland finanziell fördert und bereitstellt. Auch der Erwerb und die Vertiefung von Fremdsprachenkenntnissen werden ermöglicht. Ausländischen Fach-, Führungs- und Nachwuchskräften, die in Niedersachsen tätig sind, werden finanzielle Hilfen sowie Unterstützungen in Notsituationen gewährt. Darüber hinaus organisiert der CDF öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland sowie Unternehmerbegegnungen zur Förderung internationaler Wirtschaftsbeziehungen.

Zusätzlich zu diesen ehrenamtlichen Tätigkeiten ist Jürgen Massute seit mehreren Jahren Mitglied der CDU Senioren-Union Hannover-Stadt und ist dort als Beisitzer im Vorstand vertreten.

Einsatz für Integration und Kultur

Giovanni Pollice engagiert sich seit zwölf Jahren in den Bereichen der Integration und Kultur. Des Weiteren setzt er sich für die Überwindung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus ein.

Nachdem er Anfang der 1970er-Jahre den Beruf des Betriebsschlossers erlernt und anschließend seine Berufstätigkeit aufgenommen hat, ist Giovanni Pollice 1975 in den Betriebsrat seines Handwerksbetriebes gewählt worden. Von 1981 bis 1988 hat er die Aufgaben des Stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden ausgeübt und fast zeitgleich die Funktion des Vorsitzenden der Vertrauensleute wahrgenommen. 1988 wurde Giovanni Pollice die Leitung des Italienischen Zentralbüros in der Abteilung Ausländische Arbeitnehmer beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Düsseldorf übertragen, bis er 1995 Referatssekretär im Referat Migration in der Internationalen Abteilung wurde. 1998 wechselte er zur Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Hannover und übernahm im Hauptvorstand den Posten des Gewerkschaftssekretärs in der Abteilung Ausländische Arbeitnehmer. Seit 2004 ist er Leiter der Abteilung Migration und Integration.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit setzt sich Giovanni Pollice auch auf ehrenamtlicher Basis ein. Seit 2004 ist er Vorstandsmitglied der Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung (REVAG) in Herne. Ebenfalls seit 2004 arbeitet er im Vorstand des Interkulturellen Rates in Deutschland e.V. in Darmstadt mit. Seit 2006 ist er Zweiter Vorsitzender.

Der Bundesverein gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus "Mach meinen Kumpel nicht an!", der dem DGB angehört, hat Giovanni Pollice 2008 zu seinem Vorsitzenden ernannt. Der Verein beschäftigt sich mit dem Themen Diskriminierung und Rassismus in der Arbeitswelt. Er verfolgt das Ziel, die Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Menschen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Arbeitswelt zu fördern und zu unterstützen.

Darüber hinaus war Giovanni Pollice einige Jahre lang Mitglied im Beirat der Deutsch-Italienischen Kulturgesellschaft e.V. Hannover. Der Verein pflegt die deutsch-italienische Freundschaft und fördert das Verständnis für Italien durch ein vielfältiges Angebot an Veranstaltungen rund um Kunst und Kultur Italiens.

Als 2014 die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus gegründet wurde, ist Giovanni Pollice zum Mitglied des Stiftungsrates ernannt worden. Die Stiftung wird vom Interkulturellen Rat in Deutschland e.V. gefördert. Sie plant und koordiniert die jährlich stattfindenden UN-Wochen gegen Rassismus mit bundesweiten Aktionen und unterstützt Modellprojekte zur Überwindung von Rassismus und Minderheitenausgrenzung.

Das Auswärtige Amt hat sich einverstanden erklärt, dass das Vorschlagsrecht vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten ausgeübt wird. Bei Auszeichnungen von italienischen Staatsangehörigen ist keine Voranfrage bei der dortigen Regierung erforderlich.