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Angebot für SeniorInnen

Barrierefreie Musterwohnung eröffnet

Gemeinsam mit dem Wohnungsunternehmen Gundlach hat der städtische Fachbereich Senioren am 15. November Hannovers erste smarte und barrierefreie Musterwohnung vorgestellt, die speziell auf die Lebensbedürfnisse im höheren Alter ausgerichtet ist. 

Vier Männer und zwei Frauen, die gemeinsam ein Band durchschneiden. © LHH

Patrick Ney vom Fachbereich Senioren, Gundlach-Geschäftsführer Dr. Frank Eretge, die städtische Beauftragte für Menschen mit Behinderung Andrea Hamann, Bezirksbürgermeister Henning Hofmann, Sport- und Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf sowie Gundlach-Mitarbeiter Michael Huwald bei der Eröffnung der ersten smarten, barrierefreien Musterwohnung. 

Die meisten Menschen möchten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben, und das in allen Lebensphasen. Doch nur ein bis zwei Prozent des gesamten Wohnungsbestandes in Deutschland sind barrierefrei beziehungsweise barrierearm. Auf Initiative des Wohnungsunternehmens Gundlach und des Fachbereichs Senioren der Landeshauptstadt Hannover haben zahlreiche lokale und bundesweit tätige Unternehmen die erste Musterwohnung in Hannover mit baulichen und technischen Anpassungen realisiert – in der von Gundlach unterhaltenen Seniorenwohnanlage im Roderbruch, Buchnerstraße 15.

"Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur alter(n)sgerechten Entwicklung Hannovers" 

"Wohnraum, der den sich verändernden Bedürfnissen angepasst ist, ist eine wichtige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben in der gewohnten Umgebung bis in das hohe Alter. Dass wir das jetzt im praktischen Zusammenhang, sozusagen zum Anfassen, zeigen können, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur alter(n)sgerechten Entwicklung Hannovers", unterstrich Sport- und Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf bei der Eröffnung der Musterwohnung am 15. November. Dr. Frank Eretge, Geschäftsführer Gundlach Wohnungsunternehmen, ist begeistert von dem Projekt: "Wir freuen uns, dass wir in der Gundlach Musterwohnung viele kleine und größere technische Hilfestellungen jedem Interessierten präsentieren dürfen. Vieles davon kann den Alltag pragmatisch erleichtern." Eretge dankt dabei allen Partnerinnen und Partnern für die Zusammenarbeit bei der Realisierung der Wohnung.

Die beteiligten Institutionen

An der Planung der Musterwohnung waren die Wohnberatung der Region Hannover, die städtische Beauftragte für Menschen mit Behinderung, der Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Hannover, das Team Polizeiprävention Einbruchsschutz sowie der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen beteiligt. So konnten die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Menschen, von Personen mit Hör- und Seheinschränkungen sowie Menschen mit Demenz im frühen Stadium berücksichtigt werden.

Technische Ausstattung erleichtert den Alltag

Die Besucherinnen und Besucher finden in der Ein-Zimmer Wohnung über 40 kleine bauliche Einzelanpassungen und mehr als 30 technische Objekte. Alle Lösungen sind sowohl im Eigenheim als auch in Geschosswohnungen modular nachrüstbar. Zu den technischen Assistenzsystemen in der Musterwohnung gehört beispielsweise eine Anwendung auf dem Smartphone, mit der seheingeschränkte und blinde Menschen Dokumente vorgelesen bekommen. Ebenso eine automatische Herdabschaltung, die den Herd bei Überhitzung oder nach vorher festgelegter Zeit automatisch ausschaltet. Daneben wurden bauliche Aspekte wie eine ebenerdige Dusche oder die unterfahrbare Komfort-Küche berücksichtigt.

Digitale Vernetzung datenschutzkonform

Die präsentierten Möglichkeiten oder Dienstleistungen wie Lieferdienste können nicht nur Seniorinnen und Senioren zugutekommen. Sockelleisten, die nachts automatisch den Weg ins Bad ausleuchten, Smart-Home-Elemente wie vernetzte Rauchwarnmelder oder die elektrische Zutrittskontrolle mit einem digitalen Türspion bieten auch jüngeren Generationen Komfort und Sicherheit. Aufgrund der zunehmenden digitalen Vernetzung des eigenen Zuhauses wird die kritische Auseinandersetzung mit Datenschutz und Datensicherheit ebenfalls berücksichtigt. Dabei werden in der Musterwohnung die Produkte nicht bewertet, sondern es wird auf die unzureichende Absicherung einzelner, auf dem Markt erhältlicher Geräte hingewiesen.

Kontakt für Fragen und Besichtigungstermine

Bei weiterführenden Fragen wie zum Beispiel Finanzierung oder Einbruchsschutz unterstützen die beteiligten Partnerinnen und Partner sowie die Technikberatung des städtischen Fachbereichs Senioren. Interessierte können ab 16. November beim Fachbereich Senioren der Stadt (E-Mail: 57-Infothek@Hannover-Stadt.de; Telefon 0511/168-42345) individuelle Besichtigungstermine vereinbaren. 

Ehrenamtliche Führerinnen und Führer gesucht

Für die Besichtigungen werden ehrenamtliche FührerInnen gesucht. Interessierte melden sich bei Patrick Ney, Fachbereich Senioren der Stadt, unter der Telefonnummer 0511/168–46545 oder per E-Mail unter patrick.ney@hannover-stadt.de.