Pastor-Jaeckel-Weg

Baustart für neuen Spielplatz in der List

So soll der neue Spielplatz aussehen.  

Auf einer insgesamt rund 6.000 Quadratmeter großen Fläche am Pastor-Jaeckel-Weg starten am 19. März die Bauarbeiten für einen neuen Spielplatz mit angrenzender Grünfläche. Begonnen wird mit einer Bodensanierung. Der neue Spielplatz, der das Motto "Flussfahrt auf dem Orinoco" tragen wird, und die Grünfläche werden voraussichtlich im Juni fertiggestellt. Die Kosten für die Neuanlage dieses Areals zwischen der Straße Am Listholze und der Günther-Wagner-Allee betragen rund 460.000 Euro.

Im Juni soll der neue Spielplatz am Pastor-Jaeckel-Weg fertig sein.

"Fischerdorf" in der Senke

Die Inspiration zu dem Spielplatz-Thema ergab sich aus der Situation vor Ort: Es handelt sich um eine große offene Wiesenfläche, die als Senke leicht verwildert im Gelände liegt und von großen Bäumen und Sträuchern eingerahmt wird. Ein geschwungener asphaltierter Weg als stilisierter Flusslauf wird künftig die Spielplatzfläche von Westen nach Osten erschließen. Wegbegleitend erscheinen die verschiedenen Spielangebote entlang des "Flusses", die sich die Kinder im Rahmen einer Kinderbeteiligung gewünscht haben: eine Vogelnestschaukel und das "Fischerdorf am Orinoco" mit Spielhütte und einer Kletter- und Spielkombination mit zwei Türmen, Rutsche, Brücken und Netzen. Ein Spielturm wird über eine flache Rampe auch mit Rollstühlen direkt vom Weg anfahrbar sein. Ein zwölf Meter langer geschwungener Holzsteg, der auch barrierefrei anfahrbar und nutzbar ist, überbrückt eine Senke im Gelände und verbindet Schaukel und Kletterspielbereich.

Geschicklichkeit und Rollenspiele

Ein Balancierparcours mit Findlingen und Baumstämmen mäandriert gegenläufig zum neuen Weg und fördert spielerisch den Gleichgewichtssinn und die Geschicklichkeit der Nutzer*innen. Zur Anregung der Fantasie und für Rollenspiele ergänzen wilde Tiere wie Krokodile, eine Schildkröte und Fische als geschnitzte Figuren aus Holz die einzelnen Spielbereiche.

Der großzügige Sandspielbereich mit einem überdachten Sandbacktisch wird barrierefrei anfahrbar und nutzbar sein. Er bietet Schatten und ein vielfältiges Angebot mit Sandschütten, Kran und Sieben. Bänke mit Arm- und Rückenlehnen sowie eine Bank-Tisch-Kombination komplettieren diesen Bereich. Dahinter lädt eine Wiese zum freien Spiel, Krabbeln und Picknicken ein. 

Die umlaufende, prägende Baumkontur überwiegend aus Ahornarten, Birken, Weiden, Pappeln, Hainbuchen und Eichen wird mit elf neu gepflanzten Bäumen (eine Walnuss, vier Feldahorne, ein Spitzahorn, zwei Blumeneschen, drei Hainbuchen) ergänzt. Davon stehen neun Bäume direkt auf der der Spielfläche. Strauchpflanzungen aus Hartriegelarten, Haselnuss, Flieder, Kornelkirsche und Zierjohannisbeere werden auf dem Spielplatz ergänzt, im Bereich der Grünfläche werden Schlehen, Weißdorn, Kornelkirschen und Haselnüsse gepflanzt.

Asphalt-Tattoo am Eingang 

An allen drei Eingängen am Pastor-Jaeckel-Weg laden farblich auffällige "Asphalt-Tattoos" mit Fußabdrücken von Wildtieren zum Betreten der Spielfläche ein. Auch Fußgänger*innen und Radfahrer*innen, die den Spielplatz nicht besuchen möchten, sollen so auf die Eingänge aufmerksam gemacht werden.

Der Spielplatz wird nach Osten, Richtung Günther-Wagner-Allee, und im Süden, zum Pastor-Jaeckel-Weg, mit einem 80 Zentimeter hohen Gittermattenzaun umfasst. Die westlich angrenzende Grünfläche wird nicht eingezäunt. Der östliche Eingang wird aus versetzt aufgestellten Gittermattenzaunelementen kreiert. Der Eingangsbereich in Höhe der Straße Immengarten erhält zusätzlich vier Fahrradbügel.

Altlastenentsorgung als vorbereitende Arbeiten 

Auf dem Gelände westlich der Günther-Wagner-Allee befinden sich Altlasten im Boden, bedingt durch frühere Auffüllungen mit Bau- und Trümmerschutt mit leicht erhöhten Schwermetall- und PAK-Gehalten (PAK = polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Die Fläche wurde deshalb im Vorfeld von Bodengutachter*innen untersucht und bewertet. Um ein sicheres Kinderspiel zu gewährleisten, wird der belastete Boden des Spielplatzes zum Teil ausgetauscht, mit einem Geovlies als Trennlage zum Untergrund abgedeckt und mit mindestens 35 Zentimeter starken unbelastetem Boden überdeckt.

Im Bereich der Grünfläche wurde bereits im Februar 2020 der vorhandene Gehölzbestand mit alten Obstbäumen wie Kirsche, Walnuss und Apfel ausgelichtet, um die Grünpflege zu optimieren und, durch bessere Einsehbarkeit von außen, eine soziale Kontrolle zu ermöglichen. Auch Fichten wurden entfernt, um den wertvollen Obstgehölzen im Bestand bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen. Dieser Bereich soll, als Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere, in Zukunft extensiv gepflegt werden. Die Stämme der im Winterhalbjahr 2019/2020 gefällten Apfel- und Birnbäume und Stammabschnitte einer bereits umgestürzten Weide werden auf der Fläche abgelegt und dienen dann zukünftig als zusätzlicher Lebens- und Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere.