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Empfang

Daniel Cohn-Bendit im Goldenen Buch verewigt

Der ausgezeichnete deutsch-französische Schriftsteller hat am 26. Oktober das Neue Rathaus besucht und sich im Dienstzimmer des Oberbürgermeisters ins Goldene Buch der Stadt eingetragen. 

Oberbürgermeister Stefan Schostok empfing Daniel Cohn-Bendit am 26. Oktober in seinem Dienstzimmer. Der Publizist und Politiker, der am Abend in der Galerie Herrenhausen die Festansprache zum Gedenken an den 300. Todestag von Gottfried Wilhelm Leibniz hält, trug sich im Rahmen seines Besuches auch ins Goldene Buch der Stadt ein. Cohn-Bendit wird am 27. Oktober außerdem bei der Abschlussveranstaltung der Hannah-Arendt-Tage einen Impulsvortrag zum Thema "Philosophie und Logik des Protestes" halten. 

Über Daniel Cohn-Bendit 

Der deutsch-französische Publizist und Politiker (Bündnis 90/Die Grünen sowie Europe Écologie-Les Verts) war bis 2014 Mitglied im Europäischen Parlament. Seine Eltern flüchteten 1933 vor den Nationalsozialisten aus Berlin nach Paris – wo sie zum Freundeskreis Hannah Arendts gehörten – und später in das südwestfranzösische Montauban. Dort wurde Cohn-Bendit 1945 geboren. Er studierte Soziologie an der Universität Nanterre und wurde 1968 Sprecher der Pariser Studierenden. Sein politisches Engagement während der Studentenrebellion führte zur Ausweisung aus Frankreich. In Frankfurt am Main gehörte er in den Siebzigerjahren zum Kreis der sogenannten Sponti-Szene. 1984 Eintritt in die Partei Die Grünen. Von 1989 bis 1997 war Cohn-Bendit ehrenamtlicher Dezernent des neu geschaffenen "Amts für multikulturelle Angelegenheiten" in Frankfurt am Main. 1994 wurde er Europa-Abgeordneter der deutschen Grünen und kandidierte bis 2014 abwechselnd für die deutschen Grünen und die französischen Les Verts beziehungsweise Europe Écologie-Les Verts.