Zeichen der Solidarität und Verbundenheit

Delegation der Stadt Hannover reist in die Partnerstadt Poznań

Zusammenhalt und europäische Verbundenheit: Das steht bei der Reise von Oberbürgermeister Belit Onay und einer Delegation aus Politik und Verwaltung nach Poznań am Montag, 9. Mai, dem Europatag, im Vordergrund. Ziel der Reise ist es, sich ein Bild der Lage in Bezug auf die Aufnahme und Integration Geflüchteter aus der Ukraine zu machen. Zudem wird die Feuerwehr Hannover am Hilfsgüter (Lebensmittel) nach Poznań bringen, die im Rahmen einer Spendenaktion von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) gesammelt wurden.

„Es ist mir besonders wichtig, dass ich mir gemeinsam mit Vertreter*innen des Rates ein Bild der Lage in Poznań machen kann. Im Gespräch mit Stadtpräsident Jaskowiak und politischen Vertreter*innen werden wir uns über weitere Kooperationsmaßnahmen austauschen. Die Landeshauptstadt Hannover steht fest an der Seite von Poznań. Wir sind alle Europäer*innen und müssen jetzt mehr denn je zusammenstehen, um Demokratie und Menschenrechte zu verteidigen“, sagte Oberbürgermeister Belit Onay im Vorfeld der Reise.

Auf dem Programm stehen die Besichtigung von Aufnahmeeinrichtungen und Unterkünften für Geflüchtete aus der Ukraine sowie der Austausch mit politischen Vertreter*innen und des Stabs für Krisenmanagement und Sicherheit über die jeweilige aktuelle Situation und Lösungsansätze in Hannover und Poznań. Stadtpräsident Jacek Jaskowiak wird zuvor am selben Tag an einem Termin auf Regierungsebene über die aktuelle Lage in der Ukraine und die Auswirkungen in Polen teilnehmen und mit Informationen aus erster Hand berichten. Angestrebt ist die Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Stadt Poznań bei der Aufnahme und Integration von Geflüchteten aus der Ukraine. Unterstützungsmöglichkeiten bei Hilfslieferungen und -leistungen an die ukrainische Partnerstadt Poznans, Charkiw, werden ebenfalls ausgelotet.

Für ukrainische Geflüchtete in Poznań gibt es derzeit einen akuten Bedarf an Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfes. Um hier schnell und aktiv zu unterstützen, organisierte Volkswagen Nutzfahrzeuge kurzfristig eine Sachspendenaktion der Belegschaft. Die Feuerwehr Hannover wird diese Spenden nach Poznań bringen. Ende März hatte die Feuerwehr Hannover bereits ein Konvoi mit Hilfsgütern nach Poznań transportiert.

Am Europatag ist es weiterhin ein besonderes Anliegen beider Oberbürgermeister, gemeinsam für die europäischen Werte der Freiheit, der Menschenwürde und der Gleichheit einzutreten. So wird ein weiterer Fokus des Besuches auf den Themen Diversity und den Rechten der LGBTIQ-Community liegen. Vor Ort werden Programme und Angebote aus Poznań und Hannover vorgestellt. Auch die Situation queerer Geflüchteter aus der Ukraine wird hierbei eine Rolle spielen. Hannover und Poznań wollen in Zukunft verstärkt zusammenarbeiten, um gemeinsam für Menschenrechte und eine offene und vielfältige Gesellschaft einzutreten. Die Gespräche sollen als Grundlage für eine engere Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltungen und Zivilgesellschaften dienen.

Teilnehmer*innenkreis

  • Belit Onay, Oberbürgermeister
  • Thomas Hermann, Bürgermeister und Vorsitzender des Ausschusses für Integration, Europa und internationale Kooperation
  • Johanna Chowaniec, Ratsfrau, Vertreterin Hannovers im Deutsch-Polnischen Ausschuss des Rats der Gemeinden und Regionen Europa (RGRE), Mitglied im Kulturausschuss und Gleichstellungsausschuss
  • Anna-Tabea Kraeft, Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses
  • Marie Bullet, Leiterin Büro für internationale Angelegenheiten
  • Bianca Thomas, Kulturbüro – internationale Kulturarbeit und Städtepartnerschaften