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Schülerinnen und Schüler mit Erwachsenen in einem Saal. © LHH

Schülerinnen und Schüler der ALKEV-Schule mit Oberbürgermeister Stefan Schostok im Ratssaal. 

Austauschprogramm

Deutsch-türkische Schülergruppe besucht Hannover

Im Rahmen der Aktion "Schule ohne Rassismus" hat Oberbürgermeister Stefan Schostok am 30. Oktober Schülerinnen und Schüler der türkischen ALKEV-Schule Istanbul im Neuen Rathaus empfangen.  

Der Besuch des Neuen Rathauses war nur eine Station der Jugendlichen. Während ihres Aufenthaltes arbeitet die Schülergruppe gemeinsam an einem Kurzfilmprojekt zum Thema "Alltag in Deutschland - ganz schön cool, ganz schön anders(?)", das in Kooperation mit dem Medienzentrum Hannover entsteht. Darüber hinaus sind zwei Städteausflüge nach Goslar und Bremen geplant. 

Hintergrund

Seit dem Schuljahr 2014/15 führt die Sophienschule im Rahmen ihrer Mitgliedschaft der Aktion "Schule mit Courage, Schule ohne Rassismus", deren Schirmherrschaft Oberbürgermeister Stefan Schostok innehat, einen Schüleraustausch mit der türkischen ALKEV-Schule in Istanbul durch. Das Austauschprogramm mit dem deutschsprachigen Gymnasium hat das Ziel, verantwortungsbewusstes und tolerantes Handeln zu fördern. Jugendlichen der neunten und zehnten Klassenstufen soll die Gelegenheit geboten werden, interkulturelle und interreligiöse Kontakte zu knüpfen, den Alltag des jeweils anderen Landes zu erfahren und sich gegenseitig kennen- und verstehen zu lernen.

Feier zum Türkischen Nationalfeiertag im HCC

Um die Wichtigkeit von Toleranz und Akzeptanz ging es auch in der Rede von Oberbürgermeister Stefan Schostok, mit der er sich beim Festakt zum türkischen Nationalfeiertag am 30. Oktober im Hannover Congress Centrum an den türkischen Generalkonsul und geladene Gäste wandte. Schostok erinnerte an die Proklamation Kemal Atatürks vor 94 Jahren, mit der er die Türkei auf den Weg einer modernen, Europa zugewandten und weltlichen Republik gebracht hat. Gleichzeitig rief er dazu auf, die sichtbar gewordenen Änderungen zu hinterfragen. Als Oberbürgermeister ginge es ihm darum, ein Signal an die Hannoveranerinnen und Hannoveraner mit türkischer Staatsbürgerschaft zu senden. "Unabhängig davon, ob Sie aus Ihrer ursprünglichen Heimat hierhergekommen sind oder in Hannover geboren und aufgewachsen sind, ob Sie zu den vielen gehören, die auch die deutsche Staatsangehörigkeit haben: Sie alle gehören zu unserer Stadtgesellschaft. Sie sind Teil Hannovers. Sie machen Hannover zu dieser lebenswerten, solidarischen und weltoffenen Stadt. Und selbstverständlich haben Sie das Recht, das Land Ihrer Herkunft oder der Herkunft Ihrer Vorfahren zu feiern", sagte Schostok. Die Entwicklungen in der Türkei beobachte er dennoch mit Sorge. "Ich werde nicht zulassen, dass Hannoveranerinnen und Hannoveraner egal welcher kulturellen Herkunft aus der Türkei aufgrund politischer Verhältnisse stigmatisiert werden. Ich werde aber ebenso wenig eine einseitige Instrumentalisierung von Personen zum Beispiel durch Platzbenennungen akzeptieren. Ebenso wenig nehme ich auf der anderen Seite nicht vertretbare Auftritte türkischer Politiker in Hinblick auf den Wahlkampf in der Türkei hin", so Schostok. Hauptaufgabe eines Oberbürgermeisters sei es, "den gesellschaften Frieden in seiner Stadt zu gewährleisten". Als symbolische Geste reiche er jedem die Hand, der eine Brücke des Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses schlagen wolle.