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Hannoverscher Städtebau

Deutscher Städtepreis: Zwei Hannover-Projekte prämiert

Gleich zwei hannoversche Projekte wurden am 27. September beim renommierten Deutschen Städtebaupreis in Mainz prämiert: Das Projekt "Klagesmarkt - Neubebauung und Neuorganisation" gewann eine Auszeichnung. Im Rahmen des Sonderpreises erhielt Hannover mit dem Projekt "Gymnasium Limmer im Stichweh-Park" eine Belobigung.

Animation eines Gebäudes. © LHH

Wurde ausgezeichnet: Das Projekt "Klagesmarkt - Neubebauung und Neuorganisation".

Um den unter Architektinnen und Architekten sowie Stadtplanenden viel beachteten Deutschen Städtebaupreis hatten sich bundesweit 74 Projekte beworben. Für den parallel zum Städtebaupreis ausgelobten Sonderpreis, der 2018 das Thema "Orte der Bildung und Kultur im städtebaulichen Kontext" hatte, gab es 29 Bewerbungen. Er dient der Akzentuierung besonders dringlicher Handlungsfelder im Städtebau und in der Stadtplanung. Die Jury sprach sechs Projekten (zwei im Sonderpreis) eine Belobigung aus, ebenfalls sechs Projekte (eins im Sonderpreis) erhielten eine Auszeichnung. Der Preis ging in diesem Jahr nach Dortmund für das Projekt "PHOENIX West – Hörde Zentrum – PHOENIX See". Gewinner des Sonderpreises war Darmstadt mit dem Projekt "TU Darmstadt – Campus Stadtmitte".

Auszeichnung für "Klagesmarkt – Neubebauung und Neuorganisation"

Der Klagesmarkt als wichtiges Element des Dialogprozesses "HannoverCity2020+" sei "ein gutes Beispiel für die Möglichkeiten einer Stärkung der Kernstadt durch intelligente Nachverdichtung", so die Laudatio. In den Fünfzigerjahren war dieser Bereich vor allem durch motorisierten Individualverkehr geprägt. Durch die Umgestaltung seien eine "leistungsfähige Radverbindung von der Innenstadt in die Nordstadt" und "attraktive Gehwege" entstanden. Die Jury bescheinigt der Umsetzung eine "hohe Gestaltqualität". Das Projekt zeige, dass "es bei entsprechender Herangehensweise gelingen kann einen von seiner wichtigen, aber über Jahrzehnte mit großen Problemen behafteten Stadtraum für die Stadt und ihre Bürgerschaft zurückzugewinnen". An dem ausgezeichneten Projekt waren beteiligt:

  • Baudezernat der Landeshauptstadt Hannover,
  • ASTOC ARCHITECT AND PLANNERS in Zusammenarbeit mit dem Büro Urbane Gestalt,
  • BPR Künne & Partner Verkehrsplaner,
  • Architekten BKSP sowie
  • Hanova WOHNEN GmbH.

Sonderpreis: Belobigung für "Gymnasium Limmer im Stichweh-Park"

Neben dem "klassischen" Städtebaupreis wurde auch ein Sonderpreis vergeben, der besonders dringliche Handlungsfelder im Städtebau und der Stadtplanung in den Fokus rücken soll. Im Rahmen dessen erhielt das Projekt "Gymnasium Limmer im Stichweh-Park" eine Belobigung. Der Stadtteil Limmer zählt bereits seit Anfang dieses Jahrtausends zu den Schwerpunkten Stadtumbaus in Hannover. Durch die frühere industrielle Nutzung blieben Entwicklungspotentiale wie die verhältnismäßig innenstadtnahe Lage und die angrenzenden Naherholungsmöglichkeiten ungenutzt. Das Projekt "Gymnasium Limmer" ist ein wichtiger Baustein neu definierter Entwicklungsziele. Der in den Fünfzigerjahren errichtete Komplex beherbergte zuvor eine Berufsschule. "Die Neuansiedlung des Gymnasiums leistet sowohl durch die Nutzung selbst als auch durch die gestalterische Ausprägung des Gebäudes und seines Umfelds einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung", so die Jury. Der Effekt verstärke sich durch die "Einbindung des Projekts in die Umnutzung des angrenzenden Betriebsgeländes der Firma Stichweh". Kombiniert mit der "vorhanden Wohnnutzung, mit einem aufgewerteten öffentlichen Straßenraum und einer besseren Vernetzung mit angrenzenden Naherholungsbereichen ist ein neuer, identitätsstiftender Kristallisationspunkt für Limmer entstanden", heißt es in der Laudatio. Der Planungs- und Realisierungsprozess sei vom "vertrauensvollen Umgang aller Beteiligten" geprägt gewesen. Die Jury würdigte diese bespielgebende Herangehensweise und ihr Resultat.

An dem belobigten Projekt in Limmer waren beteiligt:

  • Landeshauptstadt Hannover, Grundstücksgesellschaft,
  • HÜBOTTER + STÜRKEN +DIMITROVA Architektur und Stadtplanung BDA, Hannover in Zusammenarbeit mit LohausCarl Landschaftsarchitektur sowie
  • Grundstücksgesellschaft VII Stichweh / Ziehm (vertreten durch Dr. Hanno Ziehm und Remo Ricci).

Über den Deutschen Städtebaupreis

Mit dem Deutschen Städtebaupreis werden seit 1980 alle zwei Jahre städtebauliche Projekte prämiert, die sich durch nachhaltige und innovative Beiträge zur Stadtbaukultur auszeichnen. Die Projekte sollen den aktuellen Anforderungen an zeitgemäße Lebensformen ebenso Rechnung tragen wie den Herausforderungen an die Gestaltung des öffentlichen Raums, dem sparsamen Ressourcenverbrauch sowie den Verpflichtungen gegenüber der Orts- und Stadtbildpflege. Seit fast 40 Jahren dient der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Deutsche Städtebaupreis der Förderung einer zukunftsweisenden Planungs- und Stadtbaukultur. Er wird ausgelobt von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) und von der Wüstenrot Stiftung gefördert.