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Alles ist tanzbar

Drei Veranstaltungen erinnern an Mary Wigman

Unter dem Motto "Alles ist tanzbar" erinnern im Mai und Juni verschiedene Veranstaltungen an die schillernde Tänzerin, die in Hannover geboren wurde und in den Zwanzigerjahren die Welt des Tanzes revolutionierte. 

Drei Frauen vor einem Plan. © LHH

Erinnern an Mary Wigman: Antje Peters (Vertreterin des Projekts "Frauenorte Niedersachsen" des Landesfrauenrats), Monika Sonneck (Fachkraft für Kulturarbeit des Stadtteilzentrums Lister Turm) und Sigrid Ortmann (Leiterin Stadtteilkultur). 

Expressiv und dramatisch revolutionierte Mary Wigman, geboren in Hannover, die Welt des Tanzes in den Zwanzigerjahren. Sie begründete den Ausdruckstanz als künstlerisches Mittel gegen die Erstarrung des Kaiserreichs. Sie wird als Vertreterin Hannovers im Projekt "Frauenorte Niedersachsen" geehrt und ist die Ideengeberin für drei Veranstaltungen unter dem Titel "Alles ist tanzbar". Diese befassen sich im Mai und Juni mit den Auswirkungen, die die berühmt gewordenen Tänzerinnen Mary Wigman und ihre Schülerin Yvonne Georgi auf die Stadt Hannover und das weltweite Tanzgeschehen hatten.

Tanz, Text und Performances am 25. Mai

Den Auftakt von "Alles ist tanzbar" bildet am Freitag (25. Mai) um 19 Uhr "Frauen tanzt an!". Bei dieser Veranstaltung geht es um die Entstehung des Ausdruckstanzes und die Lebenswelt Mary Wigmans und Yvonne Georgis, die beide mit Hannover verbunden sind. Der Eintritt kostet sieben, mit HannoverAktivPass 3,50 Euro, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende ab 18 Jahre zahlen 5,60 Euro. An diesem Abend stehen Tanz, Text und Performances im Mittelpunkt. Monica Garcia Vincente, langjähriges Mitglied verschiedener Ballettensembles und Choreografin, performt ihre neueste Produktion "Das Weiße Blatt". Das weiße Blatt steht für den Anfang eines kreativen Prozesses. Jürgen Morgenstern untermalt die Performance am Cello. Ninia La Grande als Poetry Slammerin setzt ihre kreative Arbeit in einem Slambeitrag um. Zum Schluss gibt es eine lecture performance unter Anleitung von Sonia Rastelli, eine Ausdruckstanzstunde, in der man entweder den Tänzerinnen und Tänzern zuschaut oder selbst mitmachen kann.

 

Ausdruckstanz zum Mitmachen am 27. Mai

Mit dem Ausdruckstanz-Workshop "Alles, was uns bewegt lässt sich tanzen" von Sonia Rastelli geht es am Sonntag (27. Mai) von 13 bis 16 Uhr weiter. Sonia Rastelli gibt Anregungen aus der Natur, Kunst oder Poesie und die Teilnehmenden entdecken ihren eigenen Tanz. Die Teilnahme kostet zehn, mit HannoverAktivPass fünf Euro, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende ab 18 Jahre bezahlen acht Euro. Um Anmeldung unter der Telefonnummer 168-42402 wird gebeten. Der Workshop ist zum Ausprobieren, ohne Übungsstress und vorgegebene Schrittkombinationen. Es sind keine Vorerfahrungen nötig. Mitzubringen sind nur bequeme Kleidung, Wollsocken und gerne eine Decke.

 

Stadtteilführung am 15. Juni 

Den Abschluss bildet die neue Stadtteilführung "Nun sagen Sie das einmal mit ihrem Körper" mit Martina Jung am Freitag (15. Juni) um 17 Uhr. Eine Anmeldung zur der rund 90-minütigen Führung auf den Spuren Mary Wigmans in Hannover und der List unter der Tel. 168-42402 ist erforderlich. Treffpunkt ist am Reesebrunnen neben der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover am Emmichplatz. Die Teilnahme kostet sieben, mit HannoverAktiv-Pass 3,50 Euro, für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende ab 18 Jahre 5,60 Euro. Bevor sich Wigman ganz dem Tanz verschrieb, lebte die 1886 in Hannover geborene einige Zeit lang in der List. einige. Zu den ersten Schülerinnen und Schülern ihrer 1920 in Dresden eröffneten Schule gehörte Yvonne Georgi, die im hannoverschen Opernhaus als Solistin tanzte und hier viele Jahre lang als Ballettmeisterin und Choreografin arbeitete. Nach dem zweiten Weltkrieg lehrte sie an der damaligen Musikhochschule, die bis zum Umzug an den Emmichplatz im Lister Turm ansässig war. Am Ende des Rundgangs im Stadtteilzentrum Lister Turm werden Originalaufnahmen aus den Zwanzigerjahren wie beispielsweise vom "Hexentanz" von Mary Wigman präsentiert.

Hintergrund

Die Veranstaltungsreihe des Stadtteilzentrums Lister Turm findet mit Unterstützung des Referats für Frauen und Gleichstellung der Landeshauptstadt Hannover und der Projekt Frauenorte Niedersachsen statt.