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Gemeinsames Freitagsgebet

Ein Zeichen der Solidarität

Am 15. März 2019 wurden bei einem Anschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch 50 Menschen getötet. Oberbürgermeister Stefan Schostok​ besuchte eine Woche später, zum Freitagsgebet, die Moschee am Weidendamm, um der muslimischen Gemeinde in Hannover sein Mitgefühl auszusprechen.

Oberbürgermeister Stefan Schostok während der Trauerbotschaft in der Moschee am Weidendamm © LHH

Stefan Schostok: "Ich sage Ihnen, unseren muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern: Wir sind in Ihrer Trauer bei Ihnen. Ihre Trauer ist unsere Trauer"

Neben Schostok nahmen viele weitere Personen aus Religion und Gesellschaft am Gebet teil, darunter Michael Fürst, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Hannover. Auch Fürst sprach vor dem Beginn des Gottesdienstes zur Gemeinde, genau wie Superintendentin Bärbel Wallrath-Peter, die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck und Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius. Folgend Auszüge der Rede des Oberbürgermeisters:

"Heute gedenken auch wir in Hannover in der Moschee am Weidendamm der 50 ermordeten Menschen in Christchurch. Ermordet wegen ihres Glaubens und ihrer Kultur. Entsetzen und Trauer erfüllen uns. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind bei den Angehörigen.

Muslime, Juden und Christen begehen in dieser Trauer heute gemeinsam das Freitagsgebet. In der Solidarität dreier Weltreligionen zeigen wir: Hass, Gewalt und Unmenschlichkeit haben keinen Platz in unserer Stadt. Wir werden weiter für ein friedliches Miteinander in unserer Stadt eintreten.

Ich sage Ihnen, unseren muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern: Wir sind in Ihrer Trauer bei Ihnen. Ihre Trauer ist unsere Trauer."