Recycling

Einschulungsaktion für Klimaschutz

Zum Schulanfang hat Prof. Dr. Lars Baumann, Dezernent für Personal, Digitalisierung und Recht, umweltfreundliche Startpakete stellvertretend an Christiane Reineke, Leiterin der Grundschule am Lindener Markt, verteilt. 

Prof. Dr. Lars Baumann (Hannovers Dezernent für Personal, Digitalisierung und Recht) mit Schulleiterin Christiane Reineke und Ralf Strobach (Geschäftsführer der Bürgerinitiative Umweltschutz e. V.). 

Zum Schulanfang erhielten Erstklässler*innen ein umweltfreundliches Startpaket, das das städtische Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro in Kooperation mit der Bürgerinitiative Umweltschutz e. V. (BIU) geschnürt hat. 43 Schulen haben für etwa 3.700 Schüler*innen Schulhefte aus Recyclingpapier mit dem Blauen Engel bestellt. Die Schüler*innen erhielten zudem einen bunt bebilderten Stundenplan. Für die Eltern gab es Broschüren mit Informationen über Verkaufsstellen von Produkten aus Recyclingpapier und über die umweltfreundliche Gestaltung des Schultages. Mit der Aktion wird auf den Beitrag des Recyclingpapiers zum Schutz der Urwälder und des Klimas hingewiesen.

Klimafreundliche Alternative 

In der Schulzeit kommt eine Menge Papier zum Einsatz. Bundesweit sind es etwa 200 Millionen Schulhefte pro Jahr. Viele Eltern und Lehrkräfte greifen dabei zu Frischfaserpapier. Für dessen Herstellung werden jedoch unsere letzten Urwälder gerodet und viel Energie, Wasser und Chemikalien verbraucht. In Zeiten, in denen die Dringlichkeit für den Schutz des Klimas immer deutlicher wird, spielt auch die Wahl des Papiers eine wichtige Rolle. Die klimafreundliche Alternative heißt Recyclingpapier.

Stadtverwaltung empfiehlt Schulhefte aus Recyclingpapier

Die Stadtverwaltung empfiehlt hannoverschen Eltern, für ihre Kinder Schulhefte aus Recyclingpapier mit dem Blauen Engel zu besorgen. Das bekannte Umweltzeichen garantiert die Herstellung zu 100 Prozent aus Altpapier. Bei der Produktion müssen strenge Vorgaben zum Schutz der Umwelt eingehalten werden. Dabei sind wesentlich weniger Energie und Wasser erforderlich. Zudem erfüllt es die gleichen technischen Anforderungen wie Frischfaserpapier: Es ist tintenfest, geeignet für Kopierer und Drucker und unterscheidet sich in der Helligkeit nur noch wenig vom Frischfaserpapier.

Landeshauptstadt Hannover steht für Umweltschutz

Der Umweltschutz ist auch für die Landeshauptstadt Hannover selbst von hoher Bedeutung: Sie hat sich bereits 2003 dazu verpflichtet, im internen Bereich und für die städtischen Broschüren Recyclingpapier zu verwenden.

"Wir als Verwaltung haben Vorbildfunktion in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. Aber wir können nur gemeinsam mit allen Einwohner*innen unsere ehrgeizigen Ziele erreichen. Deshalb wollen wir Eltern und Schüler*innen darin unterstützen, selbst einen Beitrag zum Schutz der Wälder und unseres Klimas zu leisten", betont Prof. Dr. Lars Baumann, Dezernent für Personal, Digitalisierung und Recht der Landeshauptstadt Hannover. Und weiter: "Wir hoffen, die Erstklässler*innen sowie deren Eltern dauerhaft vom Gebrauch von Produkten aus Recyclingpapier mit dem Blauen Engel überzeugen zu können. Besonders freut uns deshalb das Engagement der insgesamt 43 beteiligten Schulen mit 3.700 Schüler*innen. Die Aktion zeigt, dass direkt vor Ort in den Schulen Kinder und Jugendliche ihre Zukunft maßgeblich mitgestalten können."

Nachhaltigkeit lernen

Die Bürgerinitiative Umweltschutz e.V. (BIU) führt als Kooperationspartner des Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüros im Rahmen des Bildungsprojektes "Papierwende" jährlich etwa 50 Unterrichtsangebote zum Thema Recyclingpapier durch wie zum Beispiel Vorträge zum kanadischen Regenwald oder Schöpfen von Papier aus alten Zeitungen.

Mitmachen?

Schulen, die sich über die Einschulungsaktion und das Thema Recyclingpapier ausführlicher informieren möchten, können sich an das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover telefonisch unter (05 11) 1 68 - 4 65 96 oder per E-Mail unter nachhaltigkeit@hannover-stadt.de wenden.