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Elterngeldstelle: Bearbeitungszeit normalisiert

Die Elterngeldstelle stand in den vergangenen Wochen im Fokus der öffentlichen Berichterstattung. Inzwischen konnte der Antragsstau abgearbeitet werden – die aktuelle Bearbeitungszeit hat sich wieder normalisiert. Im Rahmen seiner Sommertour besuchte Oberbürgermeister Belit Onay am 6. August gemeinsam mit Rita Maria Rzyski (Dezernentin für Personal, Bildung, Jugend und Familie) die Einrichtung und tauschte sich mit den Beschäftigen über die gegenwärtige Situation aus. 

Mehrere Menschen an Tischen in einem Raum. © LHH

Oberbürgermeister Belit Onay und Rita Maria Rzyski (Dezernentin für Personal, Bildung, Jugend und Familie) zu Besuch in der Elterngeldstelle. 

Aufgaben der Elterngeldstelle

Die Elterngeldstelle berät bei Fragen rund um die Themen Elterngeld und Elternzeit. Ferner werden in der Niederlassung im Ihme-Zentrum die Elterngeldanträge (in 2019 rund 8.700 Elterngeldanträge und ca. 4.000 Änderungsanträge) bearbeitet.

Organisation (dazu auch Aufstockung der Mitarbeitenden-Zahl und Task-Force)

Derzeit hat die Elterngeldstelle 16,6 Mitarbeitende. Das Team setzt sich aus einer Sachgebietsleitung, 13 Mitarbeitenden in der Sachbearbeitung und 2,5 Mitarbeitenden für Registratur und Zuarbeit zusammen. Seit Juni 2020 sind sechs Mitarbeitende zusätzlich in der Sachbearbeitung eingesetzt. In der Zeit vom 31. März bis 30. Juni wurden fünf ehemalige Mitarbeitende der Elterngeldstelle aus anderen Aufgabenbereichen der Stadtverwaltung abgezogen, um im Rahmen einer Task Force bei der Bearbeitung des Rückstandes zu unterstützen.

Aktueller Sachstand bei der Antragsbearbeitung

Nach aktuellem Stand befinden sich alle bis zum 28. Juni eingegangenen Neuanträge in der Bearbeitung.

Bearbeitungsdauer liegt wieder bei circa einem Monat

Innerhalb von drei Monaten konnten die Rückstände in der Antragsbearbeitung von deutlich über 2000 Neuanträgen (Stand Ende Juni) auf Elterngeld auf aktuell rund 400 für 266 Neugeborene reduziert werden. Einen Stand "Null" kann es nie geben, da wöchentlich rund 160 Neuanträge und rund 70 Änderungsanträge eingehen. Dies kann von der einfachen Kontoänderung bis hin zur Änderung von bestehenden Bezugszeiträumen einen unterschiedlichen Bearbeitungsaufwand bedeuten. Änderungsanträge werden innerhalb weniger Tage bearbeitet, da hiermit zumeist Änderungen in der Auszahlung verbunden sind. Die Auszahlung des Elterngeldes erfolgt durch die Bundeskasse. Es sind monatlich zwei Auszahltermine festgelegt. Der Antragsstau ist seit dem 30. Juni weitestgehend abgearbeitet, die Bearbeitung erfolgt nun im Rahmen der üblichen Bearbeitungsdauer von circa einem Monat. Rund die Hälfte der Anträge werden unvollständig eingereicht, dadurch verzögert sich die endgültige Bescheiderteilung. Täglich werden in der Elterngeldstelle während der telefonischen Erreichbarkeitszeiten durchschnittlich rund 250 Telefonanrufe entgegengenommen. Hierbei handelt es sich häufig um Beratungswünsche, die einen zeitlichen Umfang von bis zu einer Stunde erfordern können. Zudem werden zahlreiche Rückrufwünsche erfüllt, die per Mail oder über die Hotline eingehen.

Weitere Verkürzungen der Bearbeitungsanträge

Die Komplexität der Rechtsmaterie bedeutet eine rund halbjährige Einarbeitung neuer Mitarbeitender. Es ist kurzfristig gelungen, für die neuen Mitarbeitenden (seit Jahresanfang insgesamt acht Personen) im Juli eine dreitägige Grundschulung zu organisieren. Oberstes Ziel ist eine sehr gute Einarbeitung, um die seit Jahren bestehende hohe Qualität in der Sachbearbeitung und Beratung der Eltern beizubehalten. Die Bearbeitungsqualität wurde auch in den schwierigen letzten Monaten beibehalten. Es wird davon ausgegangen, dass sich ab Herbst dieses Jahres die Bearbeitungsdauer noch weiter reduzieren wird.