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Kranzniederlegung

Erinnerung an die Deportation der Sinti

Am Freitag, den 2. März 2018, erinnerten die Landeshauptstadt und die Region Hannover gemeinsam in der Gedenkstätte Ahlem an die Deportation der Sinti und Roma aus Niedersachsen. 

Die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover erinnerten an die Deportation der Sinti und Roma aus Niedersachsen. © F. Bittner/ RH

Die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover erinnerten an die Deportation der Sinti und Roma aus Niedersachsen. 

Mehr als eine halbe Million Sinti und Roma fielen dem Nazi Regime zum Opfer – sie zählen zu den häufig vergessenen Opfern des Holocaust. Vom 2. auf den 3. März 1943 wurden die Sinti aus Niedersachsen deportiert – unter ihnen mehr als 100 Kinder, Frauen und Männer aus Hannover. Die Familien wurden zusammengetrieben und über den Bahnhof Fischerhof mit dem Zug in das "Zigeunerfamilienlager" im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau transportiert. Grundlage der Deportation der Sinti und Roma in Deutschland war der so genannte "Auschwitz-Erlass" Heinrich Himmlers im Dezember 1942. 

Bei der offiziellen Gedenkveranstaltung wurde zunächst eine Gedenkstunde abgehalten, wo Thomas Hermann, Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Regionspräsident Hauke Jagau sowie Vertreterinnen und Vertreter der Opferverbände, den Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma gedachten. Die Gestaltung des Rahmenprogramms übernahmen in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler der Anti-Rassismus-AG der Alexanderschule Wallenhorst in Osnabrück in Kooperation mit dem Verein Maro Dromm Sui-Generis e.V. In den Mittelpunkt stellten die jungen Leute ein etwa 20-minütiges Theaterstück zum Leben und Schicksal der Sintezza Erna Lauenburger, genannt Unku.

Im Anschluss wurde am ehemaligen Eingangstor der Gartenbauschule auf dem Gelände der Gedenkstätte Ahlem eine neue Skulptur zur Erinnerung und zum Gedenken an die Verfolgung und Deportation der Sinti eingeweiht. Anschließend fand dort auch die gemeinsame Kranzniederlegung statt.

Mahnmal für die Sinti im Altwarmbüchener Moor

Ein weiterer Gedenkort befindet sich in Altwarmbüchen. Am 3. März 1998, zum 55. Jahrestag der Auschwitz-Deportation, wurde an der Stelle des ehemaligen Sammellagers für Sinti und Roma im Altwarmbüchener Moor ein Mahnmal eingeweiht, gestiftet durch den Niedersächsischen Verband Deutscher Sinti.