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Bundesstützpunkt

Erweiterungsbau des Sportleistungzentrums eingeweiht

In Anwesenheit des niedersächsischen Innen- und Sportministers Boris Pistorius wurde am 19. August der Erweiterungsbau der Judo- und Gerätturnhalle im städtischen Sportleistungszentrum (SLZ) im Sportpark eingeweiht. Es ergeben sich nunmehr erheblich verbesserte Trainingsbedingungen für die Bundesstützpunkte Gerätturnen (männlich) und Judo. Zudem war die Anpassung an internationale Standards erforderlich.

Die Umgestaltung der Halle mit der Verlängerung des Anlaufs ermöglicht nun auch Trainings- und Wettkampfbetrieb im Bereich Pferdsprung nach den derzeit gültigen Vorgaben. Für den Bereich Judo ist die Trainingsfläche um rund 50 Prozent vergrößert worden. Durch diese Maßnahmen sind zwei moderne, zukunftsfähige Trainingshallen entstanden, die Voraussetzung dafür sind, dass die beiden Bundesstützpunkte nachhaltig in Hannover gesichert werden können. Gleichzeitig konnte eine energetische Sanierung und die Verbesserung der Licht- und Lüftungssituation erzielt werden. 

Baukosten betrugen 4,8 Millionen

Von den insgesamt 4,8 Millionen Euro Baukosten trägt die Landeshauptstadt Hannover mit 1,83 Millionen Euro den Hauptanteil. Der LandesSportBund Niedersachsen hat sich mit 1,62 Millionen Euro aus der ihm zur Verfügung stehenden Finanzhilfe des Landes beteiligt. Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagte bei der Einweihung: "Die Fördergelder des Landes sorgen für eine weitere Stärkung des Leistungs- und Spitzensport in Niedersachsen. Der Standort Hannover ist ein echter Leuchtturm, nicht zuletzt durch Athleten wie Andreas Toba, die hier trainieren. Ich danke vor allem auch der Stadt und dem Landessportbund für das große Engagement in die Zukunft des Sports hier in Niedersachsen."

Hannover ist eine Sportstadt

Neben dem Zuschuss vom Land beziehungsweise dem LandesSportBund hat sich der Bund mit 1,35 Millionen Euro an den Kosten beteiligt. Bürgermeister Thomas Hermann zeigte sich erfreut über die Erweiterung: "Dies ist ein weiterer Schritt, unser Sportleistungszentrum nachhaltig zu sichern und auszubauen und mit erstklassigen Trainingsbedingungen die Voraussetzungen für erfolgreiche sportliche Leistungen zu bieten. Hannover ist und bleibt eine Sportstadt!" Hermann dankte Bund und Land für die Unterstützung.

Training für die Olympischen Spiele 2020

"Wir sind sehr froh, dass nach jahrzehntelangem Einsatz die Judoka und Geräteturner ihre Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2020 doch noch unter wettkampfnahen Bedingungen absolvieren können. Wir danken der Stadt für ihr erhebliches finanzielles Engagement, dem Bund und dem Land. Die Stadt wird ihrem Selbstverständnis als Sportstadt mit dieser modernen Trainingsstätte gerecht", sagte der Präsident des LandesSportBundes Niedersachsen (LSB), Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach. Er danke zudem all den Landesfachverbänden, welche die finanzpolitischen Entscheidungen des LSB für das Bauvorhaben solidarisch mitgetragen hätten.

Sanierung wird fortgesetzt

Der LandesSportBund Niedersachsen ist Träger des Olympiastützpunktes Niedersachsen (OSP), der mit seinen Laboren, Krafträumen und all seinen Servicebereichen, einschließlich Sportmedizin und Sportphysiotherapie, seit 1986 seine Heimat im Sportleistungszentrum hat. Aktuell nutzen die Trainingsstätten am Sportleistungszentrum Athlet*innen aus den Sportarten Judo, Gerätturnen (männlich), Leichtathletik, Wasserball (männlich), Rudern, Handball, Tischtennis, Para-Leichtathletik, Para-Badminton, Rugby, Triathlon, Boxen und Schwimmen. Die Sanierung des SLZ wird auch in den kommenden Jahren mit weiteren Maßnahmen fortgesetzt.