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Entwurf des Erweiterungsbaus Lutherschule © kleyer.koblitz.letzel.freivogel.

Das Gebäude ist als fünfgeschossiger Kubus geplant

Baustart Mitte 2019

Erweiterungsbau für die Lutherschule beauftragt

Ein fünfgeschossiger Kubus mit einer profilierten Klinkerfassade und großen Fensteröffnungen, "der durch seine zurückgenommene Kubatur im Erdgeschoss einen möglichst geringen 'Fußabdruck' hinterlässt": So soll der Erweiterungsbau für die Lutherschule aussehen, der ab Ende 2021 das Gymnasium räumlich ergänzen wird. Die Nutzfläche wird rund 2.000 Quadratmeter betragen. Der erste Preisträger des Wettbewerbs mit 15 Architekturbüros, das Büro kleyer.koblitz.letzel.freivogel (Berlin), wurde Anfang September 2018 mit der Realisierung seines Entwurfes beauftragt.

Anlass für den Erweiterungsbau ist der Ausbau der Schule für das Abitur nach 13 Schuljahren (G9). Gleichzeitig soll in diesem Zug die Außenstelle an der Grundschule "An der Uhlandstraße" aufgelöst werden und am Hauptstandort "An der Lutherkirche" zusammengeführt werden. Künftig können an diesem vierzügigen Gymnasium circa 1.100 Schülerinnen und Schüler unterrichtet und im Ganztagsbetrieb betreut werden. Vorgabe der Planung war, dass der Erweiterungsneubau vorrangig allgemeine Unterrichtsräume, Fachunterrichtsräume, Differenzierungsräume sowie Flächen für den Ganztagsbetrieb schaffen soll. Die Planung und Gestaltung der verbleibenden Freiflächen auf dem Grundstück war ebenfalls Teil des Wettbewerbs. Hierzu haben die Architekturbüros Arbeitsgemeinschaften mit Landschaftsarchitektinnen und -architekten gebildet.

Über den Entwurf

Der Vorplatz des Gebäudes, das am Engelbosteler Damm errichtet wird, soll nach kleyer.koblitz.letzel.freivogel als in den Stadtraum ragendes Plateau gestaltet werden und die transparente Raumzone im Erdgeschoss eng mit den Freianlagen verzahnen. Die raumgreifende Auskragung der Obergeschosse soll auch eine Art geschützte Zwischenzone bilden. Das Innere wird durch eine mittige Kernzone geprägt, an die sich die notwendigen Treppenhäuser, Sanitär- und Servicebereiche anschließen. Die Erschließungsbereiche wie Foyer und Flure erhalten freie Lernzonen an den verglasten Fassadenseiten. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss befindet sich der Ganztags- und Kunstbereich, im zweiten und dritten Obergeschoss sind die "Lernhäuser" der Jahrgangsstufen und im vierten Obergeschoss die naturwissenschaftlichen Fachräume angeordnet. Der Neubau wird über ein großzügiges Foyer vom Schulhof erschlossen. Der Entwurf für den Außenbereich kommt vom Büro sinai. landschaftsarchitekten (Berlin).

Weitere Informationen

Zweiter Preisträger des Wettbewerbs war das Büro pussert kosch architekten mit Rehwaldt Landschaftsarchitekten (beide Dresden). Der dritte Preis ging an Herbst Kunkler Architekten GmbH mit relais Landschaftsarchitekten (beide Berlin). Den Jury-Vorsitz hatte Prof. Gesche Grabenhorst (Hannover).

Bauherr ist das Gebäudemanagement der Landeshauptstadt Hannover. Bis Ende Mai 2019 wird die bestehende Flüchtlingsunterkunft an diesem Standort weiter betrieben, die bis voraussichtlich Ende Juni 2019 abgebaut wird. Anschließend soll möglichst zeitnah mit dem Bau des Schulgebäudes begonnen werden.