Ausstellung

Freilichtgalerie am Kronsberg präsentiert vierte Ausstellung "Flugkraniche"

In der Freilichtgalerie am Kronsberg ist vom 15. Oktober bis 28. November die Ausstellung "Flugkraniche" nach der Idee von Waldemar Mirek, Tomasz Smolka, Margret Costantini, Klaus Buchmann zu sehen. Die Ausstellung wird am Freitag, 15. Oktober, um 17:30 Uhr eröffnet.

Ausstellung "Flugkraniche" in der Freilichtgalerie am Kronsberg 

Die Installation "Flugkraniche" handelt von Hoffnung, Zerbrechlichkeit und Veränderung. Sie macht den Kranich zum Thema, scheinbar ein Vogel, der weltweit Menschen poetisch und ästhetisch inspiriert. Er wurde verwoben in Geschichten über das Leben und zum Symbolbild für Freiheit, Zuversicht und Solidarität. Jeder einzelne Kranich im großem Schwarm der Ausstellung ist individuell handgefertigt. Der Aufruf der Künstler*innen wurde in verschiedenste Sprachen übersetzt und international verschickt. "Ich kann es selbst noch nicht ganz glauben. Wir haben hier eine Installation mit Kranichen aus aller Welt von Hannover ausgehend," sagt Parisa Hussein-Nejad, Leitung des Stadtteilzentrums KroKuS. 

Zur Ausstellung "Flugkraniche"

In der Bewerbung des Kollektivs für diese Ausstellung berichtet der Initiator und heutige hannoversche Künstler Waldemar Mirek mit drei Jahren von seiner Musik- und Kunstlehrerin in Russland dazu inspiriert worden zu sein, seine ersten Papierkraniche zu basteln. Damals wusste er noch nicht viel über Kraniche. Begeistert von seinen eigenen Handfertigkeiten habe er sich folgend mit der Origami-Kunst auseinandergesetzt und sei später in seinem Leben auf die Geschichte eines jungen Mädchens gestoßen, das durch Hiroshima an Leukämie erkrankte und durch die alte japanische Tradition "1000 Kraniche zu falten und zu vergeben" wieder zu Zuversicht fand.

"Meine Kunstlehrerin summte beim Falten eine bestimmte Melodie", erinnert er sich.  "Erst später entdeckte ich, dass diese Melodie zu dem russischen Film 'Wenn Kraniche ziehen' unter der Regie von Michail Kalatozov gehörte. Der Film erzählt von Schicksalen, die an einem Krieg zerbrechen. Im Titelsong von Rasul Camzatov heißt es: 'Wir schweigen und schauen in den Himmel.' Schließlich endet die Legende zum Installationsentwurf in der Bewerbung mit: 'In dieser außergewöhnlichen Corona-Zeit hat dieses Projekt viele Menschen zum aktiven Mitmachen aus aller Welt angeregt, den Blick gemeinsam auf den Himmel zu richten, damit wir wie freie Vögel neue Wege finden können, denn viele von uns suchen nach persönlichen Möglichkeiten in dieser Pandemie zu überleben."

Der Hintergrund zur Freiluftgalerie am Kronsberg

Die Idee hinter der Freilichtgalerie am Kronsberg beschreibt Edin Bajric, künstlerische Begleitung, wie folgt: "Wir Kulturschaffenden brauchen Plätze, Orte an denen wir unsere Kunst präsentieren können. Wir brauchen vor allem Orte, die neue Formate ermöglichen, die frei zugänglich sind, die viele Menschen erreichen. Die nicht das klassische Format einer Galerie oder eines Kunstraumes bedienen, sondern wirklich so wie hier komplett offen und draußen sind. Formate, die eine Größe in der Arbeit ermöglichen und das gibt die Freilichtgalerie her." 

Der Weg zur Freilichtgalerie Kronsberg

Die Freilichtgalerie Kronsberg befindet sich im Laubengang am oberen Teil des Quartierparks Ecke Lehmbuschfeld / Weistfeld neben dem Spielplatz. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist sie erreichbar von der Haltestelle Kronsberg Richtung Stadtteilzentrum KroKuS und dann links oder von der Haltestelle Feldbuschwende Richtung Kronsberg und dann links. In etwa fünf Minuten Fußweite ist das Ziel.

Die bisherigen Ausstellungen

#28. Mai bis 4.Juli "Wie ein Schmetterling im Sommerwind" des colectivo bambú de mujeres

#9. Juli bis 22. August "Kronsbeere", eine temporäre Erlebnislandschaft von Möller + Petersen

#27. August bis 10. Oktober "Sophia wandelt", Frauenrechte international von der Künstlerinnen Gruppe Sophia's Time