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Nächtliche Baumaßnahme

Fundament-Arbeiten auf dem Klärwerksgelände Herrenhausen

Auf dem Gelände des Klärwerks Hannover entsteht am kommenden Wochenende ein starkes Fundament: Vom 24. April (Freitag), 16 Uhr, bis zum 25. April (Samstag), voraussichtlich 19 Uhr, werden 2.400 Kubikmeter Beton verbaut, um einen 1,65 Meter starken Unterbau zu schaffen. Das entspricht einer Menge von rund 10.000 Badewannen. Stündlich werden etwa 17 Lastwagen über die eigenen Anschlüsse des Westschnellwegs (B6) auf die Baustelle fahren und sie wieder verlassen. Mit Lärmemissionen ist zu rechnen.

Luftaufnahme der vier Klärbecken des Klärwerkes in Herrenhausen. © LHH

Kläranlage Herrenhausen 

Die Fundamente bilden die Grundlage für zwei neue Faulbehälter, die zum Großprojekt "Neubau der Schlammbehandlung" auf dem Gelände des Klärwerks Herrenhausen gehören. Insgesamt rund 32 Meter hoch werden die Bauwerke sein. Das Fundament wird ein Gewicht von gut 300.000 Tonnen tragen. Ab 2022 werden die beiden markanten Faultürme samt Treppenturm zu sehen sein und später den bisherigen Behälter an der B6 ersetzen, dessen technische Nutzungsdauer dann erreicht sein wird.

Beton muss unterbrechungsfrei eingebracht werden

"Wir bitten die Anwohner*innen um Verständnis, insbesondere für die nächtlichen Arbeiten. Aus technischen Gründen muss der Beton unterbrechungsfrei eingebracht werden", sagt Matthias Görn, Leiter der Stadtentwässerung Hannover. "Mit den Bauarbeiten werden nicht nur Lärmemissionen von den Fahrzeugen, sondern auch von den Betonpump- und Verdichtungsarbeiten verbunden sein. Wir versuchen, die Lärmentwicklung so gering wie möglich zu halten."

Kosten in Höhe von 190 Millionen Euro bis zum Jahr 2026 

Für die zwei Bauabschnitte sind Kosten in Höhe von rund 190 Millionen Euro bis zum Jahr 2026 veranschlagt. Sie umfassen die bereits gebaute Energiezentrale samt Gasspeicher und die neuen Faultürme mit Betriebsgebäude. Darüber hinaus entsteht eine neue Schlammentwässerung mit sogenannten Vor- und Nacheindickern. Zudem werden die Vorklärbecken und Zuwegungen saniert. Ziele des Projektes sind neben der nötigen Modernisierung die Steigerung der Energieproduktion und Erhöhung der Betriebssicherheit des Klärwerkes Herrenhausen. Damit gehört dieses Vorhaben zu den wichtigen Bestandteilen des umfangreichen Investitionsprogramms der Stadtentwässerung Hannover: Bis zum Jahr 2035 sollen insgesamt bis zu zwei Milliarden Euro in die Erneuerung der Infrastruktur der Stadtentwässerung investiert werden.

Klärwerk Herrenhausen reinigt jährlich 24,2 Millionen Kubikmeter Abwasser

Das Klärwerk Herrenhausen ist eines von zwei Großklärwerken der Stadtentwässerung Hannover. Dort werden jährlich 24,2 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt.

Über die Stadtentwässerung Hannover

Seit mehr als 120 Jahren sorgt die Stadtentwässerung Hannover, als Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Hannover, auf hohem Niveau für Wasserqualität für derzeit rund 750.000 Menschen im Stadtgebiet und den Umlandgemeinden. Nach Hamburg und Berlin verfügt Hannover mit 2.538 Kilometern Länge über das drittlängste Kanalnetz in Deutschland sowie zwei Großklärwerke mit einer Ausbaugröße von 1.250.000 Einwohnergleichwerten (EW), in denen jedes Jahr rund 60 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt werden. Mit einem Anlagenwert von 812 Millionen Euro sind die Entwässerungsanlagen einer der größten Vermögenspositionen der Landeshauptstadt Hannover. Die Stadtentwässerung schafft damit eine wesentliche Voraussetzung für gesundes und umweltbewusstes Leben in der Stadt. Nachhaltigkeit, Arbeitssicherheit, Umwelt- und Gewässerschutz sowie Gebührenstabilität und beste Beratung bei allen Abwasserfragen sind dabei selbstverständlich. Seit 1996 ist die Stadtentwässerung Hannover ein kommunaler Eigenbetrieb, der mit seiner Arbeit viel für die Bürger*innen der Landeshauptstadt Hannover und der Region leistet.