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GFZ

Gesellschaftsfonds Zusammenleben fördert Projekte zur Jugendbeteiligung

Die Entscheidung zum diesjährigen Ideenwettbewerb des Gesellschaftsfonds Zusammenleben (GFZ) ist gefallen. Thema dieses Jahres war "Mach mit! Junge Menschen gestalten Integration in Hannover". Mit der diesjährigen Themenwahl sollten Jugendliche motiviert werden, sich kommunalpolitisch zu engagieren. Diese Rechnung ging auf: Bis zum Ende der Bewerbungsfrist im Juni gingen 30 Anträge mit einem Fördervolumen von insgesamt 550.000 Euro ein. Die GFZ-Jury empfahl dem Internationalen Ausschuss die Förderung von 13 Projekten, die zur Durchführung Zuwendungen in Höhe von insgesamt 135.000 Euro erhalten sollen – der Ausschuss stimmte zu und legte damit die Weichen für mehr Jugendbeteiligung in der Stadt.

Von den vielen Antragssteller*innen konnte unter anderem Keliane Rosanda mit ihrem Projekt "Black lives matter" die Jury überzeugen. An dem Projekt nehmen junge Menschen im Alter von 20 bis 26 Jahren teil, um gemeinsam über das Thema Rassismus aufzuklären. Ihr Anliegen ist es, ihren Mitbürger*innen zu helfen, sensibler und aufgeklärter an dieses Thema heranzugehen. Sie fordern zum Beispiel, dass Unternehmen bei Personalentscheidungen stärker auf Diversität achten, und dass Schulen besser über Rassismus und Kolonialgeschichte aufklären. Durch die Gestaltung von vier Kulturtagen durch Jugendliche soll ihr Lebensgefühl in Form von Tanz, Gesang und weiteren Performances präsentiert werden. Aufgrund der Covid 19-Einschränkungen sind auch Online-Diskussionen und Beiträge über Youtube geplant. Ziel ist eine größere öffentliche Präsenz von Menschen mit dunkler Hautfarbe und eine Sensibilisierung zum Thema Rassismus. Jugendliche und junge Erwachsene sollen sich mitteilen können und in öffentlichen Diskussionen und Debatten Gehör finden.

Arbeitsgemeinschaft Jugend gehört zu ausgewählten Projektträgern 

Zu den ausgewählten Projektträger*innen gehören nicht nur Vereine und Verbände, sondern auch die Arbeitsgemeinschaft Jugend, die an der Überarbeitung des Lokalen Integrationsplans (LIP) mitwirkt. Diese setzt sich für die Einführung unabhängiger Antidiskriminierungsstellen in Bildungseinrichtungen ein, die von jungen geschulten Menschen geführt werden sollen. Betroffene erhalten einen schnellen und niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützung vor Ort.

Hintergrund

Der GFZ-Ideenwettbewerb findet seit 2009 jedes Jahr statt und soll das zivilgesellschaftliche Engagement in der Stadt stärken.