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Max-Spohr-Preis
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Hannover gewinnt den Max-Spohr-Preis

Diversity-Management

Hannover gewinnt den Max-Spohr-Preis

Die Landeshauptstadt Hannover hat für ihr Engagement im Bereich Diversity-Management den Max-Spohr-Preis des Völklinger Kreises gewonnen. Personal-, Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin Rita Maria Rzyski nahm den Preis am Abend des 11. September im Beisein der Schirmherrin der Veranstaltung, Justizministerin Dr. Katarina Barley, in der Berliner Kulturbrauerei entgegen.

Maximilian Horn, Grace Proch, Rita Maria Rzyski und Juliane Steeger © LHH

Maximilian Horn*, Grace Proch*, Rita Maria Rzyski und Juliane Steeger* (v.l., *: Beauftragte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt bei der LHH)

Begleitet wurde Rita Maria Rzyski von einer Delegation der Landeshauptstadt Hannover. "Vielfalt ist für uns als Arbeitgeberin und Dienstleisterin zentrales Thema", erklärte die Dezernentin. "Das beinhaltet für uns alle Aspekte in denen wir uns vielfältig unterscheiden: die kulturelle oder ethnische Zugehörigkeit, die soziale Herkunft, das hohe oder junge Alter, die körperlichen, geistigen und psychischen Fähigkeiten, das Geschlecht oder die geschlechtliche und sexuelle Identität jeder Person," so Rzyski weiter.  

Diversity-Dimension seit 15 Jahren Teil des Arbeitsspektrums der Landeshauptstadt Hannover

Die Diversity-Dimension "Sexuelle und geschlechtliche Identität", auf die in der Bewerbung besonderer Fokus gelegt wurde, ist seit mehr als 15 Jahren Teil des Arbeitsspektrums der Landeshauptstadt Hannover. Sie ist damit, gemeinsam mit der Landeshauptstadt München, eine der ersten Städte in Deutschland, die die Arbeit für lesbische, schwule, bisexuelle sowie transgeschlechtliche und intergeschlechtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Einwohnerinnen und Einwohner (kurz: LSBTI) als Teil ihrer Aufgaben erkannt haben. Bei der Landeshauptstadt Hannover ist sie logischer Bestandteil der übergreifenden Diversity-Arbeit. "Die positiven Effekte eines ganzheitlichen Diversity-Managements sind belegt", führte Rzyski weiter aus. "Ein Arbeitsumfeld, in dem wertschätzend mit Vielfalt umgegangen wird, fördert nicht nur Arbeitszufriedenheit und Identifikation mit der Arbeitgeberin, sondern auch Kreativität und Innovation. Nicht zuletzt bringt ein erfolgreiches Diversity-Management einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bei der Personalgewinnung."

Landeshauptstadt Hannover: "Vielfalt ist unsere Stärke"

Für die Stadtverwaltung spielt Diversity-Management jedoch darüber hinaus noch eine weitere, entscheidende Rolle. "Als Kommune sind wir Dienstleisterin für die Einwohnerinnen und Einwohner unserer Stadt", betonte die Dezernentin. "Um unsere Dienstleistungen an die vielfältigen Lebenserfahrungen und Bedürfnisse unserer Einwohnerinnen und Einwohner anzupassen und in unserer Stadt ein respektvolles Zusammenleben in Vielfalt zu gestalten, bedarf es einer aktiven Vielfaltspolitik und der Zusammenarbeit einer vielfältigen Belegschaft. 'Vielfalt ist unsere Stärke' ist nicht umsonst das Motto der Landeshauptstadt."

Auch OB Schostok begrüßt Auszeichnung

"Der Preis ist für uns eine Ehrung, vor allem aber ein Ansporn", begrüßt Oberbürgermeister Stefan Schostok die Auszeichnung. "Als zukunftsorientierte Metropole müssen Aspekte wie Vielfalt und Nachhaltigkeit selbstverständlicher Teil unserer wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Stadtentwicklung sein. Die Erarbeitung und Umsetzung entsprechender Nachhaltigkeits- und Diversity-Strategien stehen daher in den kommenden Jahren im Fokus unserer Arbeit." 

Begründung der Jury

Die Jury begründete die Ehrung mit folgenden Worten: "Die Landeshauptstadt Hannover ist eine etablierte Playerin für Diversity-Arbeit geworden, die sich dabei besonders durch eine hohe Glaubwürdigkeit der Diversity-Arbeit auszeichnet." Besonders hob die Jury die hohe hierarchische Verankerung des Diversity-Managements hervor, dessen Umsetzungsverantwortung bei der Fachbereichsleitung Personal und Organisation liegt, sowie die finanziellen und personellen Ressourcen, die die Landeshauptstadt für die verschiedenen Diversity-Bereiche, vor allem auch im Fokusbereich des Max-Spohr-Preises (sexuelle und geschlechtliche Vielfalt) einsetzt. Die Jury lobte in dem Kontext das sehr hohe Engagement der Stabsstelle der LSBTI-Beauftragten. Sichtbar sei "wie viel Herzblut in die Arbeit hineingesteckt wird". In ihrer Begründung für die Ehrung führte die Jury außerdem die verpflichtenden Trainings für Führungskräfte sowie die verschiedenen fachspezifischen Schulungen und Sensibilisierungen auf der Basis von Wertschätzung als maßgeblich für eine diskriminierungsfreie Stadtverwaltung mit einer positiven Gesamtatmosphäre an. Die Vernetzung der verschiedenen Vielfaltsbereiche in der Vernetzungsgruppe Diversity-Management und die Manifestierung der Diversity-Werte in der Selbstverpflichtung und den Leitlinien der Stadt seien dabei wegweisend für die Entwicklung des Diversity-Managements der Landeshauptstadt Hannover.

Hintergrund

Der Max-Spohr-Preis ist eine Auszeichnung des Völklinger Kreis e. V., mit der seit 2001 alle zwei Jahre Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in Deutschland geehrt werden, die auf vorbildliche Weise Vielfalt in ihren Organisationen durch Diversity-Management unterstützen. In den Bewerbungskriterien wird besonderer Wert auf die Umsetzung des ganzheitlichen Diversity-Gedankens gelegt. Ein spezifischer Fokus sind hierbei Instrumente zur Förderung der Kerndimension "Sexuelle und geschlechtliche Identität" und Programme für lesbische, schwule, bisexuelle sowie transgeschlechtliche und intergeschlechtlichen (LSBTI) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach der Landeshauptstadt München und der Stadt Dortmund ist die Landeshauptstadt Hannover die dritte Kommunalverwaltung, die den Max-Spohr-Preis erhält.

Weitere Preisträger

Bisherige Preisträger des Max-Spohr-Preises waren daneben die Ford Werke GmbH, die Deutsche Bank AG, die Deutsche Bahn AG, die Volkswagen Financial Services AG, die SAP AG, die IBM Deutschland GmbH und die Commerzbank AG, die Deutsche Telekom AG, die Daimler AG, EY (Ernst & Young GmbH) und die Berliner Verkehrsbetriebe BVG AöR.