Lagebericht zur Stadtentwicklung

Hannover im deutschen Großstädtevergleich

Die Landeshauptstadt Hannover hat ihren neuen Lagebericht 2019 zur Stadtentwicklung veröffentlicht. Dieser Großstädtevergleich zu einem Dutzend Themenfeldern vergleicht regelmäßig die 15 größten Städte Deutschlands bei verschiedenen stadtentwicklungsrelevanten Aspekten, unter anderem Demografie, Wohnungsmarkt, Wirtschaft und Verkehr, Soziales, Bildung und Kultur. Das Benchmarking erleichtert eine Einschätzung der lokalen Gegebenheiten und Entwicklungen.

Die Bevölkerung ist auch 2018 im Großstädtevergleich gewachsen, aber mit weniger Dynamik als in den Vorjahren (+0,6 Prozent sowohl in Hannover als auch im Schnitt aller 15 Großstädte). Auf die Städte entfiel dabei mehr als doppelt so viel Wachstum wie auf Deutschland insgesamt. Zum fünften Mal in Folge gab es im Großstädtevergleich insgesamt einen Geburtenüberschuss, in Hannover war das Verhältnis von Geburten und Sterbefällen ausgeglichen. Alle Städte haben Wanderungsgewinne erzielt.

Wohnungsneubau wurde gesteigert

Beim Thema Wohnen schlagen auch in Hannover die Anstrengungen der letzten Jahre positiv zu Buche: Der Wohnungsneubau wurde deutlich gesteigert. Die Mieten steigen zwar immer noch an, wenn auch etwas verhaltener als bislang. Viele Städte – so auch Hannover – arbeiten mit Bündnissen für Wohnen daran, mehr bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Absolute PKW-Anzahl gestiegen

Die PKW-Anzahl bezogen auf die Einwohner*innenzahl ist zwar in Hannover aufgrund des Bevölkerungswachstums leicht gesunken, die absolute Zahl allerdings leicht gestiegen. Parallel entwickeln sich alternative Angebote, wie etwa Car-Sharing, positiv. In Hannover gibt es 2019 mit 99 Carsharing-Autos pro 100.000 Einwohner*innen 55 Prozent mehr als noch beim letzten Ranking 2017.

Auswirkungen der Pandemie 

Weil die Daten des diesjährigen Großstädtevergleichs sich überwiegend auf die Jahre 2018/2019 beziehen, sind die Effekte der COVID-19-Pandemie ab März 2020 außer im Kapitel Innenstadt – Einzelhandel noch nicht berücksichtigt. Zukünftige Großstädtevergleiche bieten die Möglichkeit, die Auswirkungen der Pandemie auf zahlreiche Aspekte des Lebens wie zum Beispiel Kultur und Tourismus messen zu können.