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Bundesweite Studie

Hannover ist eine beliebte Einkaufsstadt

Bei der zum zweiten Mal bundesweit durchgeführten Studie "Vitale Innenstädte" vom Institut für Handelsforschung (IFH) aus Köln, an der insgesamt 121 Städte teilgenommen haben, hat Hannover überdurchschnittlich gut abgeschnitten.
Die Ergebnisse der Studie wurden am 15. Februar 2017 von Markus Preißner, wissenschaftlicher Leiter beim IFH, vorgestellt.

"Hannover punktet als Einkaufsstadt mit einem vielfältigen Einzelhandelsangebot, attraktiven Freizeitmöglichkeiten und einer sehr guten Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)", so Preißner. Insgesamt erhält die Stadt die Note 2,4 und liegt damit deutlich über dem Gesamtdurchschnitt von 2,7, den die Städte in dieser Befragung von ihren Kunden bekamen. Verbesserungsbedarf sieht Preißner bei der Erreichbarkeit mit dem PKW, bei Parkmöglichkeiten sowie bei der Sauberkeit und dem Zustand von öffentlichen Fassaden, Plätzen und Grünflächen.

Nicht nur Shopping, sondern auch Freizeiterlebnis

Zwar bleibt der Handel Frequenzbringer Nummer eins, doch die Menschen suchen heute ein umfassendes Freizeiterlebnis. Die attraktive Funktionsmischung und -vielfalt einer Innenstadt bringt viele Akteure an einen Tisch. Kooperation ist notwendiger denn je. Händler, Gastronomen, Dienstleister, Theater, Museen und Ämter stimmen Öffnungszeiten, Aktionen und Marketing-Maßnahmen ab. Immobilienbesitzer und Kommunen schaffen mit schönen Fassaden, einladenden Plätzen, grünen Oasen mit Spielplätzen sowie barrierefreier Pflasterung Atmosphäre und ein attraktives Stadtbild.

Grundlage für künftige Entwicklung

Zur Präsentation der Ergebnisse hatten die Stadt Hannover und der Handelsverband Hannover eingeladen, die die Teilnahme der Stadt an der Studie ermöglicht hatten. Zusammen mit rund 40 Gästen diskutierten Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette und Monika Dürrer, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands, wie Hannover im digitalen Zeitalter noch attraktiver werden und vor allem für junge Leute an Aufenthaltsqualität gewinnen kann. "Mit der Studie haben wir die Grundlage, um nach zielführenden und nachhaltigen Ansätzen zu suchen, Hannover für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gäste noch lebendiger und lebenswerter zu machen", so Tegtmeyer-Dette.

Ein Drittel kommt von außerhalb

Rund ein Drittel der Besucher Hannovers kommt laut der Studie von außerhalb, das Durchschnittsalter beträgt 43,9 Jahre. Alle Altersklassen sind vertreten, nur die unter 25-Jährigen sind im Vergleich zum Ortsgrößendurchschnitt leicht schwächer repräsentiert. Hier muss sich Hannover aber in der Kategorie über 500.000 Einwohner auch mit Städten wie Hamburg, Berlin oder Köln messen.

Online beraten, offline kaufen

Beim Konsumverhalten zeigen sich die Befragten treu: Die überwiegende Mehrheit nennt die Innenstadt als ihre präferierte Einkaufsstätte. Nur bei Unterhaltungselektronik und im Bereich Wohnen/Einrichten weichen viele auf Fachmarktstandorte am Stadtrand oder das Internet aus. Fast 60 Prozent kommen täglich oder mehrmals die Woche in die City, gut die Hälfte der Besucher verbringt mehr als zwei Stunden dort. Aber auch die Zahl der gezielten Käufe ist hoch: über 40 Prozent besuchen nur ein bis zwei Geschäfte.

"Die Kunden kommen heute immer öfter gezielt und vorinformiert in die Läden", bestätigt Monika Dürrer. "Der Schaufensterbummel und die Produktauswahl finden stärker im Internet statt. Darauf muss der Handel reagieren und die Kunden auch online informieren und kompetent beraten."

Hintergrund zur Studie

Für diese größte, empirisch basierte Untersuchung zur Zukunft der Stadtzentren wurden an zwei Wochentagen in Hannover über 1.600 Besucher und zeitgleich in allen anderen teilnehmenden Städten insgesamt fast 60.0000 Kunden befragt.