HANNOVER.DE | Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Zuletzt aktualisiert:

Unterkunft auf Zeit

Hilfe für wohnungslose Menschen in Hannover kommt an

In der Jugendherberge Hannover finden wohnungslose Menschen seit dem 15. April eine Unterkunft auf Zeit. Am 29. April besuchte Gesundheits- und Sozialministerin Carola Reimann gemeinsam mit Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und Regionspräsident Hauke Jagau die Einrichtung und zog dabei ein erstes positives Fazit: "Bereits zwei Wochen nach Öffnung der Unterkunft haben hier 100 Menschen einen Rückzugsort gefunden, einen Platz zum Schlafen und Duschen. Ich bin sehr froh, dass das Angebot so gut angenommen wird."

Sechs Personen vor einem Gebäude – dazwischen viel Abstand. © Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Oberbürgermeister Belit Onay, Dr. Andreas Schubert (Vorstand Caritasverband Hannover e.V.), Ministerin Dr. Carola Reimann, Rainer Müller-Brandes (Geschäftsführer und Diakoniepastor des Diakonischen Werks Hannover), Norbert Dettmar (Geschäftsführer Deutsches Jugendherbergswerk) und Regionspräsident Hauke Jagau.

In Zeiten von Corona sind Faktoren wie eine gute Handhygiene und die Reduzierung von sozialen Kontakten besonders wichtig. "Wohnungslose Menschen finden sich verständlicherweise oft in Gruppen auf der Straße zusammen. Da ist das Infektionsrisiko deutlich höher. Wenn man sich dann noch nicht einmal die Hände waschen kann, bringt das Leben ein besonders großes Ansteckungsrisiko mit sich", so Reimann.

Gemeinsames Projekt 

Der Caritasverband und das Diakonische Werk betreiben die Unterkunft gemeinsam und kümmern sich um die Menschen in der Einrichtung. Die Kosten für Anmietung, Versorgung und Warmverpflegung werden zu je einem Drittel vom Land Niedersachen, der Region Hannover und der Landeshauptstadt Hannover getragen. Die Jugendherberge bietet insgesamt Platz für rund 200 Menschen. 

Ministerin Reimann dankt allen Partner*innen

Dr. Carola Reimann nahm ihren Besuch zum Anlass, sich bei den Kooperationspartner*innen zu bedanken: "Die aktuelle Zeit mit ihren Einschränkungen ist für uns alle fordernd. Für Menschen auf der Straße ist sie besonders prekär. Ich danke den Akteurinnen und Akteuren hier vor Ort herzlich. Sie leisten mit guten und pragmatischen Lösungen einen wichtigen Beitrag, damit jede und jeder die Chance bekommt, gesund durch die Krise zu kommen."