Igelschutz

Igel auf dem Stadtfriedhof Stöcken ausgewildert

Im aktion tier Igelzentrum Niedersachsen haben 120 Igel überwintert, die in den vergangenen Wochen nach und nach ausgewildert wurden. Eines der Tiere "wohnt" seit dem 21. Mai 2021 auf dem Stadtfriedhof Stöcken.

Tierärztin Karolin Schütte von aktion tier Igelzentrum Niedersachsen mit dem ausgewilderten Igel

Der männliche Igel kam mit einem Gewicht von 200g ins Igelzentrum und wurde noch vor dem Winterschlaf stark aufgepeppelt. Bei seiner Auswilderung brachte er nun 800g auf die Waage. Bereits 2020 waren auf dem Stadtfriedhof Engesohde fünf Tiere ausgewildert worden.

Zur Unterstützung des Tieres steht am Auswilderungsort vorübergehend ein Igelhaus, in das er sich zurückziehen kann. Für eine Übergangszeit von etwa zwei Wochen wird der Igel zudem noch gefüttert, bis er sich an seine neue Umgebung gewöhnt hat. Wer auf dem Stadtfriedhof oder auch an anderen Stellen ein solches Häuschen entdeckt, wird gebeten, den Deckel geschlossen zu halten, um die Tiere nicht zu stören.

Der Stadtfriedhof Stöcken mit seinem markanten, im neugotischen Stil gebauten Eingangsbereich umfasst eine Fläche von 55 Hektar mit derzeit 17.000 Grabstätten. Der Struktur- und Artenreichtum des Areals mit altem Baumbestand, Hecken, Gebüschen, Wiesenbereichen, vielfältigen Grabpflanzungen und einem 2,5 Hektar großen Teich machen den Friedhof zu einem wichtigen Lebensraum für Wildtiere in der Stadt. Hier leben unter anderem zahlreiche Insektenarten, viele verschiedene Vögel, Frösche und Eichhörnchen. 

Das Igelhaus steht vorübergehend als Rückzugsort zur Verfügung