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Vinnhorst

In den Poelzig-Bau soll ein Hotel einziehen

Die Landeshauptstadt Hannover hat den historischen Poelzig-Bau am Mittellandkanal verkauft. Käuferin der Immobilie in der Beneckeallee 28 (Stadtteil Vinnhorst) ist die Bexor Konzept GmbH. Das Unternehmen beabsichtigt, ein Hotel im denkmalgeschützten Gebäude zu eröffnen. "Wir freuen uns, dass dem Haus jetzt eine sehr positive Perspektive bevorsteht. Mit dem geplanten Vorhaben werden das Areal und die Umgebung revitalisiert und deutlich aufgewertet", unterstreicht Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette.

Ein sanierungsbedürftiges Gebäude © LHH

Der Poelzig-Bau wurde Anfang der 1920er-Jahre als Verwaltungsgebäude für die Firma Gebrüder Mayer errichtet

Das in den Jahren 1923/24 für die Firma Gebrüder Mayer (Großhandlung für textile Altstoffe) errichtete Gebäude ist eines der wenigen expressionistischen Bauten des Werkbund-Architekten Hans Poelzig. Seit 1938 ist es im städtischen Besitz. Es wurde in Zeiten der Wirtschaftskrise in den 1930er-Jahren und nach dem zweiten Weltkrieg so umgebaut, dass dringend benötigter Wohnraum entstand.

In den vergangenen Jahren hat die Landeshauptstadt Hannover mit mehreren Interessent*innen Besichtigungen vereinbart und Gespräche geführt. In den weiteren Verhandlungen hat die Bexor Konzept GmbH das überzeugendste Nutzungs- und Sanierungskonzept abgegeben. Das Unternehmen betreibt im Stadtteil Vinnhorst bereits ein Hotel und möchte das bestehende Gebäude denkmalgerecht sanieren und umbauen und ein modernes und zeitgemäßes Angebot schaffen. Unter anderem ist geplant, die historische Fassade (einschließlich Fenstersanierungen) und die Eingangshalle wiederherzustellen, energetische Maßnahmen in Zusammenarbeit mit proKlima und unter der Berücksichtigung des Denkmalschutzes durchzuführen sowie einen Teil der Stellplätze mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge auszustatten.

Im Rahmen einer Bauvoranfrage ist das Vorhaben mit den zuständigen Planungsbehörden abgestimmt und positiv beschieden. Aus stadtplanerischer Sicht wird eine Hotelnutzung am Rande des Industriegebietes mit einer verkehrsgünstigen überörtlichen Anbindung befürwortet.

(Veröffentlicht am 12. Juni 2019)