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Personalie

Jacqueline Knaubert-Lang ist neue Leiterin der VHS

Am 1. Juli hat Jacqueline Knaubert-Lang offiziell die Leitung der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover übernommen. Sie folgt auf Michael Guttmann, der im März 2019 in den Ruhestand gegangen ist. Mit Knaubert-Lang hat die VHS nach Ada Lessing zum zweiten Mal in ihrer 100-jährigen Geschichte eine weibliche Leitung.

"Jacqueline Knaubert-Lang bringt reichhaltige Erfahrungen in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen mit. Deutsch als Fremdsprache, Integration und Teilhabe, Bildungskoordination für Zugewanderte sind weitere Schwerpunkte ihrer bisherigen Arbeit. Ihre Qualifizierung hat sie unter anderem in leitenden Funktionen an der VHS des Landkreises Wolfenbüttel unter Beweis gestellt. Die VHS Hannover bekommt mit ihr eine Leiterin, deren Profil bestens zur Ausrichtung der modernen Volkshochschule passt," unterstreicht Personal-, Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin Rita Maria Rzyski.

Die gebürtige Saarländerin Knaubert-Lang hat nach ihrer Ausbildung zur examinierten Krankenschwester unter anderem Politikwissenschaften und Soziologie an der Universität des Saarlandes und in Aachen studiert. Ihr Diplom hat sie mit dem Schwerpunkt Pädagogik, Psychologie, Soziologie an der TU Braunschweig abgelegt.

Ihre beruflichen Stationen reichen vom Caritasverband Wolfenbüttel mit dem Projekt "berufsorientierende Maßnahmen für schulpflichtige junge Erwachsene an Haupt- und Förderschulen" bis zum Bildungszentrum Landkreis Wolfenbüttel (VHS), als Stellvertretende Leiterin sowie Abteilungsleiterin für "Integration und Gesellschaft". Außerdem war sie während eines zweieinhalb jährigen Aufenthaltes in China am Goethe-Jinchuang-Sprachlernzentrum in Shanghai tätig.

Seit August 2018 ist Knaubert-Lang an der VHS Hannover als Bereichsleiterin Kursprogramm und für das Programm Weitere Fremdsprachen zuständig.

Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover

Die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule ist das kommunale Erwachsenenbildungszentrum der Landeshauptstadt Hannover. Mit ihrem modernen Bildungs- und Bürokomplex in der Altstadt und verschiedenen Nebenstellen im Stadtgebiet positioniert sie sich als qualifizierte und bürgernahe Einrichtung.

Vor dem Hintergrund gesellschaftspolitischer Veränderungen und Herausforderungen zum Bespiel durch die Digitalisierung verändern sich individuelle Bildungsbedürfnisse und gesellschaftliche Bildungsbedarfe. Eine Volkshochschule muss darauf mit ihren Angeboten reagieren. Dazu werden Kooperationen ausgebaut, innovative, diskursive Austauschmöglichkeiten entwickelt, neue Lernformen erprobt und kreativ genutzt.

Eine moderne, weltoffene Stadt braucht eine starke und urteilsfähige Zivilgesellschaft. Erwachsene aus allen sozialen Schichten, unterschiedlichen Milieus und Kulturen, Menschen mit und ohne Behinderungen und mit unterschiedlichen Lernerfahrungen sollen einen offenen und anregenden Ort mit einem breiten Spektrum an Themen und Angeboten vorfinden. Als solchen Ort versteht sich die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule.

Der Begriff "Volkshochschule" wurde vor 100 Jahren zum ersten Mal in der Verfassung der Weimarer Republik gesetzlich verankert. Erwachsenenbildung erhielt somit Verfassungsrang.

In der Folge gab es ab dem Jahr 1919 deutschlandweit einen Gründungsboom von Volkshochschulen. Ada Lessing ist Mitbegründerin und erste Geschäftsführerin der Hannoverschen Volkshochschule, die 1919 in Linden gegründet wurde.

Die Volkshochschule Hannover wird unter anderem am 20. September 2019 im Rahmen der deutschlandweiten "Nacht der Volkshochschulen" an die Geschichte der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover erinnern und das 100-jährige Jubiläum feiern.