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Beratung und Hilfe

Jugendberufsagentur ist eröffnet

Seit dem 2. März ist die Jugendberufsagentur Hannover geöffnet. Bei der offiziellen Einweihung hatten junge Menschen im Rahmen eines bunten Programms dann Gelegenheit, "ihre" Jugendberufsagentur kennenzulernen.

Eröffnung der Jugendberufsagentur © Agentur für Arbeit Hannover

Bei der Eröffnung der Jugendberufsagentur: Heike Döpke, Michael Stier, Erwin Jordan (Dezernent für Soziale Infrastruktur, Region Hannover), Rita Maria Ryzski (Dezernentin für Bildung, Jugend und Familie, Landeshauptstadt Hannover) (in der Mitte v.l.) sowie Auszubildende der Agentur für Arbeit Hannover

Die neue Einrichtung bietet Jugendlichen alle Informationen und Ansprechpartner für den Einstieg in Ausbildung und Beruf unter einem Dach, auf kurzen Wegen, ohne lästige Terminabsprachen an mehreren Stellen in der Stadt. Sie finden individuelle Beratung und Hilfe bei der Berufswahl, Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche sowie Betreuung bei persönlichen und sozialen Schwierigkeiten. Ihre Ansprechpartner können sich bei Bedarf kurzfristig untereinander austauschen: Die Jugendberufsagentur Hannover erleichtert ihnen insgesamt den Start in das Berufsleben.

Die Kooperationspartner – die Agentur für Arbeit, die Region Hannover, die Landeshauptstadt Hannover und das Jobcenter Region Hannover – wollen mit der Jugendberufsagentur außerdem die zielgerichtete Kommunikation und damit die Transparenz über die vielfältigen Hilfs- und Förderangebote für Jugendliche weiter verbessern.

Zusammenlegung und Vernetzung

Für die Jugendberufsagentur wurden die Organisationseinheiten der Partner, die für junge Menschen Angebote machen, mit insgesamt 180 Mitarbeitern zusammengelegt. Die Jugendberufsagentur Hannover ist neben der Jugendberufsagentur Garbsen die zweite Einrichtung dieser Art in der Region Hannover.

Integriert in die Jugendberufsagenturen ist das Projekt Pro-Aktiv-Center, kurz PACE, das junge Menschen mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen durch intensive Betreuung über einen längeren Zeitraum stabilisiert und unterstützt. Das Pro-Aktiv-Center wird durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), des Landes Niedersachsen und der Region Hannover gefördert.

Wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Jugendberufsagenturen ist die Vernetzung unter anderem mit Schulen, Sozial- und Bildungseinrichtungen und Betrieben vor Ort.

"Passgenaue Unterstützung für junge Menschen"

"Ziel der Jugendberufsagentur ist es, gebündelte und passgenaue Unterstützung für junge Menschen unter einem Dach zu vereinen – und damit ein offenes und niedrigschwelliges Angebot zu schaffen", so Regionspräsident Hauke Jagau. "Mit der neuen Jugendberufsagentur in Hannover ist ein weiterer Schritt dafür getan, Jugendlichen und jungen Erwachsenen so früh wie möglich Begleitung und Perspektiven anzubieten und damit der Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken."

Übergang möglichst reibungslos gestalten

"Aus der Arbeit unserer Jugendberufshilfe und für das Programm Pro-Activ-Center (PACE) wissen wir, wie wichtig es ist, Jugendlichen den Übergang von Schule zu Beruf so reibungslos wie möglich zu gestalten. Gerade bei den jungen Menschen, deren Situation aufgrund persönlicher Kompetenzen und Erfahrungen oder Krisen schon problematisch ist, müssen 'Brüche' wie Arbeitslosigkeit und Wartezeiten oder Frustration durch unübersichtliche Angebote soweit wie möglich vermieden werden. Allein für die über 500 jungen Menschen, die von der Stadt 2016 im Rahmen von PACE betreut wurden, wird die Jugendberufsagentur Hannover die notwendige einfache Anlaufstelle bieten. Daran beteiligen wir uns sehr gern", erklärt Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover.

"Niemanden verlieren"

"Wir wollen allen Jugendlichen ein Angebot machen und dabei niemanden verlieren. Die Orientierungs-, Beratungs- und Förderangebote sind sehr vielfältig und sollen individuell ansetzen – dort wo es am besten passt. Wenn wir nun durch den engen Austausch zwischen den Partnern der Jugendberufsagentur direkt und abgestimmt helfen können, dann ist der Erfolg für die Jugendlichen und die Gesellschaft absehbar", so die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hannover, Heike Döpke.

Der Geschäftsführer des Jobcenter Region Hannover, Michael Stier, betont: "Alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen müssen dieselbe Chance auf Ausbildung haben – unabhängig von ihrer Herkunft oder den individuellen sozialen Rahmenbedingungen. Durch die bessere Verzahnung der beteiligten Partner werden auch leistungsschwächere Jugendliche gezielter an Ausbildung und Beschäftigung herangeführt und begleitet. Damit erhöhen wir auch die Aussichten, dass die Ausbildung ein Erfolg wird und Abbrüche vermieden werden. Hinter dieser einen Tür der Jugendberufsagentur bekommen junge Erwachsene jede Unterstützung, die sie brauchen, um die Fachkräfte von morgen zu werden."

Leistungen der Jugendberufsagentur

Die Jugendberufsagentur steht für Unterstützungsangebote und bietet Hilfe:

  • bei der Orientierung durch Beratung und Informationen zu Ausbildungsberufen und Studiengängen
  • bei Fragen zu beruflicher Qualifizierung und der Suche nach einem Ausbildungs- und Arbeitsplatz sowie Fragen zur Bewerbung
  • bei sozialen Fragen z.B. beim Umgang mit Behörden und der Klärung finanzieller Fragen sowie bei persönlichen Problemen oder existenzieller Not wie zum Beispiel Wohnungslosigkeit
  • bei Problemen am Ausbildungs- oder Arbeitsplatz bis zu den Fragen zum Arbeits-losengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Wie ist das Verfahren?

Alle jungen Menschen werden in einem gemeinsamen Empfangsraum begrüßt. Dort wird geklärt, um welches Anliegen es geht und wer am besten helfen kann. Je nach Zuständigkeit laut Sozialgesetzbuch (SGB) kann es das Jobcenter (SGB II), die Agentur für Arbeit (SGB III) oder die Jugendhilfe der Stadt und der Region (SGB VIII) sein. Die jungen Menschen können nicht unbedingt wissen, welcher der Kooperationspartner am besten helfen kann. Sie können sich aber darauf verlassen, dass in der Jugendberufsagentur der oder die passende Ansprechpartner/in ausgewählt wird. Darüber hinaus gibt es die richtigen Partner vor Ort, falls weitere Themen besprochen und bearbeitet werden müssen, die in den jeweils anderen Rechtskreiszuständigkeiten liegen. Für die jungen Menschen heißt das: Eine Anlaufstelle für alle Leistungen, die es am Übergang von der Schule in den Beruf auf der Grundlage verschiedener Sozialgesetzbücher (SGB) gibt.

Ziel ist, jungen Menschen den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf zu erleichtern und sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Trotz eines sich entspannenden Arbeitsmarktes waren in 2017 im Januar in der Region Hannover 4.024 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet.