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Umwelt

Jungbäume auf Segelfluggelände werden gefällt

Auf dem ehemaligen Segelfluggelände im Stadtteil Bothfeld werden ab dem 21. Januar rund 20 Bäume gefällt. Es handelt sich um etwa 15 Jahre alte Eichen und Birken, die sich im Laufe der Jahre angesiedelt hatten.

Mehrere Bäume in einem Garten © LHH

Bäume sorgen für gute Luft und eine schöne Atmosphäre

Das ehemalige Segelfluggelände ist wie ein Fenster in die Vergangenheit, denn so wie dort hat es vor 200 Jahren in vielen norddeutschen Heidegebieten ausgesehen: Offene Sandböden, weite Gras- und Heideflächen und versteckte bunte Vielfalt prägen diese Landschaft am Stadtrand von Hannover. Zur Erhaltung dieser besonderen Flächen werden regelmäßige Pflegemaßnahmen durchgeführt, wie zum Beispiel das Kurzhalten der Vegetation durch Mahd oder durch Schafbeweidung.

Bäume gefährden Sandmagerrasen und andere Pflanzen

Trotzdem haben sich durch Selbstaussaat inzwischen verschiedene Bäume angesiedelt, vor allem Birken und Eichen. Diese haben sich im Laufe der Zeit so weit entwickelt, dass sie die wertvollen Sandmagerrasenflächen verschatten und durch Laubfall mit Nährstoffen anreichern. Dadurch wird der Erhalt der auf Sonne und Nährstoffarmut angewiesenen Pflanzen wie zum Beispiel des Heidekrauts oder der Heidenelke gefährdet.

Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sichern Bestehen des Areals

Um die wertvolle Landschaft für die Zukunft zu erhalten, muss ein Großteil der jungen Birken und Eichen gefällt werden. Es handelt sich dabei um Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, die im Vorfeld mit der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover abgestimmt wurden.