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Gewerbegebiet List

Klimaschutzmanagerin hat ihre Arbeit aufgenommen

Dr. Doris Wagner hat ihre dreijährige Tätigkeit als Klimaschutzmanagerin für die Landeshauptstadt im Februar aufgenommen. Sie unterstützt die Aktivitäten im Modellprojekt im Gewerbegebiet Lister Damm/Am Listholze. Aufgabenschwerpunkte sind das Initiieren von Prozessen und Projekten im Klimaschutz-Teilkonzept, die Vernetzung wichtiger Akteurinnen und Akteure sowie die Kommunikation nach innen und außen.

Eine Frau, die zwei Flyer hält. © LHH

Klimaschutzmanagerin Dr. Doris Wagner. 

In den ersten zehn Wochen ihrer Tätigkeit hat Dr. Wagner unter anderem das Klimaschutz-Teilkonzept für das Gewerbegebiet List weiteren Akteurinnen und Akteuren im lokalen Klimaschutznetzwerk bekannt gemacht, die Website neu aufgebaut, Unternehmerinnen- und Unternehmer-Netzwertreffen geplant und das 30-seitige Maßnahmenpaket den Fördermitteln neu zugeordnet. Die nächsten Schritte sind zum Beispiel die Abfrage von Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer, die Realisierung kurzfristiger und Initiierung mittelfristiger Vorhaben aus dem Maßnahmenkatalog sowie dafür vorbereitende Maßnahmen.

Integriertes Nachhaltiges Gewerbegebiet

Das Klimaschutz-Teilkonzept für das Gewerbegebiet List hat im Laufe des Prozesses den kurzen Titel "KlimaList" erhalten. Im Rahmen ihrer Koordinierungsaufgaben berichtet Dr. Doris Wagner regelmäßig sowohl intern wie extern über das Projekt und den Stand der festgelegten Maßnahmen. Zudem gehört zu ihren Aufgaben, Klimaschutzaktivitäten zu initiieren und dabei alle Anspruchsgruppen von der Politik und der Verwaltung über die Akteurinnen und Akteure vor Ort sowie weitere Unternehmerinnen und Unternehmer bis hin zu den Einwohnerinnen und Einwohnern einzubinden. Mit dem Leitbild "Integriertes Nachhaltiges Gewerbegebiet" sollen Unternehmen vernetzt und überbetriebliche Kooperationen gefördert werden. "Eine erfolgreiche Umsetzung des Klimaschutz­konzepts ist nur mit dem Engagement aller Akteurinnen und Akteure vor Ort zu realisieren. Dazu gilt es, die mehr als 300 Betriebe und Institutionen zusammenzubringen, um Ressourcen wie zum Beispiel Flächen, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge und Material gemeinsam zu nutzen", betont Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin. Das übergeordnete Ziel ist die Einsparung von Energie und Kohlendioxid auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gewerbegebietsentwicklung.

Zur Tätigkeit der Klimaschutzmanagerin

Dr. Doris Wagner hat ökologische Agrarwissenschaften und ökologische Umweltsicherung studiert und zum Thema erneuerbare Energien promoviert. Sie bringt seit 2013 Erfahrungen als Klimaschutzmanagerin mit und hat unter anderem für die Region Hannover bei der Erstellung des Masterplans "100% für den Klimaschutz" mitgewirkt. Die Personalkosten für das Klimaschutzmanagement werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) zu knapp 50 Prozent gefördert, um die Umsetzung des Gesamtkonzepts für das Gewerbegebiet List und einzelner Klimaschutzmaßnahmen zu unterstützen und zu initiieren.

Das Gewerbegebiet List 

Im Frühjahr 2016 wurde für das Gewerbegebiet List ein Klimaschutz-Teilkonzept im Förderschwerpunkt "Klimaschutz in Industrie- und Gewerbegebieten" fertiggestellt. Zielsetzung ist es, Potenziale für überbetriebliche Klimaschutzaktivitäten und Kooperationen im nachhaltigen Wirtschaften zu identifizieren und Synergien zu nutzen. Das Konzept enthält sechs Handlungsfelder aus den Bereichen Energie, Ressourcen, Mobilität, Städtebau, soziale Infrastruktur und Unternehmenskooperationen. Hieraus wurden knapp 30 Maßnahmen abgeleitet, von der LED-Umrüstung bis hin zur digitalen Vernetzungsplattform. Die Unternehmen im Gewerbegebiet Lister Damm/Am Listholze haben zudem die Möglichkeit, im Rahmen eines Pilotprojekts finanzielle Unterstützung zu beantragen. Das Programm IKOPRO List zur Förderung von Maßnahmen zum nachhaltigen Wirtschaften stellt ein wichtiges Instrument des Klimaschutzmanagements dar. Gefördert werden Sachanlageinvestitionen aus den Bereichen Energieeinsparung/Energieeffizienz/Nutzung erneuerbarer Energien, Ressourceneffizienz/Ressourcenschutz sowie nachhaltige Mobilität. Antragsberechtigt sind Kleinst-, Klein- und Mittlere Unternehmen (KMU) im Fördergewerbegebiet List. Das Fördermittelprogramm läuft aktuell noch bis zum 16. Juni 2018. Eine Verlängerung der Laufzeit ist geplant.

Weitere Informationen zum Projekt

Weitere Informationen zum Modellprojekt im Gewerbegebiet Lister Damm/Am Listholze stehen im Internet unter www.gewerbegebiet-list.de bereit. Detailinformationen zum Förderprogramm IKOPRO List bietet das Internet unter www.wirtschaftsfoerderung-hannover.de/ikopro-list.