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Gesellschaftliche Teilhabe

Landeshauptstadt Hannover stellt den Sozialbereich neu auf

Die Landeshauptstadt Hannover stellt das Sozialdezernat neu auf. Es erhält einen weiteren Fachbereich, dessen Aufgabe es ist, gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen sicherzustellen. Mit dem Neuzuschnitt geht der Bereich Unterbringung, der Geflüchteten und Obdachlosen städtische Quartiere anbietet, in das Sozialdezernat über. Bisher lag diese Verantwortung im Baudezernat. Eine Beschlussdrucksache zu der Aufgabenreform wird der Ratspolitik voraussichtlich Ende März zur Entscheidung vorgelegt.

Ein Bürogebäude mit einer großen Fensterfront © LHH

Der Fachbereich Soziales hat seinen Sitz an der Hamburger Allee.

"Wir wollen zukünftig eine Sozialpolitik aus einer Hand", erklärt Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. Die Sicherung gesellschaftlicher Teilhabe sei eine übergreifende Aufgabe. Die Stadt vollziehe den Schritt nun nach längerer Vorbereitung. Onay legt dar, weshalb der Bereich Unterbringung zukünftig im Sozialdezernat angesiedelt sein wird: "Mit der Dezernatsneugliederung habe ich im vergangenen Frühjahr bereits die Weichen dafür gestellt, eine Organisationseinheit zu schaffen, die verschiedene Hilfsangebote, von der Unterbringung bis zur Sozialen Arbeit, vereint. Das wird durch die Zusammenführung der beiden Bereiche unter dem Dach des Sozialdezernats umgesetzt. An der detaillierten Ausgestaltung des neuen Fachbereichs werden wir die Beschäftigten beteiligen."

Neuer Fachbereich "Gesellschaftliche Teilhabe"

Vor diesem Hintergrund soll der Fachbereich "Gesellschaftliche Teilhabe" im Sozialdezernat neu entstehen. Dessen Mitarbeiter*innen kümmern sich um das Wohnen und Leben in Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen, sie beraten geflüchtete und obdachlose Menschen. Sie leisten soziale Dienste in den Unterkünften und geben wohnungserhaltende Hilfen. Im neuen Fachbereich ist dieser Teil der Sozialen Arbeit gebündelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Einwanderung und Integration. Auch der operative Betrieb der Unterkünfte und Wohnungen obliegt dem neuen Fachbereich.

Sozialdezernentin Bruns: "Ganzheitliche Gestaltung der Sozialpolitik"

"Ich freue mich auf die neuen Aufgaben, die mit der Organisationsänderung einhergehen. Sie machen eine ganzheitliche Gestaltung der Sozialpolitik möglich, für die ich mich mit aller Kraft einsetzen möchte - für alle Menschen in Hannover, die unsere Hilfe benötigen", sagt Sylvia Bruns, Dezernentin für Soziales und Integration der Landeshauptstadt Hannover. Unter dem Dach des Sozialdezernates versammeln sich nun vier Fachbereiche: "Gesellschaftliche Teilhabe" sowie die Fachbereiche Senioren, Sozialleistungen und Sozialplanung. Dem Dezernat gehören außerdem die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen sowie ein Beauftragter für Menschen mit Suchterkrankungen an.

Baudezernent Vielhaber: "Umstrukturierungen wecken Synergien, die sich stärker auf gesellschaftliche Teilhabe fokussieren"

Der städtische Baudezernent Thomas Vielhaber betrachtet die Zuordnung des Bereichs Unterbringung in das Sozialdezernat als zielführend. Er dankt den Kolleg*innen "für ihre engagierte und wertvolle Arbeit in den zurückliegenden Jahren". Mit der Umstrukturierung würden jedoch Synergien geweckt, die sich stärker auf die gesellschaftliche Teilhabe fokussierten. Ebenso konsequent werde die für die Unterbringung wichtige Aufgabe "Planung, Bau und Sanierung von Unterkünften" gestärkt –  indem sie im Fachbereich Gebäudemanagement des Baudezernats gebündelt werde.

5600 Menschen in Heimen und Unterkünften

Rund 60 Gemeinschaftsunterkünfte hält die Landeshauptstadt instand. Unterkünfte werden neu errichtet, angemietet, umgebaut oder zurückgebaut. Insgesamt sind 5600 Menschen in Hannover in Wohnheimen, Wohnprojekten, Notunterkünften und Notschlafstellen sowie Wohnungen und Schlichtwohnungen untergebracht.