Tag des Wassers am 22. März

Lichtinstallation zum Weltwassertag

"Wert des Wassers" lautet das diesjährige Motto des Weltwassertages. Die Stadtentwässerung Hannover wird aus diesem Anlass mit einer Lichtinstallation am Sonntag und Montag (21./22. März) auf dieses Thema aufmerksam machen. Passend in Blau wird ein Teil der Fassade des Verwaltungsgebäudes in Hainholz beleuchtet, zudem sollen Strahler blaue Streifen ins nächtliche Hannover zaubern.

Darüber hinaus bietet der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün an, sich auf Erkundungstour an die Seen, Flüsse und sonstige Gewässer in Hannover zu begeben und sich auf diese Weise dem Thema Wasser zu nähern. Eine Broschüre und eine Gewässergütekarte ergänzen das Angebot.

Lichtinstallation am Sonntag und Montag

Das Motto der UN-Wasserdekade "wasser.leben.zukunft" als Projektion auf der Fassade der Stadtentwässerung in der Sorststraße 16 soll daran erinnern, wie elementar wichtig die Wasserver- und Abwasserentsorgung für die Gesellschaft und Wirtschaft ist und dass mit den Ressourcen schonend umgegangen werden muss. Sie ist am Sonntag (21. März) von 19 bis 23 Uhr sowie am Montag von 5:30 bis 7 Uhr und von 19 bis 23 Uhr zu sehen. 

Individuelle Ausflüge in die Natur

Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün bietet passend zum Tag des Wassers verschiedene Ausflüge in die Natur an. So führt der Hörspaziergang "Wunderbare Wasserwege" in der Ricklinger Masch durch wasserbeeinflusste Landschaft und stellt Menschen vor, die die sich für den Schutz der Gewässer engagieren. Sechs Stationen auf vier Kilometern zeigen eine vielfältige Landschaft mitten in der Stadt.

Die Audiodateien sowie der dazugehörige Flyer lassen sich hier herunterladen.
Auf der Seite gibt es außerdem die Broschüre zu "Wandern am Wasser". Sie bietet Informationen für Spaziergänge in den Flussauen Hannovers: in der Leine- und Ihmeaue bei Ricklingen und in der Leineaue bei Herrenhausen. Als drittes Gebiet für einen gewässerkundlichen Spaziergang wurde der Lönspark mit der Mardalwiese ausgewählt. In diesem Gebiet gibt es sehr kleine Fließgewässer, die einen ganz anderen Charakter aufweisen als Leine und Ihme und zusätzlich mit den Annateichen als große Stillgewässer einen weiteren Gewässertyp.

Die Gewässergütekarte rundet das Angebot ab. Sie liefert Informationen zur Qualität der Gewässer und ist unter www.hannover.de und dem entsprechenden Schlagwort zu finden.

Weltwassertag

Der Weltwassertag findet seit 1993 stets am 22. März statt. Ziel des Aktionstages ist, das global bedeutsame Thema Wasser in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. Mit dem diesjährigen Motto "Wert des Wassers" wollen die Vereinten Nationen die Menschen dazu aufrufen, sich Gedanken über die lebenswichtige Bedeutung von Wasser und seinen Wert zu machen: Wie wichtig ist Wasser für das eigene Leben, im Haushalt, in der Schule und am Arbeitsplatz, für die Natur, die Kultur und das Wohlbefinden? Wo und in welcher Menge wird überall Wasser benötigt? Wie kann es, gerade in Zeiten von Mangel, gerecht verteilt wie vor Verschmutzung geschützt werden? 

Das blau angestrahlte Gebäude der Stadtentwässerung Hannover.

Klar ist: Wasser ist eine begrenzte Ressource, deren Wert es zunächst zu erkennen gilt, um es schätzen und schützen zu können.

Dass die Ressource wertvoll ist, sollte nicht erst bei Erhalt der Wasserrechnung auffallen. So geht man davon aus, dass ein großer Teil der Weltbevölkerung gar keinen Zugang zu sauberem Frischwasser hat. Zahllose Flächen schwinden in warmen Klimazonen und werden als Anbauflächen für Monokulturen verwendet – und nur zu häufig dient Grundwasser zur Versorgung, was sich teils über Jahrtausende tief im Boden als Reservoir angesammelt hat.

Weitere Informationen zum Wasser

Mehr als 120 Liter des kostbaren Guts verbraucht jeder Mensch in Deutschland jeden Tag. Sauberes und verpackungsfreies Trinkwasser ist nicht selbstverständlich, und doch ist es in Deutschland als gesundes und sehr gut kontrolliertes Lebensmittel zum günstigen Preis erhältlich. Der Tag des Wassers 2021 regt also zum Nachdenken darüber an, welchen Wert es auch kulturell, sozial und ökologisch hat.

Nationale Wasserstrategie

Städten wie Hannover ist es ein zentrales Anliegen, Gewässer zu schützen und ihren ökologischen Zustand zu verbessern. Unabdingbar dafür ist der Schutz unserer Gewässer vor dem Eintrag von Schadstoffen. Oberstes Ziel ist dabei eine Verringerung des Spurenstoffeintrags an der Quelle. Dieses Ziel muss Vorrang haben gegenüber anderen Reduzierungsmaßnahmen. Die Landeshauptstadt Hannover unterstützt die Bestrebungen zur Erarbeitung einer nationalen Wasserstrategie und weist auf die Bedeutung der kommunalen Ebene für Gewässerschutz und Wasserwirtschaft hin.

Anpassung an den Klimawandel

Der Klimawandel mit der Zunahme von Hitzeperioden und Starkregenereignissen stellt Städte vor neue Herausforderungen. Eine klimawandelgerechte Stadtentwicklung fordert stärker als bisher die Integration der vielfältigen sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte. Dies kann beispielhaft erfolgen durch:
•    Prinzip 'Schwammstadt' - Wasser speichern in der Stadt;
•    Entsiegelung und Begrünung ("Begrüntes Hannover", Förderprogramm für Gebäudebegrünung und Entsiegelung);
•    Wasser speichern in den Landschaftsräumen durch Überschwemmungs- und Retentionsflächen entlang von Fließgewässern, Renaturierung und Erhöhung der Wasserspeicherkapazität von Mooren (Altwarmbüchener Moor) und Feuchtwäldern (Eilenriede), bei gleichzeitiger Nutzung der Filterfunktion bewachsener Böden;
•    Verlangsamung des Wasserabflusses in Entwässerungsgräben durch Verzicht auf Vertiefung, Entkrautung oder durch Einbau von regulierbaren Staueinrichtungen;
•    Schaffung von Notwasserwegen bei Extremereignissen zur Schadensreduzierung;
•    Schaffen von Überflutungsflächen für Starkregenereignisse (multifunktionale Flächen, wie zum Beispiel Park- oder Spielplätze).

Wasserrecycling

60 Millionen Kubikmeter Wasser werden jährlich nach der Abwasserbehandlung in Hannover wieder in die Leine geleitet. Die Stadtentwässerung Hannover arbeitet derzeit in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Umwelt und Stadtgrün sowie den Herrenhäuser Gärten an einem Konzept, um weitergehend aufbereitetes Wasser für die Bewässerung öffentlicher Parks oder zur Nutzung in den Herrenhäuser Gärten zu verwenden. Ziel der Planungen ist es, wertvolles Trinkwasser durch Brauchwasser zu ersetzen.

Dezentrales Regenwassermanagement 

Weiterer Bestandteil eines umfassenden Wassermanagements ist die Nutzung von Regenwasser. Hierzu arbeitet die Landeshauptstadt Hannover an Konzepten, wie Regenwasser dezentral aufgefangen und für verschiedene Zwecke genutzt werden kann.