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Verkehrsimmissionen reduzieren

Masterplan nachhaltige Mobilität vorgestellt

Die hannoversche Stadtverwaltung hat am 15. Oktober im Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen den „Masterplan für die Gestaltung nachhaltiger und emissionsfreier Mobilität“ vorgestellt.

Autos vor Ampel © hannover.de

Autoverkehr in der Stadt

In dem vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderten Masterplan werden 32 Maßnahmen zur Reduzierung der verkehrsbedingten Stickstoffdioxid-Immissionen analysiert und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bewertet. Den Schwerpunkt bildet mit 15 Maßnahmen das Thema Digitalisierung des Verkehrs, etwa der Aufbau eines digitalen Verkehrsmanagement-Systems in Verbindung mit einem digitalen Parkraummanagement-System, die Entwicklung eines Ampelphasenassistenten und die Erstellung einer Navigations- und BonusAPP für das Stadtradeln.

Darüber hinaus werden Maßnahmen aus den Themenfeldern Radverkehrsförderung, Elektrifizierung des Verkehrs, ÖPNV-Förderung und Urbane Logistik aufgeführt.

Der Masterplan bildet die Voraussetzung, um aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ des Bundes Fördermittel beantragen zu können. „Stadt und Region Hannover haben bisher für neun Maßnahmen Förderanträge gestellt und bereits fünf Förderbescheide für insgesamt 2,55 Millionen Euro entgegengenommen“, sagte Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette. „Weitere Förderbescheide in Höhe von rund 14 Millionen Euro werden in Aussicht gestellt.“

Hintergrund

In Hannover wird der von der EU festgelegte Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) im Jahres­mittel in mehreren Hauptverkehrsstraßen überschritten. Auch die in den Luftreinhalteplänen festgelegten Maßnahmen haben bisher nicht überall zur Einhaltung des NO2-Grenzwertes geführt.

Da eine Vielzahl von Städten in Deutschland vor der gleichen Problematik steht, wurde im „Nationalen Forum Diesel“ am 2. August 2017 und im Gespräch der Bundesregierung mit den Ländern und Kommunen beschlossen, die Kommunen bei der Gestaltung nachhaltiger und emissionsfreier Mobilität zu unterstützen. Voraussetzung für die Genehmigung eines Teils der Fördermaßnahmen ist die Erstellung eines Masterplans “Nachhaltige und emissionsfreie Mobilität“.

Die Masterpläne sollen die Voraussetzung schaffen, um kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Gestaltung nachhaltiger und emissionsfreier Mobilität in den von Grenzwertüberschreitungen betroffenen Kommunen/Regionen aus dem „Fonds: Nachhaltige Mobilität in der Stadt“ zu fördern.

In dem Masterplan werden sowohl Maßnahmen aus dem Zuständigkeitsbereich der Landeshauptstadt Hannover als auch der Region Hannover (Aufgabenträgerin des öffentlichen Nahverkehrs) gebündelt.

Weitere Details zu dem Masterplan sind in der Informationsdrucksache 2251/2018 unter www.ratsinfo-hannover.de zu finden:

https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/2251-2018