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Radio-Feauture

NDR-Beitrag über Hannah Arendt

Der Norddeutsche Rundfunk hat am 25. März ein Radio-Feauture über Hannah Arendts Sicht auf die Grenzen des pluralen Denkens veröffentlicht. 

Hannah Arendt ist en vogue: Das bei YouTube in verschiedenen Versionen zu sehende berühmte Gespräch von Günter Gaus mit Hannah Arendt verzeichnete eine Millionen Aufrufe, ihr kürzlich auf Deutsch erschienener Aufsatz "Die Freiheit, frei zu sein" steht auf der "Spiegel"-Bestsellerliste und auch NDR Kultur widmete einen Beitrag in der Reihe "Glaubenssachen" der großen Denkerin. Redakteurin Claudia Christophersen geht in ihrem Radio-Feature Hannah Arendts Sicht auf die Grenzen des pluralen Denkens nach. Die Autorin hat über Hannah Arendt promoviert und moderierte im Jahr 2016 die Abschlussdebatte der HANNAH ARENDT TAGE.

Hintergrund

Als Hannah Arendt 1959 mit dem Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet wird, richtet sie in ihrer Dankesrede den Fokus auf die "Menschlichkeit in finsteren Zeiten". Nach der NS-Diktatur sucht sie nach Deutungsmustern.  Wie konnte auf dämonische Art und Weise so elementar gegen die Menschlichkeit verstoßen werden? Toleranz, so folgert Arendt, lebt von der Anerkennung des Anderen und wird zur Grundvoraussetzung geglückter Kommunikation. Sie ist überzeugt: Nicht die eine Wahrheit, sondern die Vielfalt der Meinungen garantiere eine belastbare menschliche Interaktion.