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Asseln als Marken

Neue Informationsstelen an "Wildnis-Flächen"

Die Flächen des Projekts "Städte wagen Wildnis" im hannoverschen Stadtgebiet haben neue Botschafterinnen: Asseln markieren die Bereiche, auf denen seit 2016 mit verschiedenen Mitteln "Wildnis" entwickelt wird, um die Artenvielfalt vor Ort zu erhöhen. Die künstlerisch gestalteten, rund 30 Zentimeter großen "Tierchen" aus Metall zieren paarweise die Spitze von Holzstelen, an denen ein Informationsschild mit weiterführenden Informationen zum Projekt befestigt ist.

"Seit mehr als vier Jahren arbeiten wir sehr erfolgreich an dem Projekt 'Städte wagen Wildnis'. Dies ist ein wichtiger Beitrag, um die Artenvielfalt im urbanen Raum noch weiter zu erhöhen. Mit den Stelen können wir die 'Wildnis-Flächen' besser sichtbar machen und darüber informieren, um die Bevölkerung für dieses Thema zu interessieren", betont Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin.

Wilde Flächen in der Stadt

Auf zehn für das Projekt ausgewählten Flächen – etwa an der Rampenstraße und am Lindener Berg in Linden sowie auf einer Grünverbindung entlang dem Laher Graben in Bothfeld-Vahrenheide – wird seit Projektbeginn "Wildnis" gefördert. Dazu wurden verschiedene Maßnahmen erprobt: Unter anderem wurden Häufigkeit und Zeitpunkte des Mähens verringert sowie zwei Weideflächen zur extensiven Beweidung durch Schafe eingezäunt. Zudem wurden und werden verschiedene Umweltbildungsangebote, wie Führungen auf den Projektflächen für Kinder und Erwachsene, gemacht.

Asseln wachen über Stadtwildnis

Um die Wildnis-Flächen schon von Weitem erkennen zu können, wurden nun insgesamt 21 ganz besondere Markierungen von dem Atelier "LandArt" in Hannover entwickelt und auf den Flächen aufgestellt. An drei Meter hohen Stämmen aus Robinienholz haben die "Asseln" "ein Auge auf die Stadtwildnis". Aufgrund ihrer Signalfarben in Orange-Rot sind sie schon aus der Ferne gut zu sehen.

Hintergrund

Das Projekt "Städte wagen Wildnis" ist Teil des gleichnamigen Verbundprojektes, an dem seit 2016 neben Hannover auch die Städte Dessau-Roßlau und Frankfurt am Main teilnehmen. In allen drei Städten darf sich seitdem mehr Wildnis in der Stadt entwickeln. Das Vorhaben wird an allen Standorten wissenschaftlich begleitet. So findet in allen Städten regelmäßig ein ökologisches Monitoring der sich entwickelnden Wildnis statt und beispielsweise werden regelmäßig die Anwohner*innen zu ihrer Wahrnehmung von Stadtwildnis befragt. Für die Maßnahmen in der Landeshauptstadt Hannover führt die Leibniz Universität Hannover dieses Monitoring durch. Das Projekt "Städte wagen Wildnis" wird für fünf Jahre durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit finanziell gefördert. Weitergehende Informationen gibt es hier. Über das Verbundprojekt in allen Städten informiert die Seite www.staedte-wagen-wildnis.de.