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Eingang Nordwest

Neuer Zugang zum Stadtfriedhof Stöcken

Am 26. September 2019 wurde der neu gestaltete "Eingang Nordwest" am Stadtfriedhof Stöcken eröffnet.

Der neue Nebeneingang des Stadtfriedhofs Stöcken © LHH

Der neue Nebeneingang des Stadtfriedhofs Stöcken

Der Stadtfriedhof Stöcken zieht sich im Nordwesten bis an das Sanierungsgebiet Stöcken heran, ein direkter Zugang aus den Wohnquartieren zwischen Alte Stöckener Straße und Hogrefestraße war jedoch bislang nicht möglich. Dies ist durch die Eröffnung des neuen Eingangs in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle Stöckener Markt nun behoben.

Es war ein Wunsch der Bürger*innen, der 2016 zur Gründung einer Projektgruppe führte, die sich für die Einrichtung eines Eingangs an diesem Standort engagierte. Letztlich wurde das Büro "lad+ Landschaftsarchitektur Diekmann" aus Hannover mit der Neugestaltung eines Nebeneingangs beauftragt. Die Planung und die Baumaßnahme selbst wurden durch Städtebaufördermittel finanziert, für das Projekt wurden rund 276.000 Euro veranschlagt.

Über die Neugestaltung

Der neue Eingangsbereich des Friedhofs Stöcken erhielt nach Abbruch der ehemaligen Gasdruckregelstation einen kleinen innenliegenden Platz, der über eine tagsüber geöffnete Toranlage in Flucht der ankommenden Wegeverbindung erschlossen und durch die Ergänzung der vorhandenen Friedhofsmauer als blickdurchlässiges "Filtermauerwerk" gefasst wird. Ein in seiner Höhe stark überzeichnetes Tor sorgt für eine gute Sichtbarkeit. Der Schriftzug "Stadtfriedhof Stöcken" reiht sich nahtlos immer wieder aneinander und bildet so ein luftiges Muster auf dem hohen Torblatt.

Die Überwindung des Höhenunterschieds zwischen Eingangsplatz und dem ca. einen Meter höher gelegenen Friedhofsgelände erfolgt barrierefrei. Im Eingangsbereich bietet eine Sitzbank die Möglichkeit des Verweilens. Die Ergänzungen der Friedhofsmauern sowie die Rampenmauern wurden in Farbe und Oberfläche der denkmalgeschützten Bestandsmauer angeglichen. Als Material für die Platz- und Wegeflächen des neuen Eingangs findet wie auf dem gesamten Friedhof üblich ein Betonsteinpflaster Verwendung.

Hintergrund: Soziale Stadt Stöcken

Das Gebiet Stöcken ist seit 2007 "Soziale Stadt". Aus dem Programm wurden und werden zahlreiche bauliche wie soziale Projekte finanziert. Neben der Erneuerung und Ertüchtigung von öffentlichen Freiflächen (z.B. Bewegungspark) wurden Straßen grunderneuert (z.B. Freudenthalstr.), Wohnungen modernisiert, die lokale Ökonomie unterstützt (z.B. Weihnachtsmarkt) und soziale Projekte (z.B. Deutschkurse, Stöbertreff) ermöglicht.

Die Schaffung eines gut erreichbaren Zugangs zum Stadtfriedhof war ein wichtiger Bestandteil im Freiraumentwicklungskonzept "Stöcken blüht auf!" aus 2011. Unter der aktiven Mitwirkung der Bewohner*innen sowie der Akteur*innen vor Ort wurde ein "Fahrplan" für die Aufwertung von Plätzen, Straßen und Grünflächen im Gebiet erarbeitet. Die Umsetzung der einzelnen Bausteine erfolgt seitdem schrittweise: So wurden bereits zwei Spielplätze neugestaltet und der Bewegungspark im Gemeindeholz neu angelegt.