Besuch von Kriegsveteranen

OB Onay empfängt US-Veteranen im Neuen Rathaus

Am Sonntag, 18. Juli 2021, hat Oberbürgermeister Onay sechs US-Veteranen und eine begleitende Delegation im Neuen Rathaus empfangen. Der Besuch wurde von der Best Defense Foundation, einem gemeinnützigen Verein für ehemalige US-Soldaten, organisiert.

Im Rahmen des Empfangs schauten sich die US-Veteranen gemeinsam mit Oberbürgermeister Onay auch die Stadtmodelle in der Rathaushalle an.

Fast 76 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind sechs Veteranen nach Deutschland zurückgekehrt. In der Kuppelhalle haben sich die Gäste zusammen mit Oberbürgermeister Onay die Stadtmodelle Hannovers angeschaut und gemeinsam Mittag gegessen.

Besuch der KZ-Gedenkstätte Ahlem

Anschließend hat die US-Delegation zusammen mit Vertreter*innen der Initiative "Bürger gestalten ein Mahnmal" das ehemalige KZ-Außengelände in Ahlem besucht. Unter den Veteranen war auch der 95-jährige Sergeant William "Bill" Casassa, der zu den Truppen gehörte, die am 10. April 1945 das Konzentrationslager Ahlem befreiten. Der Arbeitskreis "Bürger gestalten ein Mahnmal" veranstaltet Gedenkfeiern und informiert Besucher*innen am Mahnmal und auf dem KZ-Gelände, um eine lebendige Erinnerungskultur zu schaffen.

"Ritchie Boy" beim US-Geheimdienst

Auch ein Ehrenbürger Hildesheims ist für den Besuch des ehemaligen Kriegsschauplatzes nach Deutschland gekommen: Der 1922 als Günther Stern geborene Guy Stern wurde 1937 von seinen Eltern zu seinem Onkel nach St. Louis, Missouri, geschickt. Als ein "Ritchie Boy", einer aus Emigranten gebildeten Einheit des Militärnachrichtendienstes, half Stern dabei, deutsche Kriegsgefangene zu verhören und Nazi-Funktionäre aufzuspüren. Seine Familie sah er allerdings nie wieder – Vater, Mutter und zwei Geschwister wurden im Holocaust ermordet.