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Hannover

OB Onay und Grünen-Chef Habeck besuchen MHH und Feuerwehr

"Achten und schätzen": Im Rahmen seiner Sommertour hat Oberbürgermeister Belit Onay am 31. Juli gemeinsam mit Grünen-Chef Robert Habeck die Medizinische Hochschule Hannover und die Feuer- und Rettungswache 5 besucht. In Gesprächen mit Forscher*innen und der Feuerwehr ging es unter anderem um die Herausforderungen in Corona-Zeiten. 

Mehrere Personen mit Schutzmasken in einer Forschungseinrichtung, darunter Oberbürgermeister Belit Onay und Politiker Robert Habeck. © Karin Kaiser/MHH

Grünen-Chef Robert Habeck und Oberbürgermeister Belit Onay (beide mittig) im Gespräch mit Forscher*innen der Medizinischen Hochschule Hannover. 

Knallgelbe Schutzhelme auf den Köpfen, Sauerstoffflaschen auf dem Rücken: Für einen kurzen Moment schlüpften Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck in die Rolle von Feuerwehrleuten. Bei einem Besuch der Feuer- und Rettungswache 5 (FRW5) im Roderbruch machten sie sich ein Bild von der Arbeit der Einsatzkräfte. Sie bestiegen Löschfahrzeuge, beobachteten eine Höhenrettung, sprachen mit Notfallsanitätern über deren schwierige Missionen in Corona-Zeiten – das alles spielte sich vor zahlreichen Kameras und Mikrofonen ab. Die Feuerwehr hatte ihre Flotte in Stellung gebracht und hochmoderne Technik aufgefahren. 

Augenmerk auf die richten, die anderen helfen

Sowohl für Onay als auch für Habeck war es einer der Höhepunkte ihrer Sommertouren. Der Hintergrund: Es ging den beiden Grünen-Politikern darum, das Augenmerk auf diejenigen zu richten, die ganz selbstverständlich in Notlagen und Krisenzeiten für andere Menschen da sind und professionell helfen.  "Wir sehen hier Strukturen, die wir gerade jetzt dringend benötigen und die eine ganz besondere Verantwortung tragen", betonte Onay. Er sprach damit auch das aus seiner Sicht "gute Zusammenwirken" der hannoverschen Berufsfeuerwehr mit den freiwilligen Feuerwehren an.

Habeck in Hannover, um wichtige Strukturen sichtbar zu machen 

"Zu achten und zu schätzen": Das sei das Motto seiner Sommertour, erklärte Robert Habeck. Nach Hannover sei er gekommen, um "wichtige Strukturen sichtbar zu machen". Sein Appell:"Wir müssen mehr über Vorsorge nachdenken." Diese Notwendigkeit sei in der Corona-Krise deutlich geworden.

Besuch in der MHH

Bestätigt sah Habeck diese These auch bei einem gemeinsamen Besuch mit Onay in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der dem Treffen in der Feuerwache 5 vorausgegangen war. In einem Gespräch mit dem MHH-Präsidium sowie mit Ärzt*innen, Pflegekräften und Forscher*innen informierten sie sich über die Krankenversorgung während der Pandemie – über die medizintechnische Ausstattung, aber auch über den Personalschlüssel beim Pflegepersonal. Weitere Themen waren die international vernetzten Forschungsaktivitäten rund um das Virus SARS-CoV-2 und die Erkrankung COVID-19, die Entwicklung neuer antiviraler Wirkstoffe und Medikamente sowie die finanziellen Auswirkungen der Pandemie auf die Universitätsklinik. Anschließend besichtigten Onay und Habeck das Zentrallabor der MHH. Auf der modernen Laborstraße finden derzeit auch Tests von Blutproben auf das Coronavirus statt.

Onay: "Stadt wird Pläne und die weitere Entwicklung der MHH unterstützen"

 "Ich konnte mich davon überzeugen, wie wichtig die MHH als medizinischer und wissenschaftlicher Standort für Hannover ist. Auch im internationalen Vergleich brauchen wir uns nicht verstecken. Die Hochschule hat einen großen Anteil daran, dass wir bisher relativ gut durch die Corona-Krise gekommen sind. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken", sagte Belit Onay und erklärte, dass die Stadt die Pläne und die weitere Entwicklung der MHH aktiv unterstützen werde.

Habeck: "Die medizinische Versorgung muss gestärkt werden" 

Robert Habeck betonte zum Abschluss: "Die medizinische Versorgung muss gestärkt werden" und forderte: "Das vorsorgliche Bereithalten der medizinischen Kapazitäten muss in die Finanzierung des Krankenhaussystems einbezogen werden." Der Grünen-Vorsitzende mahnte außerdem an: "Die Verteilung und Preisgestaltung für Medikamente zur Behandlung von COVID-19 soll fair erfolgen."