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KunstFestSpiele Herrenhausen

OB Schostok weist Kritik zurück

Mit großer Irritation hat Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok öffentliche Äußerungen von zwei Ratspolitikern von CDU und Grünen zur Zukunft der erfolgreichen KunstFestSpiele Herrenhausen aufgenommen. Schostok weist die Kritik in einem Medienbericht vom Freitag entschieden zurück. Die Äußerungen zu den Plänen zur Verlängerung der Intendanz von Ingo Metzmacher und zum angeblich nicht klaren Beratungsverlauf in den politischen Gremien sei unangemessen, kleinkariert und zeuge von großer Unkenntnis, stellt Schostok heraus.

Oberbürgermeister Stefan Schostok © LHH (Burkert)

Oberbürgermeister Stefan Schostok

Die KunstFestSpiele Herrenhausen haben sich unter der Intendanz von Ingo Metzmacher hervorragend weiterentwickelt. Dem international renommierten Musiker und Dirigenten ist es gelungen, die KunstFestSpiele über Herrenhausen hinaus auch zu anderen Orten in Hannover zu bringen und dort mit spektakulären Inszenierungen zu begeistern und die KunstFestSpiele auf diese Weise auch für ein breiteres Publikum zu öffnen. Dies ist in der Stadtgesellschaft ebenso wie bei der großen Mehrheit im Rat Konsens, wie sich bereits im Juni im Ausschuss für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters zeigte. Dort hatte Oberbürgermeister Stefan Schostok die Pläne zur Verlängerung der Intendanz von Ingo Metzmacher zusammen mit einer veränderten Organisation der KunstFestSpiele in der Form eines Instituts innerhalb der Stadtverwaltung erstmals vorgestellt. 

OB Schostok weist Kritik zurück

Umso irritierender sei die Kritik von zwei Ratsherren der CDU und den Grünen, entgegnet Schostok. "Die dort von zwei Ratspolitikern von CDU und Grünen geäußerte Kritik am Vorgehen der Verwaltung ist in keiner Weise nachvollziehbar. Sie entbehrt in der Sache jeder Grundlage. Die Verwaltung hat den Entscheidungsvorschlag über die von einer großen Mehrheit gewollte Verlängerung der Intendanz von Ingo Metzmacher wie verabredet im September vorgelegt. Wer dann in der Sitzung zunächst auf jegliche Information verzichtet und die Beratung vertagt, kann sich dann nicht beschweren, er sei nicht informiert", betont der Oberbürgermeister. "Ich will noch einmal klarstellen: Die Entscheidung, die KunstFestSpiele in der Form eines Instituts zu organisieren, fällt als Geschäft der Verwaltung in die alleinige Zuständigkeit des Oberbürgermeisters. Ein Gremienbeschluss ist insoweit nicht erforderlich und wurde auch zu keinem Zeitpunkt angekündigt. Selbstverständlich erläutert die Verwaltung die Beweggründe – wie schon im Juni geschehen – gern noch einmal ausführlich im Fachausschuss", führt Schostok aus.

Bekenntnis zu Ingo Metzmacher

Der Oberbürgermeister stellt in diesem Zusammenhang das große Interesse der Stadt an einer weiteren Zusammenarbeit mit Ingo Metzmacher heraus, der die KunstFestSpiele seit 2016 leitet. "Im Übrigen möchte ich nochmals betonen, dass Herr Metzmacher unbestritten ein Glücksfall für die KunstFestSpiele und Hannover ist. Die aktuellen öffentlichen Meinungsäußerungen zeugen von Unkenntnis und Ignoranz. Wer die KunstFestSpiele mit Ingo Metzmacher will, sollte sich nicht in kleinkarierte Diskussionen verstricken. Dies ist für die KunstFestSpiele und ihren international renommierten Intendanten völlig unangemessen. Ich weise in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine Landeshauptstadt, die vorhat, Europäische Kulturhauptstadt zu werden, dies nicht mit Kurzsichtigkeit und Tunnelblick in ihren politischen Gremien erreichen wird."

Hintergrund

Wie in der Juni-Sitzung im OB-Ausschuss angekündigt, folgte im September die Vorlage einer entsprechenden Drucksache zur Verlängerung der Intendanz um drei Jahre bis 2021. Mit der Verlängerung der Intendanz will die Verwaltung eine unabhängigere Organisationsform der KunstFestSpiele in Form eines Instituts schaffen. Das Institut ist einerseits weiterhin Teil der Verwaltung, kann aber eigenständiger agieren als ein klassischer Verwaltungsbereich. Eine genauere Erläuterung und Diskussion hierüber entfiel in der September-Sitzung, da die CDU-Fraktion die Vorlage ohne nähere Beratung im Ausschuss in die Fraktion gezogen hat. Die erste ausführliche Beratung steht damit im November an. Anschließend befassen sich der Finanzausschuss und abschließend voraussichtlich im Dezember der Verwaltungsausschuss mit der Verlängerung der Intendanz für Herrn Metzmacher. Anschließend soll der Vertrag unterzeichnet werden. Die Planungen für die KunstFestSpiele 2018 und 2019 gehen einvernehmlich unverändert voran und werden durch den Beratungsverlauf nicht beeinträchtigt.