Eintrag ins Goldene Buch

Oberbürgermeister Onay würdigt General Arlt für Einsatz in Afghanistan

Es war der größte und dramatischste Rettungseinsatz in der Geschichte der Bundeswehr: die Evakuierung tausender Menschen vom Flughafen Kabul. Brigadegeneral Jens Arlt hat die gefährliche Mission geleitet. Oberbürgermeister Belit Onay empfing am 24. November den in Hannover geborenen Offizier im Neuen Rathaus. Arlt trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Am 24. November empfing Oberbürgermeister Belit Onay Brigadegeneral Jens Arlt im Neuen Rathaus und würdigte dessen Verdienste

Belit Onay würdigte die Verdienste des Generals: "Jens Arlt und den beteiligten Soldat*innen gebührt für ihren gefährlichen Einsatz Dank und Anerkennung. Ich freue mich sehr, dass er der Einladung in seine Geburtsstadt Hannover gefolgt ist und sich ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hat." Im Gespräch mit dem General merkte der Oberbürgermeister an, dass viele Feldjäger*innen aus Hannover in Afghanistan gedient haben. Onay: "Viele Menschen aus Hannover haben eine Verbindung nach Afghanistan."

Onay: "Unsere Solidarität ist bei den Menschen in Afghanistan."

Onay hob hervor, dass die Notwendigkeit des von General Arlt geleiteten Evakuierungseinsatzes auch Ausdruck davon sei, dass die Afghanistanpolitik des Westens gescheitert sei: "Die Erinnerung an die Evakuierung unter großem Zeitdruck und unter Einsatz von Leib und Leben führt uns vor Augen, dass die Afghan*innen heute wieder unter dem Regime der Taliban leben und viele darunter leiden – auch viele derjenigen, die als Ortskräfte die deutschen Soldat*innen unterstützt haben und das Land nicht mehr rechtzeitig verlassen konnten. Unsere Solidarität ist bei den Menschen in Afghanistan. Politisch sollten wir sie unterstützen und im Ernstfall als Geflüchtete aufnehmen."

Mehr als 5300 Menschen konnten dem Regime der Taliban entrinnen

Die Evakuierung vom Kabuler Flughafen bildete den Abschluss des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan. Unter dem Kommando von Arlt stellten Fallschirmjäger, Sanitäter, Feldjäger und andere Spezialisten der Bundeswehr sicher, dass mehr als 5300 Menschen dem Regime der Taliban entrinnen konnten.  Die 400 beteiligten Soldatinnen und Soldaten kehrten Ende August alle wohlbehalten nach Deutschland zurück.