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Grundsteinlegung

Ohe-Höfe: Der Bau beginnt

Ein Dort entsteht mitten in der Stadt: Gemeinsam mit der hanova haben sechs Wohnprojekte am 28. Juni in der Baugrube an der Ohestraße den Grundstein für eine neue Nachbarschaft gelegt.

Menschen bei der Grundsteinlegung. © LHH

Ratsherr Joachim Albrecht (links) mit Hannovers Erster Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (mitte), hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus mit Baugruppen-Vertreter*innen. 

Ein bunt besprühter Bauzaun deutet bereits an, wo in den nächsten Monaten das erste Gemeinschaftsquartier der Landeshauptstadt Hannover entstehen wird: Direkt an der Benno-Ohnesorg-Brücke, gegenüber von Capitol und Ihmezentrum, beginnt in diesem Sommer der Bau der Ohe-Höfe. Deswegen haben die sechs beteiligten Wohnprojekte und hanova am Freitag, den 28. Juni 2019, in der Baugrube an der Ohestraße den Grundstein für die neue Nachbarschaft gelegt. 

Quartier mit Fokus auf Baugemeinschaften

"Wir freuen uns, dass es endlich losgeht. Die Ohe-Höfe sind ein Meilenstein für Hannover. Es ist das erste Wohnquartier, in dem so viele Baugruppen so eng zusammenarbeiten und die Beteiligten so nahe beieinander wohnen werden. Die künftigen Nutzer*innen bringen eine gehörige Portion Herzblut, Individualität und zugleich Gemeinschaftsgeist mit", betonte Sabine Tegtmeyer-Dette, Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin. Bei der Vermarktung dieses Grundstücks ist die Landeshauptstadt Hannover neue Wege gegangen, indem ein komplettes Quartier mit dem Fokus auf Baugemeinschaften entwickelt wurde. 

Ein Dorf in der Stadt

Wie in einem Dorf mitten in der Stadt wollen die etwa 135 Mitglieder der sechs Baugruppen gemeinsam in den Ohe-Höfen leben. Dabei ist jedes Wohnprojekt ein bisschen anders. Es gibt Mehrgenerationen-Hausgemeinschaften, Projekte für ältere Menschen, eine Wohngruppe für Jugendliche mit Behinderungen, eine Kita und auch eine Imkerei. "Die Landeshauptstadt Hannover hat die Ohe-Höfe als buntes Vorzeigeviertel erdacht. Es liegt in unserer Hand, diesen Plänen ein eigenes Leben einzuhauchen. Wir hoffen, dass der Bau möglichst reibungslos verlaufen wird und zügig vorankommt", sagte Ann-Kathrin Seidel, Co-Geschäftsführerin der Ohe-Höfe-Bauherren-GmbH. 2020 wollen die zukünftigen Bewohner*innen das neue Viertel beziehen. 

112 Wohnungen am Ihme-Ufer

Für den früheren Parkplatz, wo einst Partygänger*innen ihre Autos parkten, haben vier erfahrene Architekturbüros ein städtebauliches und freiraumplanerisches Konzept entwickelt. Im Juli 2016 bewarben sich 19 Baugruppen für die sechs Baugrundstücke. Im Sommer 2018 gingen die Grundstücke schließlich an die Wohnprojekte über. Auf 6.900 Quadratmetern Bauland werden direkt am Ihmeufer acht Mehrfamilienhäuser mit 112 Wohnungen entstehen. Die 74 Wohnungen der Wohnprojekte sind bereits weitestgehend vergeben – bis auf einige Belegrechtwohnungen und Apartments für Studierende, die erst in den Monaten vor Einzug vermietet werden. Hinzu kommen die 38 Mietwohnungen der hanova in zwei Gebäuden an der Ecke zur Gustav-Bratke-Allee und an der Ohestraße, deren Bewohner*innen auch Teil der Ohe-Höfe sein werden. 

Gemeinschaft aus unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen

Gemeinschaft entsteht hier nicht einfach nebenbei. Die Architektur und die Infrastruktur in den Ohe-Höfen sind darauf angelegt, Begegnung zu schaffen. Man trifft sich im Café des Quartiers, im Garten oder auf dem Spielplatz. Jedes Wohnprojekt verfügt über einen Gemeinschaftsraum für Kochen und Essen, Spielen, Veranstaltungen und Partys. "Wir möchten in dieser exponierten Lage als Ankerinvestor hochwertigen Wohnraum für die unterschiedlichsten Gesellschaftsgruppen schaffen", sagte hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus. "Einen guten Zusammenhalt verspricht dabei der gemeinschaftlich geplante Innenhof rund um das Gebäude-Ensemble. Ein spannendes Projekt, das den laufenden Stadtentwicklungsprozess bereichert und Hannover attraktiven Wohnraum beschert."