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Kriminalitätsverteilung 2015-2019

Polizei und Stadt stellen dritten Sicherheitsbericht vor

Wie hoch ist das Kriminalitätsaufkommen in den Stadtteilen? Aufschluss gibt der dritte Sicherheitsbericht für die Landeshauptstadt Hannover, den Stadt und Polizei am 7. Oktober gemeinsam der Öffentlichkeit vorgestellt haben. 

Auf einer blauen Jacke ist der Schriftzug "Stadt Hannover Ordnungsdienst" aufgebracht. © LHH

Beschäftigte des Städtischen Ordnungsdienstes im Einsatz

Für das Jahr 2019 sind die Fallzahlen der gesamten Straftaten für die Landeshauptstadt Hannover im Vergleich zum Jahr 2018 leicht zurückgegangen. Damit setzt sich ein rückläufiger Trend fort, der seit dem Jahr 2016 festzustellen ist. Im Jahr 2019 flossen im gesamten Stadtgebiet 69.613 Straftaten in die Polizeiliche Kriminalstatistik ein, von denen 63.404 den 13 Stadtbezirken bzw. 51 Stadtteilen zugeordnet werden konnten. 

Die erfassten Straftaten

Da der Sicherheitsbericht ausschließlich Delikte beleuchten soll, die einen Bezug zum öffentlichen Raum haben und/oder das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger vor Ort im besonderen Maße beeinflussen, werden folgende Straftaten in der Statistik veröffentlicht:

  • Diebstahldelikte gesamt, davon Wohnungseinbruchdiebstahl, Diebstahl von Kraftfahrzeugen (ohne Motorräder) und Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen
  • Gesamtstraftaten (ohne Staatsschutz- und Verkehrsdelikte)
  • Körperverletzungen
  • Raubdelikte gesamt, davon Straßenraub
  • Rauschgiftdelikte
  • Sachbeschädigungen

Umfangreiches Zahlenwerk zum städtischen Ordnungsdienst

Bei den zuletzt erwähnten Rauschgiftdelikten ist zu beachten, dass diese im starken Maße von der Kontrollintensität der Polizei abhängig sind. Diese Zahlen lassen jedoch keine Rückschlüsse auf die räumliche Verteilung der Taten zu, sondern dokumentieren vielmehr die Örtlichkeiten der polizeilichen Feststellungen. Außerdem wird in dem Sicherheitsbericht erneut umfangreiches Zahlenwerk zum städtischen Ordnungsdienst der LHH veröffentlicht. Demnach haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2019 unter anderem über 26.000 Bürgergespräche geführt, 4.347 Platzverweise ausgesprochen und 30.456 Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht. Erstmalig werden diese städtischen Maßnahmen nun auch bis auf die Ebene der Stadtteile dargestellt.

Hintergrund

Seit im Jahr 2012 die technischen Voraussetzungen für eine statistische Erfassung von Straftaten, heruntergebrochen auf die 51 hannoverschen Stadtteile, geschaffen worden waren, hat die Polizei Hannover unmittelbar mit der Erfassung der Datensätze begonnen. Um eine valide, aussagekräftige sowie vergleichbare Veröffentlichung der registrierten Delikte gewährleisten zu können, musste zwingend ein Betrachtungszeitraum von fünf Jahren abgewartet werden. So konnte schließlich im November 2018 der erste, gemeinsame Sicherheitsbericht im Rahmen einer Pressekonferenz einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Dabei betonten alle Beteiligten ausdrücklich, dass mit der Veröffentlichung nicht das Ziel eines Vergleichs zwischen den einzelnen Stadtteilen und somit ggf. einer Stigmatisierung verfolgt wird. Ein Vergleich ist aufgrund individueller Einflussfaktoren wie z.B. Fläche, Einwohnerzahl, Infrastruktur oder unterschiedlicher Veranstaltungsdicht nicht möglich. Hinzu kommen erhebliche Schwankungsbreiten in den kleinräumigen Bereichen – teilweise bewegen sich die veröffentlichten Zahlen im einstelligen Bereich – in Bezug auf Fallzahlen, Aufklärungsquoten und Steigerungsraten. Vielmehr soll das Hellfeld der Kriminalitätsentwicklung anhand der statistischen Daten abgebildet und dadurch eine größtmögliche Transparenz erreicht werden.