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Auszeichnung

Prämien für engagierte Energiesparschulen in Hannover

25 Schulen feiern: Mit einer Leistungsprämie in Höhe von 750 bis 3.000 Euro belohnt der Fachbereich Gebäudemanagement der Landeshauptstadt das energie- und klimabewusste Engagement dieser Bildungseinrichtungen im Jahr 2017. Über einen Hauptpreis beim Projekt "Gruppe schulisches Energiemanagement – Hannovers Schulen sparen Energie" (GSE) freuen sich diesmal die Grundschule Vinnhorst, die Grundschule Beuthener Straße, die IGS Bothfeld, die Leonore-Goldschmidt-Schule (IGS Mühlenberg), die Leibnizschule und die Grundschule Mengendamm.

Vier Frauen und eine Gruppe Kinder mit drei Mädchen und drei Jungen © LHH

Sabine Tegtmeyer-Dette, Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin (ganz rechts im Bild) bei der Preisverleihung mit Repräsentanten einer der Preisträger-Schulen. 

"Die Kreativität und der Einsatz, mit dem Kinder und Jugendliche an das Thema Energiesparen herangehen, begeistern mich immer wieder neu. Das ist für mich gelebte Nachhaltigkeit. Auch wegen dieses fest im Schulalltag verankerten Engagements hat Hannover den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018 erhalten", sagte Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette bei der Preisverleihung am Dienstag, den 5. Juni im Neuen Rathaus.

Preisträger-Schulen

Den ersten, mit 3.000 Euro dotierten Preis erhält die Grundschule Vinnhorst. Ausschlaggebend für die Jury war die intensive vielfältige Projektarbeit der gesamten Schule. Die EnergiemanagerInnen haben ihre Schule gründlich untersucht und Energiespartipps in der gesamten Schule verbreitet. Die dritten und vierten Klassen haben darüber hinaus eine Projektwoche „prima Klima“ mit dem Schwerpunkt „Energiesparen im Haushalt“ durchgeführt. Im Kunstunterricht wurde ein T-Shirt-Wettbewerb für Klimaschutzslogans ausgelobt. Die besten Entwürfe wurden gedruckt. Zudem hat eine dritte Klasse den Film „Energie sparen kann jeder – auch du“ gedreht, um auch künftige MitschülerInnen gleich für das Thema zu begeistern. SchülerInnen geben in Spielszenen Empfehlungen vom energiesparenden Kochen bis zum Umstieg vom Elterntaxi auf den „Schulbus zu Fuß“.

Der zweite Preis (2.500 Euro) geht an die Grundschule Beuthener Straße, die damit zum fünften Mal in Folge einen Hauptpreis gewinnt. Neben dem stetigen Achten auf einen sparsamen Energieverbrauch hat die Energie-AG auch das Thema Mülltrennung eingeführt. Im Fokus stand diesmal zusätzlich besonders das Thema „Gesunde Ernährung“. Die SchülerInnen haben „Wirf mich nicht weg“-Lebensmittelgeschichten ausgedacht, Erdbeeren im Schulgarten gepflanzt und schmackhaften Brotaufstrich aus palmölfreier Schokolade hergestellt. Auch das Lehrerkollegium zieht begeistert mit und bildet sich intensiv zu Klimaschutzthemen fort.

Den dritten Preis (2.000 Euro) sichert sich der Vorjahressieger, die IGS Bothfeld. Sie punktet damit, dass sich alle Jahrgänge aktiv mit verschiedenen Aktionen beteiligen. Das gegenseitige Begeistern für Umwelt und Klima lässt ein Gemeinschaftsgefühl entstehen; die SchülerInnen werden zu Botschaftern auch in ihrem persönlichen Umfeld. Aufbauend auf der Projektdurchführung im Vorjahr hat die Energie-AG unter anderem einen Film für die Schule erstellt, mit dem sie MitschülerInnen zum Energiesparen weiter motivieren.

Über den vierten Platz und damit über ein Preisgeld von 1.500 Euro freut sich die Leonore-Goldschmidt-Schule (ehemals IGS Mühlenberg). Gekonnt widmen sich hier EnergiemanagerInnen den neuen Anforderungen, die durch den Passivhausstandard ihrer neuen Schule entstehen. Besonders wirkungsvoll sind das Lüften und Verschatten im Sommer. Zur Veranschaulichung hat die Schule ein Passivhausmodell gebaut, mit dem im hauseigenen Energie-LAB auch SchülerInnen anderer Schulen experimentieren dürfen. Selbst ehemalige Lehrer sind noch aktiv. Sie fertigen mit geflüchteten Jugendlichen Solarexperimentiersets für Kindertagestätten an. So lernen auch die Kitakinder, wie sich Sonnenenergie nutzen lässt. Und die jungen Flüchtlinge verbessern ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Mit dem fünften Platz (1.000 Euro) werden gleich zwei Schulen belohnt: Grundschule Mengendamm und Leibnizschule. Mit der Grundschule Mengendamm gewinnt eine Neueinsteigerin, die mit viel Elan das GSE-Projekt begonnen hat. Das Gymnasium Leibnizschule ist ein "GSE-Urgestein". Das Prinzip Nachhaltigkeit ist fest im Schulalltag verankert: Die EnergiemanagerInnen sensibilisieren für das richtige Verhalten, der Schulhausmeister arbeitet aktiv mit, die Schülervertretung initiiert jedes Jahr ein faires Schokoladenprojekt. Zusätzlich werden jedes Jahr neue Projekte ins Rollen gebracht, diesmal zum Beispiel der Bau von solarbetriebenen Fahrzeugen und ein Biogarten.

Das GSE-Energiesparprojekt

Die Leistungsprämie wird seit 2014 jedes Jahr als zusätzlicher Ansporn im Rahmen des GSE-Projekts vergeben, mit dem die Stadt seit 1994 das Thema Energiesparen an Hannovers Schulen fördert. Das Prinzip: Gemeinsam achten SchülerInnen, Lehrkräfte und SchulhausmeisterInnen, unterstützt von Energiefachleuten, auf einen effizienten Umgang mit Energie im Schulalltag. Dafür erhalten sie einen „Basis-Bonus“ von zwei Euro pro SchülerIn und Jahr. 90 Prozent der Schulen machen regelmäßig mit und vermeiden so pro Jahr rund 650.000 Euro Energiekosten und 2.300 Tonnen Kohlendioxidausstoß.  

Leistungsprämie

Die Teilnahme am GSE-Projekt ist Voraussetzung, um sich auf eine Leistungsprämie zu bewerben. 27 Schulen hatten diesmal einen Beitrag eingereicht. Angesichts der unterschiedlichen Schulformen und der vielen guten Beispiele setzt die Stadtverwaltung auf eine breite Streuung der 25 Prämien. So sind neben den üblicherweise fünf Hauptpreisen in Höhe von 3.000 bis 1.000 Euro weitere 20 Preise über je 750 Euro vorgesehen. Dieses Jahr fiel die Entscheidung allerdings besonders schwer: Angesichts absolut gleichwertiger Bewerbungen vergab die Jury daher den fünften Platz je zweimal und dafür nur 19 Nebenpreise.

Jury-Mitglieder:

  • Andrea Werneke, Klimaschutzagentur Region Hannover;
  • Anne Huse, proKlima enercity-Fonds;
  • Dr. Regine Leo, Landeshauptstadt Hannover (LHH), Leiterin des Schulbiologiezentrums Hannover;
  • Arno Mühlenhaupt, langjähriger Leiter des Schul-LAB der IGS Mühlenberg (seit 2015 im Ruhestand);
  • Regine Bethke-Wittke, LHH, Fachbereich Gebäudemanagement;
  • Udo Büsing, LHH, Fachbereich Umwelt und Stadtgrün.

Hauptpreisträger 1 bis 5:

1. Platz: Grundschule Vinnhorst, 3.000 Euro

2. Patz:  Grundschule Beuthener Straße, 2.500 Euro

3. Platz: IGS Bothfeld, 2.000 Euro

4. Platz: Leonore-Goldschmidt-Schule IGS Hannover-Mühlenberg, 1.500 Euro

5. Platz: Gymnasium Leibnizschule und Grundschule Mengendamm (je 1.000 Euro)

Preisträger 7 – 25 (gleichrangige Leistungsprämie in Höhe von 750 Euro):

  • Grundschule (GS) Am Sandberge
  • GS Comeniusschule
  • GS Fichteschule
  • GS Glücksburger Weg
  • Grundschule im Kleefelde
  • Heinrich-Wilhelm-Olbers-Grundschule
  • GS In der Steinbreite
  • GS Kardinal-Bertram-Schule
  • Pestalozzi-Grundschule
  • GS Tegelweg
  • Gymnasium (Gy) Goetheschule
  • Gy Herschelschule
  • Gy Käthe-Kollwitz-Schule
  • Glocksee-Schule – Schule mit besonderem pädagogischem Profil
  • Friedrich-Bonhoeffer-Schule
  • IGS Linden
  • IGS List
  • IGS Stöcken
  • IGS Südstadt