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Wälder

Rettungspunkte lotsen Einsatzkräfte zum Unglücksort

Hilfe in Not: Damit im Ernstfall die Rettungskräfte schnell einen Unfallort im Wald finden, hat die Stadtverwaltung sogenannte "Rettungspunkte Forst" eingerichtet. Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette und Forstwissenschaftler Johannes Drechsel vom Bereich Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz (im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün) stellten die 15 neuen Schilder am 4. Juni im Rahmen eines Pressegesprächs vor. 

Ein Mann und eine Frau mit einer Karte im Wald. © LHH

Stellten die Rettungspunkte vor: Johannes Drechsel (Bereich Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz) und Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette.

Insgesamt 15 neue Schilder in etwa zwei Metern Höhe sollen es Verunglückten ermöglichen, im Notfall schnellstmöglich Einsatzkräfte gezielt anzufordern. Die Markierungen dienen dafür als Orientierungspunkte. Gekennzeichnet sind sie durch ein grünes Feld, auf dem in Weiß symbolisch ein Sammelpunkt dargestellt ist (vier weiße Pfeile und eine stilisierte Menschenmenge). Darunter ist in schwarzer Schrift auf weißem Grund ein einmaliger Code angegeben, der sich aus dem Buchstaben "H" (für Hannover) und einer dreistelligen Zahlenkombination zusammensetzt. Die Notrufnummer "112" und eine Beschreibung, wie im Ernstfall zu verfahren ist, komplettieren die Informationen. Wird der Code der Rettungsleitstelle am Telefon mitgeteilt, kann ein Rettungswagen gezielt zum Ort des/der Anrufenden entsendet werden.

Rettungspunkte erfüllen eine wichtige Funktion

"Bei einem Spaziergang, beim Radfahren, bei der Waldarbeit oder bei anderen Aktivitäten im Wald kann es zu Unfällen kommen. Häufig befinden sich die Verunglückten dann abseits größerer Straßen, was ein schnelles Auffinden durch Rettungsdienste erschwert. Möglicherweise fehlen dann Orientierungspunkte, um den Unfallort genau zu beschreiben", beschreibt Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette den Vorzug dieser neuen Schilder. Sie betont: "Auch im Sinne der Arbeitssicherheit erfüllen diese Punkte eine wichtige Funktion."

Umsetzung eines Ratsauftags

Die neuen Rettungsmarken sind in der nördlichen und südlichen Eilenriede, im Tiergarten, im Mecklenheider Forst, im Klosterforst Marienwerder, am Altwarmbüchener See, im Altwarmbüchener Moor, am Kronsberg, im Ricklinger Holz, in der großen Heide sowie in der Seelhorst aufgestellt worden. Sie ergänzen die Orientierungspunkte, die ohnehin schon vorhanden sind, wie etwa Fitnesseinrichtungen und Spielplätze (jeder Spielplatz ist beschildert und trägt einen eigenen Namen). Mit dem Aufstellen der "Rettungspunkte Forst" in den Stadtwäldern hat der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün einen Ratsauftrag umgesetzt.

Materialkosten liegen bei rund 500 Euro

Aufgestellt wurden die Schilder allesamt im Mai 2019. Die Materialkosten liegen bei rund 500 Euro. "Wesentlich größer war der zeitliche Aufwand für die Auswahl und Abstimmung der Punkte", betont Forstwissenschaftler Johannes Drechsel vom zuständigen Bereich Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz (im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün). Kriterien für die Auswahl waren unter anderem, dass sie ganzjährig durch Rettungswagen anzufahren sind, möglichst an markanten Orten liegen, und einen Mobilfunkempfang haben.

Karten in App und Web

Eine Übersichtskarte ist im Internet unter www.hannover-gis.de zu finden. Zudem können Waldbesucher*innen voraussichtlich ab Oktober 2019 die genaue Position der Rettungspunkte mit der Mobiltelefon-App "Hilfe im Wald" finden. Weitere Informationen zum Thema erfahren Interessierte unter www.rettungspunkte-forst.de.