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Neubau Marktplatz Stöcken

Richtfest Stadtteilzentrum Stöcken

Ein besonderes Richtfest – ohne klassischen Dachstuhl - wurde am Dienstag, den 17. Oktober für das neue STZ Stöcken unter anderem mit Kulturdezernent Harald Härke, Bezirksbürgermeisterin Regine Bittorf und Carmen Müller, Leiterin des Stadtteilzentrums Stöcken gefeiert. Die Fertigstellung des Gebäudes ist bis zum Herbst 2018 geplant.

Zwei Frauen und ein Mann befinden sich auf einer Baustelle und befüllen eine Zeitkapsel mit alltäglichen Gegenständen. © LHH

Beim befüllen der Zeitkapsel: (v.l.) Carmen Müller, Leiterin des Stadtteilzentrums Stöcken, Kulturdezernent Harald Härke und Bezirksbürgermeisterin Regine Bittorf. 

Nach gutem altem Brauch wurde beim heutigen Richtfest eine Zeitkapsel in den Neubau eingemauert. Der Inhalt einer Zeitkapsel soll in erster Linie Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit zum Leben erwecken und die Menschen, die irgendwann diese Zeitkapsel finden, sollen etwas über das Leben und die Menschen in Herrenhausen-Stöcken im Jahre 2017 erfahren. Traditionell kommen in eine Zeitkapsel eine Urkunde zur Entstehung des neuen Gebäudes, die Baupläne, die aktuellen Zeitungsausgaben und aktuelle Geldstücke. Diese Zeitkapsel wird aber auch mit ganz persönlichen Botschaften gefüllt. Viele Kinder und Jugendliche aus Herrenhausen-Stöcken schicken so einen Gruß von heute an die Zukunft.

Für den Neubau STZ Stöcken beginnt damit die 2. Hälfte der Bauzeit. Das neue Stadtteilzentrum wird voraussichtlich ab Herbst 2018 die städtische Stadtteilkultur, den Stadtteilladen und das Leckerhaus des Vereins Soziales Netzwerk Stöcken beheimaten.

Städtebauförderung / Finanzierung

Der Neubau ist Bestandteil der Gesamtmaßnahme "Marktplatz Stöcken". Wesentliche Vorhaben in diesem Programmgebiet sind neben dem Neubau des STZ die Umgestaltung des Stöckener Marktes, die Erneuerung des Vorplatzes sowie der Umbau des Spielplatzes Hogrefestraße. Durch das Bund-/Länderprogramm der Städtebauförderung Aktive Stadt- und Ortsteilzentren werden hier insgesamt 7,45 Millionen Euro investiert. Die Fördermittel werden zu je 1/3 von Bund, Land und Kommune bereitgestellt.

Bauliche Besonderheiten

Mit dem Begriff "Richtfest" wird landläufig das Bild vom Zimmermann auf dem "gerichteten" Dachstuhl aus Holz verbunden. Diese Baustelle des neuen Stadtteilzentrums unterscheidet sich vom traditionellen "Haus" in wesentlichen Punkten. Der Bau ist aktuell in der Rohbauphase. Auf den Fundamenten wurde zunächst die Bodenplatte hergestellt. Dann wurden die tragende Konstruktion angefertigt sowie die massiven Wände des Gebäudes betoniert. Während die Außenwände mit einer Dämmung sowie einer Klinkerfassade versehen werden, bleibt bei einigen Innenwänden die Betonoberfläche sichtbar. Die massiven Wände kann man heute bereits erkennen.

Die besondere Dachform besteht aus trapezförmigen Pultdächern mit unterschiedlichen Neigungen. An den Hochpunkten jedes Daches befindet sich eine so genannte Laterne. Die Dachschrägen werden in Stahlbeton ausgeführt. Bei dem größten der insgesamt vier Dachaufbauten handelt es sich um das Dach über dem künftigen Saal. Die Dachelemente werden vor Ort in vorbereiteten Schalelementen betoniert. Diese werden bis zur Aushärtung des Betons abgestützt - es entsteht der beeindruckende Stützenwald, der auch beim Richtfest zu sehen ist. Hierbei wird bis in einer Höhe von zwölf Metern gearbeitet.

Zeitplanung der Bauarbeiten

Die komplexen Rohbauarbeiten zur Errichtung des Daches sind im vollen Gange. Im Anschluss folgen der Einbau von Fenstern und Außentüren und die Klinkerarbeiten an der Fassade. Dann kann das Dach eingedeckt werden. Im Winter beginnen im Innenbereich die Vorbereitungsarbeiten für die Bereiche Heizung, Sanitär, Lüftung und Elektrik. Im Frühjahr 2018 folgen dann der Einbau der Böden, Trockenbau-, Tischler- und Malerarbeiten.

Nach Abnahme aller Arbeiten ist die Fertigstellung bis zum Herbst 2018 geplant. Nach Räumung der Baustelleneinrichtung können die Außenanlagen, insbesondere der Vorplatz, gebaut werden. Nach Fertigstellung aller Bauarbeiten kann das neue STZ Stöcken eingeweiht werden.

Wettbewerb als Ideengeber

Der besondere Gebäudeentwurf ist Ergebnis eines Architekturwettbewerbs. Bei der Wettbewerbsentscheidung waren neben den Fachjuroren auch die künftigen Nutzerinnen und Nutzer sowie die Stadtteilöffentlichkeit eingebunden. Als Sieger ging dabei der Entwurf des Büros AllesWirdGut ZT aus Wien hervor, bei dem sowohl die besondere Form als auch die optimale funktionale Organisation im Gebäude überzeugten.

Das neue Stadtteilzentrum

Das Stadtteilzentrum stellt durch seine Erschließung im Norden einen unmittelbaren Bezug zum Stöckener Markt her. Die durch Handel und Versorgung geprägte Stadtteilmitte bekommt mit der sozial-kulturellen Nutzung des Gebäudes einen wichtigen Akzent, um Gemeinschaft zu fördern sowie Vielfalt und sozialen Raum zu ermöglichen. Das STZ will allen Bewohnerinnen und Bewohnern Stöckens und seinen Gästen ein offenes und inklusives Haus sein. Es ist ein Ort für eine Gemeinschaft in Vielfalt und gibt dieser eine Gestalt mit einem unverwechselbaren Erscheinungsbild.

Herzstück ist der große Saal mit seiner Fensteröffnung nach Süden zum grünen Spielplatz. Mobile Trennwände ermöglichen eine Teilbarkeit in drei separate Gruppenräume. Weitere Gruppenräume für die vielfältigen Angebote der Stadtteilkultur liegen im Norden des Gebäudes. Zum Vorplatz hin orientiert sich der Stadtteilladen. Mit seinem Gruppenraum fungiert er als offener Treff mit verschiedenen Angeboten zu unter anderem Gesundheit, Bewegung, Nachbarschaftshilfe, Sprache und Handarbeiten.

Im Südosten zieht das Leckerhaus ein. Der Gruppenraum des Leckerhauses orientiert sich zum Spielplatz. Die neue Küche kann Herzstück der Einrichtung werden, in der Mittagstisch, Hausaufgabenbetreuung und Elternarbeit kombiniert sind.