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Am Hohen Ufer

Richtfest am westlichen Marstall

Gut ein Jahr ist vergangen, seit am westlichen Marstall der erste Spatenstich für ein fünfgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus gesetzt wurde. Am 17. Mai 2017 konnte das Richtfest gefeiert werden.

Richtfest am Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses am westlichen Marstall © LHH

In dem Neubau enstehen 25 Wohnungen sowie zwei Gewerbe-Einheiten

Realisiert wird das Gebäude von hanova in Zusammenarbeit mit dem Bauträger Hochtief. Insgesamt entstehen dort 25 Wohnungen und zwei Gewerbe-Einheiten für Gastronomie im Erdgeschoss, hinzu kommt eine Tiefgarage mit 30 Stellplätzen.

"Im Zuge unseres Innenstadtkonzeptes Hannover City 2020+ erwächst zwischen Altstadt und Steintor eine neue Flaniermeile. Der gesamte Bereich wird neu gestaltet. Mit dem Wohn- und Geschäftshaus wertet hanova dieses Quartier deutlich auf und schafft attraktiven Raum für Wohnen an der Leine. Gleichzeitig unterstreicht der Neubau an dieser exponierten Stelle unseren städtebaulichen Anspruch", so Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Das Projekt

Geplant wurde das Gebäude vom Architekturbüro "BKSP – Grabau, Leiber, Obermann und Partner", das sich bei einem 2014 ausgelobten Architekturwetttbewerb gegen 13 andere Büros durchgesetzt hatte. Mit der hellen Natursteinfassade und den akzentuierenden metallischen Elementen fügt sich der Bau in das vorhandene Ensemblebild ein. Die umbaute Fläche beträgt rund 4.250 m². Die 25 Wohnungen sind zwischen 80 und 193 m² groß und erstrecken sich über vier Etagen auf rund 3.250 m², wobei die Wohnungen in den beiden oberen Etagen als Maisonette-Wohnungen mit Blick über das Leineufer angelegt sind.

Vor der Grundsteinlegung wurden archäologische Grabungen durchgeführt, bei denen u.a. Teile der mittelalterlichen Stadtmauer und des Fundaments des nordwestlichen Stadtmauerturms freigelegt wurden.

"Lebensraum am Fluss"

"Wir beleben mit dem hochwertigen Neubau diesen Teil der Innenstadt nachhaltig. Das Hohe Ufer gewinnt durch den Lückenschluss spürbar an Attraktivität. Mit den beiden Gastronomie-Einheiten im Erdgeschoss schaffen wir neue Treffpunkte für Innenstadtbesucher und neuen Lebensraum am Fluss. Der Neubau ist ein weiterer Baustein für die Stadtentwicklung Hannovers", sagte hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus im Rahmen des Richtfestes.

Hohe ökologisch-energetische Standards

Beim "Innenleben" des Gebäudes werden hohe ökologisch-energetische Standards gesetzt: Der Innenausbau ist als schadstofffrei, geruchsneutral und "gesundheitsverträglich" zertifiziert. Das Gebäude übertrifft die energetischen Anforderungen der seit 2014 gültigen Energieeinsparverordnung. Maßgeblich dafür ist Hannovers erster "Eisspeicher", der das Gebäude im Winter beheizt und für eine herausragende Energiebilanz sorgt. Der 73 m² große Langzeitenergiespeicher wird von Erdwärme-Pumpen und Solarmodulen auf dem Dach gespeist. Das Funktionsprinzip ist einfach: Das Wasser im Energiespeicher wird durch die regenerativen Energiequellen auf ca. 10 bis 15 °C erwärmt. Durch umspannende Rohrleitungen strömt ein Wasser-Glykol-Gemisch. Diese Sole ist kälter als das Wasser im Eisspeicher und entzieht diesem kontinuierlich die Wärme, mit dem das Gebäude im Winter geheizt wird. Dadurch gefriert das Wasser im Speicher kontrolliert von innen nach außen. Ist das Wasser im Speicher zu Eis erstarrt, wird Wärme aus den regenerativen Energiequellen zugeführt. Das Eis schmilzt. Der Energiegewinn durch den Phasenwechsel kann wieder von vorne beginnen.