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Gebäudeplanung

Richtfest für den Erweiterungsbau der IGS Südstadt

Die Integrierte Gesamtschule Südstadt wächst: Im Beisein von Hannovers Erster Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette wurde am 25. September Richtfest für den dritten Gebäudeflügel gefeiert, der seit Oktober 2018 entlang der Wißmannstraße entsteht. Zudem wird das Bestandsgebäude in der Pfalzstraße saniert. Die Kosten für das Projekt, das 2021 fertiggestellt werden soll, betragen insgesamt 31,5 Millionen Euro.

Fünf Personen unter einem Kranz. Im Hintergrund eine Baustelle. © LHH

Feierten das Richtfest:  Markus Kaupert (ppp-architekten + Stadtplaner), Julia Grunewald (Schulleiterin der IGS Südstadt), Patrick Germing (Bauleiter, Gerhard Lühn GmbH & Co. KG), Sabine Tegtmeyer-Dette (Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin) und Lothar Pollähne (Bezirksbürgermeister Südstadt-Bult). 

"Wir sehen hier ein weiteres gutes Beispiel für die intensiven Investitionstätigkeiten der Stadt in Bildung. Die circa 700 Schüler*innen und rund 70 Lehrkräfte können sich auf moderne Unterrichtsbedingungen freuen, die hier entstehen", sagte Sabine Tegtmeyer-Dette beim Richtfest. "Selbstverständlich ist eine Bauzeit auch immer mit Anstrengungen und Provisorien verbunden. Wenn aber in rund zwei Jahren alles fertig ist, wird man feststellen, dass sie sich gelohnt haben."

Sanierung des Bestandsgebäudes

Die IGS Südstadt am Altenbekener Damm ging 2013 aus der ehemaligen Haupt- und Realschule Bertha-von-Suttner-Schule hervor. Die heute denkmalgeschützten Gebäude am Altenbekener Damm waren in den Jahren 1929 bis 1931 als Volksschule errichtet worden. In ihrer mehr als 80-jährigen Geschichte beherbergte die Schule unter diversen Namen verschiedene Schularten sowie weitere öffentliche Nutzungen wie Lazarett und Stadtteilkino. Umfangreiche Untersuchungen im Rahmen der Bestandsaufnahme ergaben zum Teil erheblichen Sanierungsbedarf, vor allem bei der Verbesserung von Brandschutz und Fluchtwegen, Schadstoffsanierung, Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung sowie umfangreichen WC-Sanierungen. Der Schultrakt mit Klassenräumen, dazugehörigen Differenzierungsbereichen sowie Lehrer*innen- und Verwaltungstrakt wird im Zuge der Sanierungen neu strukturiert. Das ehemalige Sporthallengebäude zwischen Pfalz- und Wißmannstraße soll im Erdgeschoss so umgebaut werden, dass dort eine große Mensa mit Ausgabeküche "Cook-and-Chill" entsteht, die nicht nur das heutige Provisorium ersetzt, sondern auch als Versammlungsstätte für schulische Veranstaltungen genutzt werden kann. Die Sporthalle im Obergeschoss wird umfassend saniert.

Erweiterungsbau neuer dritter Flügel

Der entlang der Wißmannstraße mit einer Nettogrundfläche von 15.500 Quadratmetern entstehende Flügel soll im Wesentlichen naturwissenschaftliche und andere Fachräume sowie eine Ein-Feld-Sporthalle und eine Vier-Gruppen-Kindertagesstätte (Kita) aufnehmen. Die Kita für rund 70 Kinder (auf 1.000 Quadratmetern) wird von der Schule getrennt im Erdgeschoss beheimatet sein. Die Ein-Feld-Sporthalle, Umkleiden und Nebenräume befinden sich im zweiten und dritten Obergeschoss und werden über einen separaten Aufzug und Zugang im Erdgeschoss erschlossen. Zur barrierefreien Erschließung erhält der Neubau zwei unabhängige Treppenhäuser mit Aufzug. Auf allen Geschossen befinden sich Toiletten-Einheiten, die jeweils über ein barrierefreies WC verfügen. In Anlehnung an die vorhandenen Baukörper wird der viergeschossige Anbau als Massivbau im Passivhausstandard erstellt. Die Fassade wird dem denkmalgeschützten Bestand mit Verblendmauerwerk angepasst. Das Flachdach soll extensiv begrünt und statisch auf die Installation einer Photovoltaikanlage vorbereitet werden. Ein zweigeschossiger Verbindungsbau schafft Anschluss zum Bestandsgebäude. Die Maßnahmen an den Gebäuden werden voraussichtlich im Spätsommer 2021 abgeschlossen.

Neugestaltung der Außenanlagen

Der reiche Baumbestand auf dem Gelände blieb weitestgehend erhalten, auch wenn im Zuge der Baumaßnahme im Außenbereich einzelne Bäume im Bereich des Baufeldes und am Rand der Pfalzstraße gefällt werden mussten. Die Außenanlagen werden in Abstimmung mit der Denkmalpflege neu gestaltet und vielfältig nutzbar sein – durch Geländemodellierungen und Rampen wird eine barrierefreie Nutzung erreicht. Funktionsbereiche werden neu organisiert; es werden Ruhe-, Spiel- und Bewegungszonen eingerichtet.