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Zwei Frauen und ein Mann stehen vor einem Gebäuderohbau und präsentieren mit einem Modell und einem Schaubild, wie das Gebäude nach der Fertigstellung aussehen soll © LHH

Sabine Tegtmeyer-Dette, Rainer-Jörg Grube und Rita Maria Rzyski (v. l.)

Linden-Nord

Rohbau der Kita Walter-Ballhause-Straße steht

Die neue Kindertagesstätte (Kita) in der Walter-Ballhause-Straße nimmt Gestalt an: Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette und Personal-, Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin Rita Maria Rzyski haben am 16. Juni gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube den jetzt fertiggestellten Rohbau in direkter Nachbarschaft zum Faust-Gelände besichtigt. Der Besuch war ein kleiner Ersatz für ein ursprünglich angedachtes Richtfest, das wegen der Corona-Pandemie nicht möglich war. Voraussichtlich im Frühsommer 2021 soll die für rund 4,4 Millionen Euro entstehende Vier-Gruppen-Kita bezugsfertig sein. Sie wird in städtischer Trägerschaft betrieben werden.

Der Rohbau eines Eckgebäudes, an dem noch Gerüste stehen. Baumaterial steht und liegt ebenfalls auf dem Boden. © LHH

Die Kita wird nach der Fertigstellung 45 Plätze für Krippen- und 25 Plätze für Kitakinder bieten.

"Der Neubau trägt zur besseren Versorgung des Stadtbezirks mit einem bedarfsgerechten Kita-Angebot bei und ist damit ein weiterer Mosaikstein beim Ausbau der Kleinkinder- und Kinderbetreuung in unserer Stadt. Die neue Einrichtung erleichtert den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf", betonte Rita Maria Rzyski bei dem Termin. Sabine Tegtmeyer-Dette erläuterte zum Bauprozess: "Das Gebäude wurde in Eigenregie von Architekt*innen des Fachbereichs Gebäudemanagement geplant und wird von ihnen baulich betreut. Mit dem bautechnischen Know-how der Architekt*innen und Ingenieur*innen und den zusätzlichen Personalstellen wird die Kompetenz des Fachbereichs weiter ausgebaut."

Dreigeschossiger Bau für drei Gruppen

Auf dem Grundstück an der Walter-Ballhause-Straße/Ecke Nedderfeldstraße neben der bestehenden Betreuungsstätte "Spielhaus" errichtet die Landeshauptstadt Hannover ein dreigeschossiges Gebäude in Massivbauweise, in dem drei Gruppen mit je 15 Krippenkindern im Alter ein bis drei Jahren (U3) im Erdgeschoss vorgesehen sind. Eine der drei Gruppen wird als Betriebskrippengruppe der Stadt geführt. Darüber hinaus wird eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen im Obergeschoss des Neubaus eingerichtet, für Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung (Ü3). Zusammen mit dem benachbarten "Spielhaus" in der Walter-Ballhause-Straße entsteht dort ein Familienzentrum. 

Bezug zu Bestandsgebäude

"Die Fassadenarbeiten haben begonnen, sodass wir bereits einen Eindruck von Material und Farbe erhalten" unterstrich Sabine Tegtmeyer-Dette. Zwei unterschiedliche Fassadenaufbauten prägen den Neubau. Der Hauptbaukörper des Kitagebäudes nimmt mit seinem roten Verblendmauerwerk und den senkrechten Fensterformaten Bezug auf das Bestandsgebäude und die umgebende gründerzeitliche Bebauung. Der Erweiterungsbau im Erdgeschoss wird mit einer hinterlüfteten Holzfassade verkleidet. 

Das gesamte Gebäude wird über eine Aufzuganlage bis ins Dachgeschoss barrierefrei erschlossen. Jedes Geschoss verfügt über eine behindertengerechte Toilette. Alle Bereiche im Gebäude und an den Übergängen zum Außenbereich werden schwellenlos erschlossen.

Die Wärmeversorgung des Gebäudes inklusive Warmwasserbereitung erfolgt über Fernwärme. Die U3-Gruppenräume im Erdgeschoss werden zudem mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Über ein zentrales Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung werden die Räume be- und entlüftet. Auf dem Hauptdach erhält das Gebäude eine Photovoltaik-Anlage.

Auf dem Außengelände der Kita entsteht eine große Spielwiese, räumlich differenziert in einen U3- und einen Ü3-Bereich. Außerdem gibt es altersgerechte Spielgeräte für Krippen- und Kindergartenkinder, einen Rollerparcours sowie eine Wasserzapfstelle.

Ausbau zum Familienzentrum

Im benachbarten "Spielhaus" sind momentan drei Einrichtungen beheimatet. Der Caritasverband betreibt im Dachgeschoss ein Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Weiterhin ist dort im Obergeschoss eine integrative Kindergartengruppe des Elternvereins "Kinderladen Drachenkinder e.V." angesiedelt. Diese Einrichtung wird bereits als Familienzentrum geführt. Im Erdgeschoss des Hauses ist eine von der Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e.V. betriebene Kindergartengruppe als Außenstelle der Kita Pfarrlandplatz angesiedelt. Diese Gruppe wird mit der Fertigstellung des Neubaus aufgelöst beziehungsweise in den Neubau verlagert. Die frei werdenden Räumlichkeiten sollen für die Angebote des Familienzentrums genutzt werden.

Mit Inbetriebnahme der städtischen Kindertagesstätte werden alle drei Einrichtungen in enger Kooperation die Angebote des Familienzentrums organisieren und durchführen sowie weiterhin im Verbund ihre Arbeit gemeinsam weiterentwickeln. "Auf diese Weise wird eine im Stadtteil bekannte und bewährte Kooperationsgemeinschaft gestärkt und erweitert", sagte Rita Maria Rzyski.