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Bei Ahornbäumen

Rußrindenkrankheit festgestellt

Vermehrt stellen die Mitarbeiter*innen der Grünflächenpflegebetriebe in der Landeshauptstadt Hannover die Rußrindenkrankheit an heimischen Ahornbäumen fest. Dabei handelt es sich um einen Pilz, dessen Schadbild im späteren Verlauf den Eindruck eines mit Ruß bestreuten Stamms macht. Diese Sporen können für den Menschen gefährlich sein. Einatmung und intensiver Kontakt können zu schweren Atemwegsproblemen und Entzündungen der Lungenbläschen führen. Symptome sind Reizhusten, Atemnot, Schüttelfrost und Fieber.

Ein Baum, der mit der Rußrindenkrankheit infiziert ist © LHH

Der Pilz befällt dabei vor allem den Spitz-Ahorn, Feld-Ahorn und den Berg-Ahorn und führt unweigerlich zum Absterben des Gewächses

Der Pilz befällt dabei vor allem den Spitz-Ahorn, Feld-Ahorn und den Berg-Ahorn und führt unweigerlich zum Absterben des Gewächses. Als sogenannter Schwächeparasit befällt er vor allem schwache Bäume mit geringer Vitalität. Aufgrund der vergangenen trockenen Jahre und der Trockenperioden in diesem Frühjahr sind die Ahornbestände enorm geschwächt. Bei geschwächten Bäumen hat es die Rußrindenkrankheit besonders leicht, den Baum zu besiedeln und sich dort auszubreiten.

In der Eilenriede wurden bereits im vergangenen Jahr zahlreiche befallene Ahorne durch den städtischen Forstbetrieb gefällt. Auf den städtischen Grünflächen wurden im Jahr 2020 bislang drei Bäume mit dem beschriebenen Befall identifiziert und gefällt. Aufgrund der möglichen Verbreitung und Verteilung der Sporen durch die Luft ist das Fällen dieser Bäume nur mit Schutzausrüstung und bei feuchter Witterung oder nach Benässen der Bäume möglich. Das Fällen der erkrankten Bäume sowie den Abtransport und die Entsorgung führen die Fachleute unter Verwendung von Schutzfolien durch, damit die Sporen nicht durch Wind verbreitet werden können.

Regelmäßige Baumkontrollen

Im Zuge der regelmäßig stattfindenden Baumkontrollen durch städtische Baumkontrolleur*innen wird ein besonderes Augenmerk auf das Schadbild "Rußrindenkrankheit" gelegt. Auch die Mitarbeiter*innen in den Unterhaltungsbezirken sind entsprechend sensibilisiert. Unter besonderer Beobachtung stehen besonders die Baumbestände in direkter Nähe zu öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kitas oder Spielplätzen. Mögliche Verdachtsfälle werden anschließend durch städtisches Fachpersonal untersucht und bei einem positiven Befall unter Schutzmaßnahmen entfernt.

Befallene und gefällte Bäume werden entweder vor Ort oder an anderer Stelle gelagert und mit Boden abgedeckt oder aber zur weiteren Entsorgung auf speziellen Sammelplätzen unter einer Folie gelagert. Damit von dort eine gesammelte fachgerechte Entsorgung stattfinden kann.

Mit Hinblick auf die andauernde Trockenheit und der enormen Schwächung der gesamten Ahornbestände erwartet der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün eine Steigerung der Fallzahlen befallener Bäume. Durch schnelles Handeln und einer fachgerechten Entsorgung unter Vermeidung einer weiteren Ausbreitung der Pilzsporen, versucht der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün diese Problematik in den Griff zu bekommen bzw. dem Anstieg der Fallzahlen entgegenzuwirken.

Hinweise werden entgegengenommen

Hinweise auf möglicherweise durch die Rußrindenkrankheit befallene Bäume im öffentlichen Raum nimmt der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün telefonisch unter (05 11) 1 68 – 4 38 01 und per E-Mail unter umweltkommunikation@hannover-stadt.de entgegen. Private Baumbesitzer*innen sollten einen möglichen Befall durch Fachleute untersuchen und gegebenenfalls durch sie entfernen lassen. Dabei sind die Vorgaben der Baumschutzsatzung der Landeshauptstadt Hannover zu beachten: