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Aegidienwald

Sanierung des Gräserbeetes abgeschlossen

Das Gräserbeet mitten auf dem Aegidientorplatz wurde zwischen Anfang und Mitte April 2019 überarbeitet. Die bisherige Bepflanzung war zum Teil überaltert, durch Wildkräuter überwachsen oder vertrocknet und wurde daher entfernt.

Pflanzungen auf einem Beet © LHH

Rund 2.500 Gräser verschiedener Arten wurden neu gepflanzt

Mit der Räumung der alten Pflanzen wurde auch der ausgezehrte und teilweise mit Wurzelkräutern belastete Boden aus Splitt ausgetauscht. Nach dem Einbau von Spezialsubstrat und einer Bodenbearbeitung erfolgte die Neupflanzung. Die Kosten der Maßnahme auf dem 550 Quadratmeter großen Areal belaufen sich auf rund 20.000 Euro. 

Neue Arten am Aegi

Es wurden rund 2.500 Gräser verschiedener Arten neu gepflanzt, zum Beispiel Gartensandrohr, Chinaschilf und filigrane Federgräser. Weißblütige Stauden wie kleine Graslilien oder Spornblumen beleben die Gräserflächen punktuell und bringen "Farbtupfer". Ab dem kommenden Jahr sorgen zudem weiße Narzissen und Zierlauch für einen attraktiven Frühlingsauftakt. Diese Zwiebeln brauchen ein halbes Jahr Vorlauf zum Einwurzeln, werden deshalb im kommenden Herbst gesteckt und erblühen dann im Frühjahr 2020. Nachdem zuletzt im November 2017 die Windsäcke ausgetauscht wurden, wurde nun erstmals die in die Jahre gekommene Bepflanzung durch den Fachbereich Umwelt und Stadtgrün mit Unterstützung des städtischen Ausbildungsbetriebs Garten- und Landschaftsbau erneuert.

Hintergrund 

Nach Abbruch der stählernen Hochstraße im Oktober 1998 wurde der gesamte Platz neu gestaltet. Es wurden zusätzliche Fahrspuren für die Autos und separate Busspuren angelegt. In den Jahren darauf folgten weitere Baumaßnahmen, die den Verkehrsfluss verbesserten und den Aegidientorplatz auch optisch aufgewertet haben. Im Zuge der Neugestaltung wurde auf der langgestreckten, grasbewachsenen Verkehrsinsel 2006 der "Aegidienwald" installiert. Die Planungen wurden 2004 bis 2006 mit der Leibniz Universität Hannover erarbeitet. Der "Aegiedienwald" ist ein Entwurf der Landschaftsarchitekturstudent*innen Dominik Geilker, und Stefanie Schmoll, betreut von Prof. Udo Weilacher und Stadtgestalter Thomas Göbel-Groß. Die Planung und Realisierung des Projektes lag in der Verantwortung des Architekturbüros von Klaus Determann. Diese Arbeiten wurden mit 185.000 Euro von der Nord/LB, der Sparkasse Hannover, dem Sparkassenverband Niedersachsen und der VGH gesponsert. Die Architekt*innen entwarfen auf dem Aegi einen künstlichen Wald aus 28 schwarz-weißen Stangen mit grünen Windsäcken an ihrer Spitze in sechs Metern Höhe, die an einen Birkenwald erinnern sollen. Die Windsäcke drehen sich selbst bei leichtestem Wind und verändern dabei das Erscheinungsbild des Platzes. Die Gräserbepflanzung auf dem Boden ergänzt diesen interessanten und leichten Effekt.