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Abschlussbilanz

Schützenfest Hannover mit gutem Abschluss

Rund 850.000 bis 900.000 Besucher*innen besuchten das 490. Schützenfest in Hannover – am 7. Juli zogen Hannovers Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette, Paul-Eric Stolle und Ralf Sonnenberg, Leiter des städtischen Eventmanagements, zusammen mit Schausteller*innen, Gastronom*innen und Einsatzkräften ein positives Resümee über die vergangenen zehn Festtage auf dem Schützenplatz. 

Menschen in einem Festzelt. © Florian Arp

Volles Haus: Im Alt Hanovera wurde wieder bis in die frühen Morgenstunden getanzt. 

Stadträtin Tegtmeyer-Dette lobt Schützenfest-Konzept

"Das diesjährige Schützenfestes war ein Erfolg in puncto Stimmung und Konzept. Die Begeisterung war überall zu spüren. Es waren in diesem Jahr besonders auch viele junge Menschen hier, die das Angebot an besonderen Aktionen, Veranstaltungen und Fahrgeschäften überzeugt hat. Wir rechnen daher mit rund 850.000 bis 900.000 Besucher*innen bis heute Abend zum Abschluss des Festes. Besonders freut mich, dass wir ein schönes, friedliches Fest feiern konnten und die Sicherheitsmaßnahmen beim Schützenausmarsch und dem Schützenfest sehr gut angenommen wurden. Ein herzliches Dankeschön an Polizei, Feuerwehr, DRK und alle Helfer*innen für die gute Zusammenarbeit. Besonders möchte ich auch nochmal das große Engagement und die Unterstützung bei der Trinkwasserversorgung beim Schützenausmarsch hervorheben.  'Hoch Ulla' hatte dem Start des 490. Schützenfestes doch im wahrsten Sinne des Wortes 'Sonne satt' beschert", fasste die Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette ihre Eindrücke zusammen.

Bilanz der Veranstalter

Schützenpräsident Paul-Eric Stolle zeigte sich ebenfalls zufrieden, da das Fest trotz des 'Hitze-Starts' in puncto Besucher*innenzahlen noch aufholen konnte, aber nicht ganz an das Ergebnis des letzten Jahres heranreichen konnte: "Zahlen sind nicht alles und das Wetter hat nun mal große Auswirkungen auf die Entscheidung der Besucher*innen des Schützenfestes. Entscheidend ist die gute Stimmung und dass wir mit dem Gesamtkonzept richtig liegen – und das ist klar. Aktionen, wie die Maskottchen-Parade und auch die traditionellen Veranstaltungen der Schütz*innen sind wieder sehr gut angekommen. Neue Angebote wie das Niedersachsendorf können sich noch weiter entwickeln. Insgesamt ein gelungenes Fest und eine tolle Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Hannover im dritten Jahr. Es geht alles in die richtige Richtung. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr." Ralf Sonnenberg, Leiter Eventmanagement der Landeshauptstadt Hannover: "Wir sind auf dem richtigen Weg. Das war besonders auch in den sozialen Netzwerken in den letzten Tagen zu beobachten. Viele Follower*innen unserer Kanäle zeigen großen Anteil und Emotionen an unseren Aktivitäten. Es wächst eine richtige Schützenfest-Community. Jedoch glaube ich nach wie vor, dass die Neuausrichtung des Schützenfestes mehrere Jahre benötigt."

Bilanz der Einsatzkräfte

Einsatzleiterin Polizeirätin Nurhan Brune zeigte sich mit dem Einsatzverlauf grundsätzlich zufrieden. Bei einer insgesamt leicht rückläufigen Zahl an Straftaten hob sie insbesondere die ebenfalls leicht rückläufigen Verfahren bei Körperverletzungen hervor. Einen deutlichen Rückgang registrierte die Polizei zudem bei Eigentumsdelikten und bei der Anzahl der Platzverweise und Ingewahrsamnahmen. Auffällig hingegen war, laut Brune, eine zunehmend feststellbare Aggressivität gegenüber Einsatzkräften, häufig in Verbindung mit starkem Alkoholkonsum. Hier stiegen die Zahlen im Vergleich zum Jahr 2018 deutlich an.

Bilanz des DRK

Das DRK bilanzierte 307 Versorgungen und 37 Transporte ins Krankenhaus. DRK-Gesamteinsatzleiter Florian Peters betonte die gute Zusammenarbeit mit Veranstaltenden, Polizei, Sicherheitsdienst und Schausteller*innen.

Schausteller und Gastronomievertreter

"Trotz schwieriger Wetterbedingungen war die Stimmung sehr gut. Wir hatten die gesamte Stadtgesellschaft auf dem Platz. Der Familientag war ebenfalls ein großer Erfolg. Das Fest ist wieder ein gesellschaftliches Ereignis in Hannover", erläuterte Kevin Kratzsch, Vize-Präsident des deutschen Schauststellerbundes im Rahmen der Pressekonferenz.

Spenden für den guten Zweck

Die vier amtierenden Bruchmeister Torben Völksen, Dr. Johannes Schnabel, Dominik Bulitta und Clemens Kivelitz hatten nicht nur viele repräsentative Pflichten, sie sammelten auch für einen guten Zweck. Die Bruchmeisteraktion am Kröpcke in Hannovers Innenstadt brachte 8.600 Euro. Der Erlös kommt INTENSIVkinder zuhause Niedersachsen e.V. zugute, ein Selbsthilfe-Netzwerk, das Hilfestellung und Informationen für die häusliche Pflege von intensivpflegebedürftigen Kinder anbietet und Freizeitaktivitäten organisiert, die sehr betreuungs- und kostenintensiv sind.

Hintergrund

Das Schützenfest Hannover auf dem rund zehn Hektar großen Schützenplatz in Hannover gilt als das größte Schützenfest der Welt. Die Tradition reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Die Veranstaltungsfläche, die Zahl der Großfahrgeschäfte und die Zahl der Festzelte sind bisher von keinem Schützenfest weltweit überboten worden. Etwa 240 Schausteller*innen begeistern ihre Besucher*innen mit Neuheiten bei den High-Tech-Fahrgeschäften, Karussells, Geisterbahnen, Losbuden und vielen weiteren Attraktionen. Hannover hat mit 67 Schützenvereinen und -gesellschaften eine große fachliche Vereinsdichte und trägt seit den Fünfzigerjahren den offiziellen Ehrentitel "Deutsche Schützenstadt". Der Schützenausmarsch ist mit rund 10.000 Teilnehmenden aus dem In- und Ausland, mit über 40 Festwagen und Kutschen der umfangreichste Schützenausmarsch der Welt. Er bildet nicht nur den Höhepunkt der zehntägigen Festveranstaltungen, sondern verwandelt die Leinemetropole auch in eine pulsierende internationale Begegnungsstätte.

Ausblick auf 2019

Auf Wiedersehen im nächsten Jahr: Das 491. Schützenfest wird vom 3. bis zum 12. Juli 2020 stattfinden.