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Nachhaltigkeit

Schulkinder erarbeiten Lösungen gegen Plastikflut

Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Busch-Grundschule und der Johannes-Kepler-Realschule haben am 22. Juni die Ergebnisse der von ihnen besuchten Projektwoche "Abfall – nein danke!" präsentiert.

Drei Jungs an einem Tisch. © LHH / Büsing

Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre aus Abfall gestalteten Modelle.

In den vergangenen Tagen haben die Schülerinnen und Schüler sich mit dem hochaktuellen Thema "Plastikmüll im Meer" und mit Möglichkeiten der Abfallvermeidung und eines nachhaltigen Konsums beschäftigt. In verschiedenen Workshops entwickelten sie kreative Lösungsansätze und veranschaulichten diese in Form von verschiedenster Gegenstände und Modelle, die aus Abfall gefertigt wurden. Diese Objekte haben die SchülerInnen am 22. Juni im Rahmen kleiner Bühnenszenen und eines "Marktes der Möglichkeiten" vor großem Publikum präsentiert.

Über das Projekt

Das Projekt mit dem Titel "Abfall - Nein danke! Von der Abfalltrennung zum nachhaltigen Konsum" ist eine Kooperation des Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüros der Landeshauptstadt Hannover und dem Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) mit dem Figurentheater "Die Füchse" und dem Birkenhof Bildungszentrum (Bethel im Norden), Fachschule Sozialpädagogik. Es wird alljährlich vor den Sommerferien in zwei Schulen durchgeführt, in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal. Drei Künstler gaben den Schülerinnen und Schülern kreative Impulse. 70 angehende Erzieherinnen und Erzieher des Birkenhof Bildungszentrums in Kirchrode und deren Lehrkräfte unterstützten die Künstler dabei. Diese leiteten die Werkstätten an, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre künstlerischen Beiträge erarbeiteten.

Fortsetzung in 2019 geplant

Der gute Betreuungsschlüssel macht eine intensive Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit den Themen Abfall und Konsum möglich. Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher erhalten Anregungen für ihre spätere berufliche Praxis und sammeln Erfahrungen im Umgang mit Kindern. Diese gut funktionierende Zusammenarbeit war einer der Gründe für die Auszeichnung des Projekts "Abfall - Nein danke!" im Rahmen der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Im Vorfeld der Projektwoche hatten die Schülerinnen und Schüler die Abfalldeponie Hannover besucht, waren in den Schulen als Abfalldetektive unterwegs und haben Papier aus alten Zeitungen hergestellt. Zudem erhielten die Schulen Beratungen zum Thema Abfallvermeidung und -trennung sowie zum Thema Nutzung von Recyclingpapier. Die Kooperationspartnerinnen und -partner planen auch für 2019, diese Projektarbeit anzubieten.

Hintergrund

Nahezu täglich erreichen die Menschen Nachrichten über Plastikmüll in den Meeren. Gigantische Müllstrudel in den Ozeanen, Tiere, die sich im Plastikmüll verheddern, ihn fressen und daran sterben. Viele Auswirkungen der zum Teil winzigen Plastikteile auf die Umwelt und den Menschen sind möglicherweise noch gar nicht bekannt. Mittlerweile gibt es viele Bestrebungen, die Plastikflut einzudämmen. Seitdem Plastiktüten kostenpflichtig sind, ist der Plastiktütenverbrauch in Deutschland um ein Drittel zurückgegangen. Menschen entscheiden sich bewusst, verpackungsfrei einzukaufen. Und auch auf kommunaler und staatlicher Ebene gibt es Überlegungen, Maßnahmen zur Eindämmung des Plastikmülls zu ergreifen.