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Ausstellung

Scope Hannover zeigt Gegenwartsfotografie online

Biennale für Fotografie und Medienkunst zweigeteilt: "The Things I Tell You Will Not Be Wrong" wird in 2020 digital und in 2021 im öffentlichen Raum präsentiert.

Das diesjährige Ausstellungsprojekt von Scope-Hannover – Biennale für Fotografie und Medienkunst wird aufgrund der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie zweigeteilt: "The Things I Tell You Will Not Be Wrong" besteht aus einem Online-Ausstellungsraum, in dem ab Juli 2020 ein Jahr lang acht Einzelausstellungen präsentiert werden, und einer physischen Gruppenausstellung im Sommer 2021, bei der alle am Projekt beteiligten Künstler*innen und einige mehr in Hannover gezeigt werden. 

Zu Scope-Hannover – Biennale für Fotografie und Medienkunst
16. Juli 2020 bis 18. Juli 2021

Mit "The Things I Tell You Will Not Be Wrong" reagiert Scope-Hannover auf die Herausforderungen, die die Pandemie an die Produktion und Präsentation von Kunst stellt. Ursprünglich als Gruppenausstellung an mehreren Orten in Hannover geplant, wurde das Konzept erweitert und versteht sich nun als Werkzeug der Produktion, Präsentation und Reflexion von Kunst im digitalen Raum. Es ist als Experiment mit offenem Ausgang konzipiert.

"The Things I Tell You Will Not Be Wrong" ist ein Projekt in zwei Teilen. Von Juli 2020 bis Juni 2021 werden neun Künstler*innen – darunter ein Künstler-Duo – nacheinander eingeladen, auf der neu eingerichteten Website www.TheThingsITellYou.com eine Online-Ausstellung oder ein Online-Kunstwerk zu realisieren. Jede Einzelausstellung ist sechs Wochen online und wird von einem Live-Programm begleitet. Im Juni 2021 werden diese und noch weitere Künstler*innen zu einer physischen Gruppenausstellung an verschiedenen Orten in Hannover eingeladen. Hier werden physische und digitale Kunstproduktion gegenübergestellt und einer Überprüfung unterzogen. Geplant ist eine Podiumsdiskussion, die die Erfahrungen des Jahres reflektiert.

"The Things I Tell You Will Not Be Wrong" zeigt Arbeiten von Künstler*innen mit einer dezidiert bildkritischen Herangehensweise. Das Ausstellungsprojekt fragt nach der Art und Weise wie Bilder sprechen, Wirklichkeiten vermitteln und selbst erschaffen. Die unterschiedlichen Kontexte – der unkontrollierbare, globale Raum des Internets und die total lokale Ausstellung in Hannover – erzeugen eine Spannung, die das Experiment in neue Dimensionen transportiert.

Auch das Begleitprogramm der Online-Ausstellungen bewegt sich zwischen dem Globalen und Lokalen. Neben Künstler*innengesprächen und Performances, die als Online-Videokonferenzen stattfinden werden, wird es kleine physische Präsentationen von Kunst im Stadtraum von Hannover geben.

Eröffnung der Website und der Online-Ausstellung "Choose Your Own Adventure" von Pixy Liao: Freitag, 17. Juli 2020

Abfolge der Online-Ausstellungen

17.06. bis 26.08.2020
"Choose Your Own Adventure" von Pixy Liao
(*1979 in Shanghai, CHN, lebt und arbeitet in New York)  hinterfragt in ihrer Fotoserie traditionelle Rollenzuschreibungen in heterosexuellen Paarbeziehungen

27.08. bis 07.10.2020
Daniel Poller (*1984 in Rodewisch, lebt und arbeitet in Berlin und Leipzig)
arbeitet mit eigenen Fotografien und fotografischem Archivmaterial, das er bearbeitet. Für die Online-Ausstellung entwickelt er eine neue Videoarbeit.

08.10.−18.11.2020
Ida Kammerloch: Resusci Anne (*1991 in Ischewsk, Russland, RUS, lebt und arbeitet in Moskau und Saarbrücken) 
erzählt die Geschichten zweier Frauenfiguren, die in der Realwelt auf unterschiedliche Weise zu Mythen geworden sind.

19.11. bis 06.01.2021
Sophie Gabrielle (*1994 in Canberra, AU, lebt und arbeitet in Melbourne)
verbindet in ihrer Arbeit eigene Fotografien mit Archivbildern. Sie interessiert sich für eine Sichtbarmachung, dessen, was mit bloßem Auge unsichtbar ist.

07.01. bis 17.02.2021
Nadja Buttendorf + Sabrina Labis: 360° Nail
(*1984 in Dresden, lebt und arbeitet in Berlin) 
(*1990 in Zürich, CH, lebt und arbeitet in Berlin) 
demonstrieren in einem Tutorial-Video, wie eine Action-Cam auf einen Zeigefingernagel montiert wird und anschließend in 360°-Nagelperspektive neue Sichtweisen eröffnet.

18.02. bis 31.03.2021 
Daniela Comani: Archive in Progress (*1965 in Bologna, ITA, lebt und arbeitet in Berlin)
sammelt seit über drei Jahrzehnten Found-Footage Material aus den Nachrichten und komponiert sie zu einem Video-Loop

01.04. bis 12.05.2021
Timo Hinze (*1985 in Hamburg, lebt und arbeitet in Berlin) 
beschäftigt sich mit fotografischen und computergenierten Bildern. Für Scope 2020/2021 wird er eine neue Arbeit entwickeln

13.05. bis 24.06.2021 
Anastasia Mityukova: Project Iceworm (*1992 in Genua, CH, lebt und arbeitet in Genf und Den Haag)
befasst sich mit der radioaktiven Verseuchung einer grönländischen Siedlung durch ein amerikanisches Militärprojekt